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4 décembre 2008 4 04 /12 /décembre /2008 12:40
Das passt doch prima zum Jahreswechsel! Wer ist noch mal auf diese tolle Idee gekommen? Na, ist ja auch egal - ich finde die prima.

Nein, so salopp sollte das nicht geschrieben werden, also ein wenig Recherche bitte:  es war der Herr Karl Lauterbach, immer adrett mit Fliege und um unsere Gesundheit bemüht, wie man hier und hier nachlesen kann.

500 € pro Person, plus 200 € Eigenzulage - frei zu verprassen  innerhalb von 8 Wochen- das könnte doch mal erlauben, über den 5 € Rand hinaus zu suchen.

Ich nehme an, die deutschen Winzer und Weinhändler schnüren schon die Geschenkkartons aus dem hochwertigen Preissektor.

Und auch Harz IV Empfänger können jetzt endlich mal den ewigen Aldi-Champagner  gegen ein schönes Winzerprodukt eintauschen - ohne Zuzahlung - ich hoffe, es gibt ein paar Einschränkungen für die Verwendung, wie: nicht in Fast-Food-Ketten oder beim Discounter eintauschbar - aber da vertraue ich der Bürokratie!

Wird bei den Jugendlichen kontrolliert, wofür sie ihren Gutschein  über 250 € ohne Zuzahlung  verwenden? Das wäre dann natürlich schlecht für die Weinbranche...

Und da fällt mir in all meiner Euphorie noch ein - darf man damit auch "fremdländische Produkte" einkaufen - also ein paar Flaschen Champagner, oder die hochpreisigen Cuvées von Domaine Lisson? (ich verspreche auch, dass meine Geschäftspost gerne in Deutscher Sprache abgewickelt werden kann, sogar ein Sparkassenkonto wird für die Überweisungen zur Verfügung gestellt, daran soll's nicht scheitern. Immerhin kann ich auch garantieren, dass kein einziges chinesisches Zusatzmittel in meinen Wein kommt - nicht mal die Hühner des Nachbarn durften ihr Eiklar beisteuern - Lisson Wein - Natur pur auch für Veganer und andere Zivilisationsallergiker!

Und um dieser hervorragenden Idee weiter auf den Weg zu helfen, hier noch ein Aufruf zur Interaktiven Teilnahme am Projekt:

Wer entwirft das beste Gutschein-Design für GenussKonsumenten?

Alle kreativen Beiträge werden gerne in den nächsten Tagen in diesem Blog veröffentlicht - und auch gerne per Leserabstimmung prämiert - dem Sieger winkt ein handsigniertes Foto der Winzerin und sein Konsumgutschein wird als erster gegen unsere Spitzencuvées eingetauscht!

Leitmedien sind ausdrücklich aufgerufen, an der Aktion teilzunehmen
und sie ausgiebig zu verlinken!  Schließlich gehen wir dem Fest der Eintracht und des Friedens entgegen!

Der hohe Stellenwert dieses Blogs im nationalen und internationalen Weinblogranking sollte dem Artikel schon die nötige Zugkraft vermitteln.

Immerhin haben noch gestern 56 fanatische Weinblogleser 76 Seiten auf Weingut-Lisson aufgerufen! Nach all dem Leit-Medienrummel eine Steigerung von mehreren Prozent!

Rivva, facebook, technorati und ähnliches sollten vom Donnerhall unserer Aktion "Wein auf den Festtagstisch und Alles umsonst - man gönnt sich ja sonst nichts!" wiederhallen.

Beeilt Euch, wenn wir schneller als Print sein wollen und ehe die Idee wieder vom Tisch ist!

Auch Communities aller Couleur sind natürlich zur massenhaften Teilnahme aufgerufen - nur gemeinsam können wir diese einmalige Chance für die Absatzförderung unseres Lieblingssaftes vor der Kritik der Anti-Alkohol Lobby und Frau Bätzing retten - weg mit Steuersenkungsplänen (wer investiert schon seine Steuerrückzahlung im nächsten Krisenjahr in Präsentkörbe) - nein zum Erlass der Autosteuer - es lebe der CO2 neutral produzierte Rebensaft!

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14 septembre 2008 7 14 /09 /septembre /2008 16:55
da begleitet mich seit ein paar Jahren dieser praktische Beutel bei meinen Arbeiten im Weinberg oder auch auf meinen kleinen "Beutegängen" rings ums Haus - und erst vor ein paar Tagen, bei einer Rast oben am Clos des Cèdres fällt mein Blick auf den Schriftzug:



Da kann ich dem Herrn Geheimrat nur zustimmen!





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20 août 2008 3 20 /08 /août /2008 17:42
oder: wie zuverlässig sind die "wine-restaurant-awards"



selber nachzulesen hier bei einem Walraff à l'americaine....

...
dem im
Forum des Wine Spectators inzwischen ordentlich die Leviten gelesen werden: 9 Seiten, auf denen nun auch in umgekehrter Richtung einige Male das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird - diese unprofessionellen Blogger, die nicht ausreichend recherchieren und sich nur auf Kosten anderer profilieren wollen (natürlich schlimmer als Restaurantkritiker, die ihre Leser glauben machen, sie hätten das entsprechende Etablissement wenigstens einmal besucht, bevor sie ihm Excellence bestätigen...)

Danke an Wolf Hosbach von 
Hausmannskost hier mehr Zeit als ich investiert zu haben.

In meinem Beruf hat man allerdings häufiger den Eindruck, dass in der Fachpresse über Weingüter geschrieben wird, die nicht unbedingt besucht wurden, da reicht dann auch eine gute Brochure, die abgeschrieben wird und der Zusammenhang zwischen redaktionellem Beitrag und im Heft platzierter bezahlter Werbung für einen Hersteller lässt mich  manchmal nachdenklich zurück... Leider keine Zeit heute, um nach konkreten Beispielen zu suchen, aber ich werde das gerne mal sammeln und bin überzeugt, dass viele Weinfreunde auch schon ähnliche Beobachtungen gemacht haben - Winzer bestimmt!


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10 juillet 2008 4 10 /07 /juillet /2008 13:47
Das Damosklesschwert eines generellen Verbots von Werbung für Wein schwebt schon lange über der Weinblogwelt in Frankreich. Das seit 1991 geltende Loi Evin, gegen den Missbrauch von Tabac und Alkohol, das die Werbung für und Kommunikation über Wein (als alkololisches Getränk) nur unter sehr einschränkenden Bedingungen erlaubt, hatte damals vergessen (wir schrieben eben noch das Jahr 1991, also lange vor Web 2.0 und tutti quanti), neben der schriftlichen Presse und den Rundfunkanstalten, auch das Internet in den wenigen erlaubten Ausnahmen aufzuführen.

Und da in Frankreich als Rechtsgrundsatz gilt: Was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist verboten, wurde heute Nacht im dafür zuständigen Senat in Paris über eine Ausweitung der autorisierten Medien auf das Internet abgestimmt und mit dem Hinweis, dass die Anti-Alkohol-Kampagnen vor allem dem Jugendschutz dienen, die Jugendlichen aber zu den emsigsten Nutzern des Internet gehören, eine solche Ausweitung
abgelehnt.

"L'amendement présenté par un sénateur de la Gironde, l'UMP Gérard César, qui voulait autoriser la publicité de l'alcool (en particulier le vin) sur internet, “à l'exclusion des sites destinés à la jeunesse“, a été repoussé dans la nuit du mercredi 9 juillet au jeudi 10 juillet, non sans débat. Plusieurs sénateurs ont en effet estimé qu'“internet ne peut être tenu à l'écart de la lutte contre l'alcoolisme“ et se sont émus des effets néfastes de cette disposition sur les jeunes, grands utilisateurs de la toile."

"Die Abänderung, die ein Senator aus der Gironde, das UMP Mitglied Gérard César, präsentierte, die Werbung für Alkohol (und insbesondere für Wein) im Internet zu erlauben, "mit Ausnahme der Seiten, die sich an die Jugend wenden",  wurde in der Nacht von Mittwoch, dem 9. auf Donnerstag, den 10. Juli, nicht ohne Debatte, abgelehnt. Mehrere Senatoren gehen in der Tat davon aus, dass "das Internet nicht beim Kampf gegen den Alkoholismus" außen vor gehalten werden kann und erregten sich über die schädlichen Effekte einer solchen Änderung vor allem bei Jugendlichen, die das Web sehr stark nutzen."

Die sehr starke französische Anti-Alkohol-Lobby A.N.P.A.A.  - l'Association Nationale de Prévention en Alcoologie et Addictologie -  hat sich also durchgesetzt.

Das Gesetz definiert die Informationen, die in der Werbung verwendet werden dürfen im Paragraph 18:

..."Die Werbung für alkoholische Getränke ist beschränkt auf die Angabe des Alkoholgehalts (Vol), der Herkunft, der Bezeichnung, der Komposition des Produkts und der Adresse des Fabrikanten, des Agenten oder Händlers sowie auf die Art der Herstellung, die Verkaufsbestimmungen und die Konsumhinweise des Produkts.
Diese Werbung kann auch Hinweise auf ddie Anbaugebiete (hier fällt das schwammige Wort Terroir) und die erhaltenen Auszeichnungen enthalten.

Die Verpackung darf nur abgebildet werden, wenn sie diesen Bestimmungen entspricht.

Jede Werbung für alkoholische Getränke, mit Ausnahme von geschäftlichen Rundschreiben, die sich an Personen richten, die gewerblich handeln, müssen einen gesundheitlichen Warnhinweis enthalten, der präzisiert, l'abus d'alcool est dangereux pour la santé - dass der Missbrauch von Alkohol gesundheitsschädlich ist."...


In den letzten Monaten wurden wieder vermehrt Zeitschriften, die z.B. Sonderartikel über Champagner veröffentlicht hatten, mit Strafen belegt, weil der Warnhinweis fehlte  und Werbeplakate von Weinverbänden verboten, weil sie als jugendgefährdent eingestuft wurden.

So hatte eine Appellation aus dem Loiretal mit diesem Plakat werben wollen:


Der beanstandete Slogan lautete:  “Qui ose dire que jeunesse ne rime pas avec délicatesse" - "wer sagt da noch, dass Jugend nicht auch köstlich sein kann"...

Welche Konsequenzen jetzt aus der Abstimmung im Senat für unsere Internetseiten inklusive Blogs folgen wird, bleibt abzuwarten. Im Zweifel werden die militanten Fanatiker der A.N.P.A.A. schon Mittel und Wege finden, unserem unkeuschen Treiben mit Abmahnungen und Prozessen ein Ende zu setzten...

L'abus de règlementation est dangereux pour la liberté wäre auch ein guter Warnhinweis!




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1 juin 2008 7 01 /06 /juin /2008 15:21
Während vielerorts in Frankreich und Deutschland die Winzer besorgt in den Himmel schauen, aus dem nicht enden wollender Regen und manchmal auch Schlimmeres auf sie niedergeht - die einen sich Sorgen um den Spritzplan machen, da bei andauernernder Feuchtigkeit Rebkrankheiten sehr wahrscheinlich sind -  die anderen wohl nur noch fassungslos vor dem Ausmass der Zerstörung stehen, wie im würtembergischen Korb - habe ich heute wieder einmal auf dieser Seite einen kleinen Trost gefunden, auf der Bert Celce von Wineterroirs in seiner einfühlsamen Art und mit dem Blick fürs Deditail die Psychologie einer jungen Rebe eingefangen hat...
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30 mars 2008 7 30 /03 /mars /2008 16:47

Eine Hommage auf Alexander Grothendieck, der in diesem Jahr irgendwo in Südfrankreich seinen 80. Geburtstag vielleicht nicht einmal feiert, findet sich in der letzten Ausgabe der Zeit - online auch hier.


Bild: © Erika Ifang aus Die Zeit

Winfried Scharlau, emeritierter Professor für Mathematik an der Universität Münster und Biograph von Alexander Grothendieck widmet ihm unter der Überschrift "In höheren Dimensionen" einen Artikel, der den Lebenslauf dieses 1928 in Berlin geborenen Mannes, der als einer der bedeutendsten Mathematiker des 20. Jahrhunderts gilt, nachvollzieht, bis zum Jahre 1991, in dem er sich vollkommen aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat.

Auch die Zeitreisen des Deutschlandfunks Kultur widmen ihm einen ausführlichen
Artikel Geometrie und Revolte von Agnes Handwerk und bei  Heise erinnert man ebenfalls an das Phantom der Mathematik.

In den Jahren vor seinem vollständigen Rückzug aus der Öffentlichkeit, vor allem  nach 1968, war Grothendieck auch eine führende Figur der Bewegung "Vivre et Survivre", in der sich viele Gründer der internationalen Umweltschutzbewegung,  die  damals erst in den Kinderschuhen steckte, zusammenfanden.

Er lebte in dieser Zeit im Hinterland von Montpellier, am Rande des Larzac, führte ein offenes Haus, engagierte sich für u.a. als Illegale in Frankreich unerwünschte budhistische Mönche, schahrte aufgrund seiner wohl sehr charismatischen Persönlichkeit junge Menschen um sich, zu denen zeitweise auch Claude Rudel gehört. Lisson, heute als Weingut bekannt, ist indirekt auch ein wenig das Ergebnis seines Wirkens in jener Zeit.

Ein "verlorenes" Darlehen von 10.000 FF - eine enorme Summe zu jener Zeit, wenn man nicht zu den Menschen mit einem klassischen Bonitätsprofil bei den Banken gehörte, half den Brüdern Rudel, Weinbauernsöhnen aus einem kleinen Dorf bei Lodève, sich gemeinsam ihr erstes Stück Land zu kaufen.


die Brüder Rudel Ende der 60ger Jahre - Claude ganz rechts neben seinem Vater


Die Lektüre dessen, was Winfried Scharlau über den Artikel in der Zeit hinaus auf seiner Webseite zusammengetragen hat, macht mir diese Anfangszeit wieder lebendig. Die Liste der Mutants, der Menschen, die in Grothendiecks gleichnamiger Meditation ein neues Zeitalter vorwegnehmen, von Hahnemann über Darwin, Râmakrishna, Kropotkine, Steiner, Ghandi, Neill, Tailhard de Chardin, Krishnamurti, klingt vertraut für mich - eine ganze Generation von "Hippies", wie man sie damals hier in der Gegend nannte, wurden von ihren Schriften oder dem, was sie über sie hörten, beeinflußt. Andere kamen hinzu - aber vor allem galt es, seinen eigenen Weg  zu finden.

Lisson hieß dann der Besitz, den Claude Rudel 1976 alleine erwarb - immer noch mit dem Ziel, ein Stück Land wieder urbar zu machen und im Respekt der Umwelt einen Ort zu schaffen, an dem Leben und Arbeit im Einklang stehen können - und so hörte ich Anfang der 80ger Jahre zum ersten Mal den Namen Grothendieck, ohne die Person jemals persönlich kennen zu lernen.
Lisson 1975 - 15 Jahre vor der Kreation des Weinbergs hinterm Haus

Ich wünsche Alexander Grothendieck, dass er einen solchen Ort gefunden hat und danke Winfried Scharlau, dass er an ihn erinnert.

Auch wenn uns die Welt der
Mathematik, für die er so bedeutend ist, eher fern erscheint, der Respekt von Natur und Umwelt gehört zu unserem Leben und unserer täglichen Arbeit...

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11 mars 2008 2 11 /03 /mars /2008 19:24
Vor zwei Jahren fand ich auf der Jagd nach altren Weingläsern (neben ausgefallenen Kochbüchern und Büchern über Wein meine dritte Sammelleidenschaft) dieses schöne alte Fleißkärtchen bei Monique Ferrat, der freundlichen Dame, die den Laden mit den regionalen Spezialitäten und die Brocante in Olargues betreut.


bon point (Fleißkärtchen) Pasteur - Vorderseite

Ich weiß nicht, aus welcher Zeit des vorigen Jahrhunderts es genau stammt - ich würde auf die dreißiger Jahre tippen. Die Rückseite zeigt Louis Pasteur, wie Wikipädia richtig sagt, einer der bekanntesten Wissenschaftler Frankreichs, dem nicht nur das berühmten Institut Pasteur in Paris seinen Namen verdankt, sondern der auch wirklich in Frankreich wie ein Nationalheld verehrt wird.

Besonders geschätzt wird er natürlich auch in Winzerkreisen, schließlich entdeckte er als erster die Geheimnisse der Milchsäuregärung und damit der Fermentation, sondern er gewann auch neue Erkenntnisse über die Weinsäure. Der ihm zugesprochene Satz: Der Wein ist das gesundeste und sauberste aller Getränke (der auf dem Bild oben zitiert wird), zierte jahrelang Schilder am Straßenrand von Béziers ob das heute noch so ist, möchte ich angesichts des zweiten Teils dieses Artikels fast bezweifeln...


bon point Pasteur - Rückseite

Die Rückseite enthält unter der Überschrift: Nährwert des Wein  eine vergleichende Auflistung: 1 Liter Wein mit 10° Alkohol entspricht dem Nährwert von 900 gr Milch, 370 gr Brot, 585 gr Fleisch oder 5 Eiern.

Daraus schloß das unterzeichnende Nationale Propagandakommité, also so eine Art Marketingsgesellschaft des Weinbauverbandes aus Paris folgerichtig:

Der Wein ist gesund, trinken Sie Wein.

Nun, wie schon hier ausgeführt, war in noch nicht so lange vergangenen Zeiten in Frankreich der Liter Wein vom Familientisch nicht wegzudenken, was eben auch den relativ hohen Prokopfverbrauch jener Zeiten erklärt - ein alltägliches Produkt.

Wenn ich mir die heutigen Preise für die angegebenen Mengen ansehe: zwischen 0,80 und 1,60 € für die Milch  (je nach Qualität), zischen 1 und 3 € für die Eier, zwischen 5 et 15 € für Fleisch (nach oben hier allerdings offen...) und - wie bei meinem Dorfbäcker, um 2,50 € für die gleiche Menge Brot - stelle ich fest, dass all das inzwischen wesentlich teurer ist, als ein Liter Tafel- oder Landwein mit 10° Alc., sei er aus dem Midi oder aus  Bordeaux (wobei ich natürlich nicht von den Primeurweinen spreche:-)).

Aber ich vermute, dass diese Art von Fleißkärtchen in der Pädagogik heutzutage genau so politisch unkorrekt wären, wie eine mit zu positiven Bildern arbeitende Weinwerbung in Frankreich. Gott in Frankreich dürfte vielleicht noch ein Gläschen trinken (wenn er sich dabei nicht werbewirksam fotografieren läßt), Wasser in Wein zu verwandeln würde nicht nur von konkurrenzneidischen Winzern, sondern vor allem von der sehr aktiven Anti-Alkohol-Lobby angeprangert - und für Maria und ihre Schwestern sähe die Sache ganz böse aus.  
Gemäß eines ministeriellen Erlasses vom 2. Oktober 2006, müssen ab dem 3. Oktober 2007 alle Flaschen, die alkoholische Getränke enthalten, mit diesem Logo geschmückt werden:

undefined

oder den folgenden Aufdruck zeigen:
"la consommation de boissons alcoolisées pendant la grossesse, même en faible quantité, peut avoir des conséquences graves sur la santé de l'enfant" - Der Konsum von alkoholhaltigen Getränken während der Schwangewrschaft, selbst in geringen Mengen, kann schwere Konsequenzen für die Gesundheit des Kindes nach sich ziehen -.

Das möchte ich zwar als Aussage gar nicht bestreiten, da es sich aber um einen sehr langen Satz handelt, wäre es nicht einfach, ihn elegant auch noch auf's Etikett zu zwängen, das ja seit dem vergangenen Jahr auch schon den obligatorischen Warnhinweis "enthält Schwefel" aufnehmen musste. 

