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Unser Blog soll Ihnen die Gelegenheit geben, rund ums Jahr an den aktuellen Arbeiten auf unserem kleinen Gut in Südfrankreich teilzunehmen. Unsere Webseite stellt uns zwar bereits in drei Sprachen vor, aber wie viele Webseiten, ist sie eher statisch aufgebaut. Ein Blog  (es gibt ihn schon in Französisch: hier) erlaubt hingegen, viel spontaner, aktueller und auch weitläufiger über das, was wir tun, was uns bewegt und wofür wir uns sonst noch interessieren, zu schreiben.

Begleiten Sie mich also auf dem Weg durchs Winzerjahr. Hinterlassen Sie Ihre Kommentare oder stellen Ihre Fragen, damit aus diesem Blog ein lebendiges Kommunikationsmittel wird.

Ihre Iris Rutz-Rudel



Vendredi 14 décembre 2007
 
In unseren neuen Barriques geht alles seinen, winterlich bedingten, ruhigen Gang. Der Pinot Noir hat seine malolaktische Gärung abgeschlossen, die anderen Weine haben erst mal eine Pause eingelegt, da die Kellertemperaturen inzwischen doch zu niedrig sind und die kleinen Helfer warten jetzt auf den Frühling, ehe sie ihre Arbeit wieder aufnehmen.

Wir werden ein paar von den alten Barriques, die jetzt zu Lagerzwecken nur noch mit geschwefeltem Wasser aufgefüllt sind, aussortieren.  Dann stellt sich wieder die Frage ihrer Weiterverwendung und da ist Kreativität gefragt.

Natürlich kann so ein bebrauchtes Barrique noch als Wassertonne unter einer Regenrinne dienen. Das haben Freunde von uns auch schon damit gemacht, auch halb zersägt als Blumenkübel werden sie häufig auf den Märkten angeboten - ich habe schon Sessel und natürlich die üblichen Bartische aus Barriques gesehen, das ist Geschmacksache... Auch in unserem Keller verkosten wir an einem aufrecht stehenden Barrique, aber im Wohnraum baruche ich das nicht unbedingt, man kann die Rustikalität auch übertreiben.

Kopfplatten (hier) oder auch einzelne Dauben (hier)werden gerne von Künstlern als Untergrund für Bilder benutzt - es gibt sogar Stereoboxen aus dem Holz alter Whisky-Fässer, die einen besonders guten Klang haben sollen. Kein Wunder, immerhin handelt es sich um hervorragende, gut abgelagerte Eiche - bei uns natürlich nur französische:-)

Aber die schönste und originellste Verwendung, die ich bisher gesehen habe, ist die Sammlung von Château Puech Haut, die ich voriges Jahr auf der Vinisud-Messe in Montpellier entdeckte. Der Besitzer des Weinguts konnte moderne Künstler aller Stilrichtungen dazu gewinnen, je ein ihnen zur Verfügung gestelltes Barrique zu gestalten oder transformieren.

Hier ein paar kleine Kostproben. Vielleicht eine Anregung für die nächste Weihnachtsbastelaktion:












Man sieht, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.  Ein paar weitere Kostproben, diesmal von meinem Fassmacher Boutes gesponsert, finden sich hier. Ich frage mich, ob man mit gebrauchten Barrique-Socken (hier) auch so kreativ umgehen wird - obwohl, wenn ich so drüber nachdenke, habe ich auch da schon die eine oder andere Idee...

Aber keine Angst, dafür werde ich meine Kellermethoden nicht extra ändern!

Bruno-Barrique.jpg
In Lisson profitiert erst mal Bruno vom Barrique-Recycling.




par Iris Rutz-Rudel publié dans : Strandgut
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