Unser Weingut im Jahreslauf: Winzers Freud und Leid, vom Krieg mit Papieren und Wildschweinen, guten Tropfen, guten Freunden, guten Büchern, guten Ideen und allem, was unser Herz erfreut.
Was tun Winzerinnen, wenn sie gezwungen sind, sich in Geduld zu üben, ehe sie das nächste Mal die Rebschehre schwingen können und dabei mal was anderes tun wollen als wie ein hypnotisiertes Kaninchen auf dieWettervorhersagen(drei schöne Tage, dann wieder dicker Regen...?) starren wollen?
Lisson liegt unter dem lila Punkt am Golf de Lyon...
Nun, sie backen Kuchen, kochen Brombeergelee ein, erledigen Post, räumen Schränke auf, legen das Ohr an den Tank, in dem es schon munter gärt (Pinot), können auch kurzfristig Besucher empfangen, sehen ihre raumgreifende Fotosammlung durch und bestellen eine größere Festplatte für den Computer, waschen von Hand, weil der deftige Nordwestwind alles so schön trocknet und ein Besuch bei der Waschmaschine im Dorf (der geneigte Leser erinnert sich, nur Sonnenstrom in Lisson - aber dieses Jahr Wasser satt in der Quelle) wieder Sprit für 12 km fressen würde (2 x hin- und zurück) - halten sich gerade noch davon zurück, auszurechnen, wieviel CO2 dadurch gespart wird, um die Ökobilanz aufzumotzen - und surfen schließlich mal im World-Wide-Web, um sich abzulenken.
Neben der neuen Werbekampagne des VdP (linkshier), die Frau natürlich etwas perplex läßt, kannte sie das bisher eigentlich nur von Hochprozentigem oder Duftwässern - ist die Umweltstreiterin dann doch etwas aufgebracht,diesen Artikelund die entsprechenden Quellen zu lesen.
Auch wennGlasimmer teurer wird und sicher auch die Transportkosten beinflusst, ist die schamlose Argumentation mit dem Umweltschutz für Wein in Tetra-Packs, PET- und demnächst auch Aluminium-Flaschen schon starker Tobak.
Erster Besuch, ganz zufällig, von einem in Tanger lebenden Franzosen. Ich würde so gern ein Glas echtem Rosé trinken. Ich werde höchstwahrscheinlich zurückkommen. Eine gute Ernte wünscht Dir Kranzler.