Unser Weingut im Jahreslauf: Winzers Freud und Leid, vom Krieg mit Papieren und Wildschweinen, guten Tropfen, guten Freunden, guten Büchern, guten Ideen und allem, was unser Herz erfreut.
Saubere Energie, das beschäftigt uns in Lisson ja schon lange. Immerhin wollten wir nie an das offizielle französische Stromnetz angeschlossen werden, das seit Jahrzehnten die zu 75% in Atomkraftwerken produzierte Energie so billig in alle Haushalte liefert.
Deshalb gab es schon zu Beginn dieses Blogs auch einen Artikel über Low Watt in Lisson, der unsere verschiedenen Versuche vorstellte, uns mit der wenigen Energie zu versorgen, die wir im täglichen Leben brauchen.
Sonne und Wind waren dabei die bevorzugte Wahl - Wasser gibt es leider nur in unregelmäßigen Abständen - und dann oft so ungestühm, dass wir von einer Installation, die diese dritte Energiequelle nutz, abgesehen haben.
Die meiste Energie wird bei uns sowieso darauf verwandt, deren Verschwendung einzudämmen. Beleuchtung mit LED-Lampen, kein Kühlschrank (ja, das geht sogar im Süden Frankreichs!), statt dessen Fleisch und Milchprodukte frisch (und nicht unbedingt täglich) aus den kleinen lokalen Läden, Laptops, die direkt auf 12 /18 Volt laufen können.
Nur natürliche Temperaturkontrolle bei der Weinbereitung, keine energieaufwändigen Kühl- oder Heizmechanismen (unsere Spontanhefen aus Weinberg und Keller sind da gut trainiert), ein kühles Natursteingewölbe und kalte Winter sorgen für die notwendige Klärung der Weine während des Barriqueausbaus - dank der Nievauunterschiede im Haus benötigen wir keine Pumpen und können bis zur Abfüllung mit Schwerkraft arbeiten, wenn gepumpt werden muss, dann - wie hier illustriert - von Hand.
Und so blieb selbst das kleine Windrad, das wir vor Jahren hier gebraucht kauften, lange Zeit an seinem experimentellen Platz auf der alten Mauer vorm Haus.
Vorgestern an einem trockenen, windstillen Tag war es dann aber so weit: Klaus, der lange an der Entwicklung einer sicheren Befestigung für den Mast an einem unserer Kamine auf dem Dach gearbeitet und geschweisst hatte, konnte nun sein Werk mit dem Anbringen des Windrads krönen.
Da trohnt sie nun und wartet .... auf den Wind, aber der kommt sicher bald wieder!
Während wir darauf warten, hier die kleine Fotoreportage, die ich von diesem aufregenden Ereignis gemacht habe: