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17 novembre 2008 1 17 /11 /novembre /2008 00:09
Weine der letzten EU-Beitrittsländer,  das ist das Thema, das uns Svetlana Kittke aus Berlin für diese 17. Weinrallye am 17. November gestellt hat. für mich hier im Süden Frankreichs, eine harte Nuss, denn ich kann mir kaum vorstellen, dass ich da bei örtlichen Weinhändlern fündig werden könnte - und auf billige Discounterware habe ich keine Lust.

Da ich aber als überzeugte Europäerin ein so schön internationales Thema nicht an mir vorbeigehen lassen konnte, habe ich mal scharf nachgedacht, den Ausweg verworfen, einfach die Tokaj-Verkostung aus der Vendée aufzuwärmen (obwohl die auch sehr interessant war, aber über diesen wohl seit langem bekanntesten Wein Ungarns berichten sicher noch andere Rallyeteilnehmer) und mich auf eine andere internationale Verbindung besonnen, die ich zur Hilfe rufen könnte.

Also habe ich Mike Tommasi um einen Gastbeitrag gebeten. Er ist bei französischen Weinbloggern nicht nur wegen seiner Webseite thewineblog.net  bekannt, einer internationalen Community Seite für Weinblogger, sondern vielen auch als unermüdlicher ehrenamtlicher Mitarbeiter und Mitbegründer von Slow Food France, dessen Convivium in der Provence Côte d'Azur er seit vielen Jahren leitet und zu einem der aktivsten gemacht hat.

Leicht hat er es mir nicht gemacht, denn als anglo-Italiener, der vor 18 Jahren mit seiner Familie aus Kanada nach Franrkeich kam, hat er mir den Text mal eben auf Englisch geschickt, den ich dann übersetzen und mit ein paar Illustrationen und  zusätzlichen Links versehen durfte.

Man findet ihn natürlich auch auf Facebook, wo ich mir sein Bild ausgeliehen habe, damit man weiß, wer mein heutiger Ghost(Gast)writer ist:-):



Wein aus Slowenien - von Mike Tommasi

.

Ich wüsste wenig über slowenische Weine, wenn es da nicht meinen Freund Tomaž Sršen gäbe, ehemaliger Bassist bei Martin Krpan, der slowenischen Top-Rockgruppe und heute der bekannteste Wein und Gastronomiekritiker des Landes, der auch den Führer durch die 100 besten slowenischen Restaurants geschrieben hat. Von ihm stammen auch einige der Kommentare weiter unten von Weinen, die wir zusammen verkostet haben.

Dank ihm habe ich so gute Top-Restaurants wie das der Familie Carman  Gostilna pri Danilu in Škofja Loka, ganz nah bei  Ljubljana, und Pri Lojzetu im Schloß von  Zemono im Vipava Tal kennengelernt. Er hat mir auch die Webseite über slowenische Weine empfohlen. Sloweinen


das einzige Land der Welt, dessen Nationalhymne ein Trinklied  (Zdravljica) ist.

Aufgrund meiner Tätigkeit bin ich ein häufiger Gast in Slowenien, aber vor allem Neulinge können kaum glauben, das dies einmal Jugoslawien war: der Lebensstandart ähnelt dem von Westeuropa, man ist Lichtjahre von den ehemaligen Sowjet-Satteliten entfernt, es ist das einzige Land des alten Ostblocks, das so schnell in die Euro-Zone aufgenommen wurde. Slowenien ist ein sehenswertes Land, wie die Schweiz mit Alpenpanorama aber dazu noch einem Teil der Adria-Küste mit ihrer tiefblauen See. Und, was noch besser ist: man kann hier wirklich gut essen, mit jungen Küchenchefs, die sehr kreativ sind und in der Lage, intelligent und mit viel Geschmack lokale Tradition und Innovationen in Einklang zu bringen.



Was den Wein betrifft und mit Frankreich verglichen, kann man in ein paar Stunden Fahrt von heißen Küstenzonen, die an Bandol erinnern über Burgund ähnliche Klimazonen im Vipava Tal schließlich in den östlichen Regionen sich schon in das Elsass versetzt fühlen.



Die westliche Region Primorje umschließt das küstennahe Koper und, meine Lieblingsgegenden, die kühleren Bereiche von  Brda und Vipava. Zu den  Koper Küstenweinen passt die Analogie zu Bandol und der Provence perfekt, bis hin zur  Burja (die in Triest Bora genannt wird) einem kalten trockenen und heftigen Wind, der meteorologisch dem Mistral sehr ähnlich ist.  Hier ist Rotwein-Land, dominiert von der Sorte Refosk. Ich kenne mich noch wenig im östlichen Bereich aus, in Podravje und Posavje, Rieslingland, wo es sogar Botrytis gibt, da habe ich für meine nächsten Besuche noch viel zu entdecken...

Goriska Brda ist die Fortsetzung der italienischen Collio Gegend, mit ähnlichen Rebsorten – Rebula ( Ribolla auf der anderen Seite der Grenze), Pinot Blanc und Gris, und das, was ich TGFKA nenne, die Rebsorte, die früher als Tocai bekannt war und nun gezwungen wurde, sich Furlanski oder so ähnlich zu nennen, um die ungarische Appellationen gleichen Namens zu schützen.



Im nahegelegenen Vipava Tal findet man die gleichen Reben, dazu Malvazija und die interessante Pinela. Es gibt natürlich auch den üblichen Chardonnay und den unvermeidlichen Cabernet Sauvignon, aber Slowenien entwickelt seine besten Terroirs mit lokalen Sorten weiter. Auf diesen frischen Lagen an den Ausläufern der Alpen findet man tief komplexe, frische, natürliche Weine, die von empfindsamen Winzern mit leichter Hand gemacht werden. Die weißen sind bemerkenswerter. Es ist klar, dass slowenische Winzer in engem Kontakt mit den revolutionäreren Winzern aus dem Friuli stehen, wie mit Radikon und Gravner, mit all denen, die mit leichterer Hand vinifizierte, frischere Weine mit wenig Schwefel und ohne andere Zusatzstoffe bevorzugen.
 
Einige Weine, die ich kennenlernen durfte:

Ein Schaumwein von Bjana, soweit ich weiß eine klassische Methode aus Pinot Noir. Aus einem Gut mit 3ha und geringen Ertragsmengen aus dem kühlen Klima Brda, mit hervorragender Säurestruktur und diskreten, feinen Perlen mit viel Eleganz.
 

Rebula 2003 von  Valter Sirk, auch aus der Goriška Brda Appellation. Rebula Trauben ergeben Weine mit Frucht- und Zitrusnoten.



Tokaj 2002 vom exzellenten  Edi Simčič ist einer meiner Lieblingsweine. Ich traf Alex Simčič in London, er stellte sich an diesem Abend vor, in dem er sagte, dass er glaubt, dass sich ein Winzer darauf beschränken sollte, die Natur zu begleiten, darauf zu achten, dass im Weinberg und im Keller alles gut verläuft, weil es eine Schande wäre, das Produkt einer guten Lage durch zu drastische Eingriffe zu verfälschen. Sein Wein ist der Beweis dieser Philosophie, der Tokaj ist intensiv, mit deutlichen Noten von Rosen und Lychies, tadellos ausgewogen und sehr fein.
 
Ein Duett aus Cabernet Sauvignon und Merlot von Edi Simčič, sehr feine und sparsame Holznote, komplex und sehr elegant, mit seinen 18€ besser als manche Super-Toskaner, die 10mal mehr kosten, luftig, ohne ekzessive Eiche, einfach köstlich.
 
Kras 1998 von Renčel, ein Süßwein aus luftgetrockneten Malvazija Trauben.

Valter Mlečnik - Rebula 2001, ebenfalls sehr von mir geschätzt, ein würziger, fruchtiger Tokaj.

Pinela 2006 vom Vipava Winzer Stekar. Pinela ist eine autochthone Rebsorte, die man nur hier im Vipava-Tal findet. Ein frischer, klarer, mineralischer Wein von elegantem Körper.

Miha Batič - copyright Tom Cannavan

Ich habe noch einige Flaschen Pinela 2004 von Batič in meinem Keller; auch diese sind ein gefälliges Beispiel für Weine aus dieser nur in Slowenien vertretenen Rebsorte.
 


