Vendredi 14 décembre 2007
In unseren neuen Barriques geht alles seinen, winterlich bedingten, ruhigen Gang. Der Pinot
Noir hat seine malolaktische Gärung abgeschlossen, die anderen Weine haben erst mal eine Pause eingelegt, da die Kellertemperaturen inzwischen doch zu niedrig sind und die
kleinen Helfer warten jetzt auf den Frühling, ehe sie ihre Arbeit wieder aufnehmen.
Wir werden ein paar von den alten Barriques, die jetzt zu Lagerzwecken nur noch mit geschwefeltem Wasser aufgefüllt sind, aussortieren. Dann stellt sich wieder die Frage
ihrer Weiterverwendung und da ist Kreativität gefragt.
Natürlich kann so ein bebrauchtes Barrique noch als Wassertonne unter einer Regenrinne dienen. Das haben Freunde von uns auch schon damit gemacht, auch halb zersägt als
Blumenkübel werden sie häufig auf den Märkten angeboten - ich habe schon Sessel und natürlich die üblichen Bartische aus Barriques gesehen, das
ist Geschmacksache... Auch in unserem Keller verkosten wir an einem aufrecht stehenden Barrique, aber im Wohnraum baruche ich
das nicht unbedingt, man kann die Rustikalität auch übertreiben.
Kopfplatten (hier) oder auch einzelne Dauben (hier)werden gerne von Künstlern als Untergrund für Bilder benutzt - es gibt sogar
Stereoboxen aus dem Holz alter Whisky-Fässer, die einen besonders
guten Klang haben sollen. Kein Wunder, immerhin handelt es sich um hervorragende, gut abgelagerte Eiche - bei uns natürlich nur französische:-)
Aber die schönste und originellste Verwendung, die ich bisher gesehen habe, ist die Sammlung von Château Puech Haut, die ich
voriges Jahr auf der Vinisud-Messe in Montpellier entdeckte. Der Besitzer des Weinguts konnte moderne Künstler aller Stilrichtungen dazu gewinnen, je ein ihnen zur Verfügung
gestelltes Barrique zu gestalten oder transformieren.
Hier ein paar kleine Kostproben. Vielleicht eine Anregung für die nächste Weihnachtsbastelaktion:
Man sieht, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ein paar weitere Kostproben, diesmal von meinem Fassmacher Boutes
gesponsert, finden sich hier. Ich frage mich, ob man mit gebrauchten Barrique-Socken (hier) auch so kreativ umgehen wird - obwohl, wenn ich so drüber nachdenke, habe ich auch da schon die eine oder andere Idee...
Aber keine Angst, dafür werde ich meine Kellermethoden nicht extra ändern!

In Lisson profitiert erst mal Bruno vom
Barrique-Recycling.
par Iris Rutz-Rudel
publié dans :
Strandgut
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