Also experimentiere ich jetzt auf der Suche nach dem geeignetsten Ort für das neue Logo  auf unseren Etiketten. Manchmal frage ich mich dabei, ob es in Ländern, die nicht der gleichzeitigen Anti-Alkohol-Kampagne wie Frankreich ausgesetzt sind, nicht irrtümlich als Verbot des Getränks für adipöse Personen, deren Body Mass Index  (BMI = Gewicht geteilt durch die Körpergröße zum Quadrat) höher als 30 ist und die zusätzlich noch Pferdeschwanzträger sind, mißinterpretiert werden könnte. .. an Ihre Taschenrechner  - oder dem Link folgen, da wird das für Sie online berechnet!


Hier also als Scoop die ersten Entwürfe für unseren Jahrgang 2006:

nouvelles étiquettes
Wie Sie feststellen, haben wir uns noch nicht entschlossen, ob die abgebildete Person nun links- oder rechtsdrehend repräsentiert werden sollte. Dabei weiss man inzwischen, dass solche Entscheidungen nicht nur für den gesundheitlichen Wert von Joghurt, sondern auch für das Einkaufsverhalten von Kunden in Supermärkten von hoher Bedeutung sind - von den politischen Konsequenzen der Orientierung will ich hier gar nicht erst sprechen...

Da Umfragen aber allgemein sehr beliebt sind, möchte ich meinen Lesern und /oder Freunden unserer Weine aber auch eine Wahlmöglichkeit einräumen:


nach links (...)  oder nach rechts (...)


- kreuzen Sie Ihre Wahl an
- oder hinterlassen Sie einen Kommentar

Natürlich sollten schwangere Frauen über die Auswirkungen ihrer Ernährungsgewohnheiten auf das werdende Kind informiert werden. Das
fetale Alkoholsyndrom (FASD) kann bei starkem Missbrauch  laut Untersuchungen zu Wachstumsstörungen, körperliche Deformierungen sowie geistige und seelische Behinderungen führen. Der Intelligenzquotient der betroffenen Kinder liegt im Schnitt bei 75 (Normwert: 100). Noch gravierender sind jedoch die emotionalen Auffälligkeiten und Verhaltensstörungen, wie z. B. Hyperaktivität, Ablenkbarkeit und Auffälligkeit in der Schule

Je nach Ernährungsgewohnheiten unserer lieben Mütter (oder - für Männer, ihrer Ehefrauen), die während ihrer Schangerschaft noch nicht von einem solchen wirkungsvollen Logo geschützt und gewarnt wurden, sollten wir  ab sofort einmal in uns gehen und evaluieren, welche Schäden dieses ungeschütze Leben uns und unseren Sprößlingen zugefügt hat....

Vielleicht waren Struwelpeter, Zappelphillip und Konsorten immer schon nur die unschuldigen Opfer ihrer Eierlikör oder Pikkolöchen trinkenden Rabenmütter!


 


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2 mars 2008 7 02 /03 /mars /2008 17:39

frage ich mich, wenn ich, mal so spaßeshalber die ersten 20  dieser offensichtlich auch bei deutschen Weinbloggern sehr beliebten Seite anklicke:

shameless self-promotion



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24 février 2008 7 24 /02 /février /2008 16:02

Normalerweise steht sowas ja zuerst im Winzerblog, aber da ich es gerade gelesen habe, hier die neueste  PR-Masche, um  als CO2  sparendes, grünes Unternehmen zu gelten:

250 Winzer aus dem Languedoc haben sich angeblich schon eingeschrieben, um demnächst ihre  möglichst grünen Weine (wie grün, wurde nicht näher ausgeführt)  per  Canal de Midi  und Canal de Garonne nach Bordeaux und von da aus per  altem Dreimaster nach Dublin zu verschiffen.  60.000 Flaschen sollen so auf die einwöchige Reise gehen. Die CO2 Ersparnis pro Flasche soll  (wohl verglichen mit dem Verbrauch bei  Flugtransport) 138,92 g/Flasche betragen.

Nach dem Artikel im Guardian wirbt Tesco, eine große englische Handelskette, in der viel Wein umgesetzt wird, ebenfalls mit dem Transport ihrer Weincontainer per Schiff auf einem Kanal von Liverpool nach Manchester (40 km) als besonders umweltfreundlich.

Ob die Weincontainer aus Australien, Californien, Chile und Argentinien, deren Inhalt in Manchester für Tesco abgefüllt wird, vorher die Ozeane auch in Segelschiffen überquert haben, steht nicht in dem Artikel.

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21 février 2008 4 21 /02 /février /2008 15:52
Heute Nacht sollte man sie wieder sehen, die Mondfinsternis mit ihrem geheimnisvollen roten Mond.

Leider war die Vorhersage der Wolkenbilder nicht vielversprechend, nach 3 Tagen mildem Dauerregen, war zwar Besserung angesagt, der Himmel aber für heute Nacht noch nicht klar...


Und doch weckte mich meine innere Uhr kurz nach 4 Uhr morgens und ließ mich, noch im Halbschlaf, vor die Tür treten. Und da war er,  am Himmel genau gegenüber, klein, aber deutlich, die Mondfinsterniss hatte begonnen, der Schatten war schon deutlich am Rand zu sehen und auch die rötliche Farbe  stimmte!


Schnell zurück, um meine kleine Kamera zu holen - das Licht des Bildschirms blendet mich - wie war das noch mal, mit den nächtlichen Himmelsaufnahmen - der Mond ist weit weg, also auf die Einstellung mit dem kleinen Berg? - ich brauche sicher eine längere Verschlusszeit - wo war das denn wieder - im Menu rauf und runter, rechts und links tasten, zu dumm, geblendet seh ich das Rädchen ja gar nicht - aha, 3 Sekunden - nein, das ist nur die Verzögerung - also zurück, manuel, das könnte es sein - und jetzt noch eine stabile Auflage suchen, sonst ist wieder alles verwackelt. Da geht's nicht, denn dann hab ich bestimmt den Balken der Pergola im Blickfeld - da auch nicht, da steht der alte Kirschbaum - bleibt nur noch das Dach des Autos weiter links - verflixt, langsam wirds mir auch kalt - so ein dünnes T-shirt ist vielleicht doch nicht die richtige Bekleidung, die Katzen sind auch ganz aufgeregt, ob sie noch etwas Hühnerhaut erwarten, oder spüren sie die Veränderung im Licht - apropo Licht, jetzt bin ich in Position, aber wo ist jetzt der Mond???

Zu lange  herumgestellt - jetzt ist er weg - hinter einer soliden Wolkenbank - auch kein Stern mehr zu sehen und genug Wind, um das schnell zu ändern, gibt's auch nicht  - na, ja, aber er war da der rote Mond - für ein paar Sekunden habe ich ihn gesehen, so wie im vorigen März durch das Teleskop (aber da  war meine Kamera in Reparatur...).


Das Bild im Kopf steige ich wieder ins Bett und schlafe bald ein und träume weiter....


sieh ma, der Mondsieh mal, der Mond!

-  zum Trost  ein Bild von Klaus - schön wie ein Gedicht ....
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Unser Blog soll Ihnen die Gelegenheit geben, rund ums Jahr an den aktuellen Arbeiten auf unserem kleinen Gut in Südfrankreich teilzunehmen. Unsere Webseite stellt uns zwar bereits in drei Sprachen vor, aber wie viele Webseiten, ist sie eher statisch aufgebaut. Ein Blog  (es gibt ihn schon in Französisch: hier) erlaubt hingegen, viel spontaner, aktueller und auch weitläufiger über das, was wir tun, was uns bewegt und wofür wir uns sonst noch interessieren, zu schreiben.

Begleiten Sie mich also auf dem Weg durchs Winzerjahr. Hinterlassen Sie Ihre Kommentare oder stellen Ihre Fragen, damit aus diesem Blog ein lebendiges Kommunikationsmittel wird.

Ihre Iris Rutz-Rudel


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