Burja (nach dem Bora-Wind benannt). Im Winter ist die Burja eine Plage im Vipara Tal. Sie kann mit bis zu 200 km/h wehen! Deshalb sind die Dächer mit dicken Ziegeln gedeckt, die zusätzlich noch mit Steinen befestigt werden. Primož Lavrenčič vom Gut  Sutor hat eine hervorragende Cuvée geschaffen, die nach diesem Wind benannt wurde. Der Mischsatz aus Malvasia, Rebula (lokale Spielarten) und (Welsch-) Riesling Italico ist kraftvoll im Duft (exotische Früchte, Birnen und Limone), frisch und von schönem Körper. Im Abgang cremig und lang.


Pinot Noir von Marjan Simčič 2005, reiche Duftnoten: Waldfrüchte, intensives Aroma von schwarzen Johannisbeeren und Noten von schwarzem Pfeffer.

Aleš Kristančič, copyright Tom Cannavan

Der charismatische  Aleš Kristančič ist der “Star” unter den slowenischen Winzern. Sein Gut Movia wird allgemein hoch gelobt. Wir probierten den  Veliko Belo (Great white), ein Mischsatz aus  Rebula, Sauvignon und Pinot Gris, der vier Jahre (!) in neuen Eichenfässern gereift wurde. Der komplexe Duft (Melone, Pfeffer, tropische Früchte, Gras und Vanille) leitet über zu einer ausgewogenen Harmonie im Geschmack, voller Eleganz und mineralischer Frische.
 
 
Puro (pure…) ist eines von  Movia's Meisterstücken, ein traditioneller Schaumwein (ausschließlich Pinot Noir), der niemals degorgiert wurde. Das bedeutet, dass alle Rückstände noch unter dem Korken sitzen.

Movia erfand ein spezielles System, um die Flaschen zu öffnen und den Wein von den Hefen zu befreien... Die Flasche muss immer auf dem Kopf stehend aufbewahrt werden, selbst beim Transport, sodass die Hefen sich im Hals, nah am Korken absetzen. Dann steckt man die Flasche mit dem Hals nach unten in einen Eimer voll Wasser, öffnet den Korken unter Wasser, zieht die Flasche blitzschnell heraus und dreht sie um. Das ganze Sediment und ein wenig Wein bleiben im Eimer, während der klare Wein eingeschenkt werden kann. So hat man den reinen Weingeschmack im Glas, ohne Zusatzstoffe oder Versand-Likör. Kraftvoll und erfrischend.


die Weinberge von Movia copyright: Tom Cannavan



Das Gut von  Stojan Ščurek ist für seine natürlichen Chardonnays bekannt, leicht oxydatif aber sehr angenehm im Geschmack.                                           

Mike Tommasi



Ps von mir:
Ein besonderer Wein aus der Produktion von Ščurek heißt UP, was auf Slowenisch Hoffnung heißt, aber auch U.P. gleich "langsam genießen" bedeuten kann - womit der Kreis zu Slow Food wieder geschlossen wäre.

Das und viele weitere interessante Informationen über die hier genannten Winzer und einige andere findet man auch auf der sehr gut gemachten Seite des britischen Wein-Online-Journalisten Tom Cannavan, der mir die freundliche Erlaubnis gab, einige seiner Fotos aus einer zweiteiligen Serie (Teil 1), (Teil 2) mit dem Titel Slovenian eXtremes zu verwenden. Dort kann man auch zahlreiche Verkostungsnotizen zu weiteren slowenischen Weinen lesen.


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Published by Iris Rutz-Rudel - dans Weinrallye
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30 octobre 2008 4 30 /10 /octobre /2008 09:33


Aktionstag für den Einbezug des Internets in die  Liste der erlaubten Kommunikationsmittel über Wein und Alkohol, damit unsere Blogs in Frankreich nicht bald alle so aussehen
.

Mehr Information über die zugrundeliegenden Bedenken in meinem Artikel vom Juli dieses Jahres.
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Published by Iris Rutz-Rudel - dans Allgemeines
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24 octobre 2008 5 24 /10 /octobre /2008 17:41
pour la version en Français "Nos vins nouveaux": cliquer ici .

Nein, keine Angst, wir hier in Lisson haben uns nicht entschlossen, uns dem Heer der Nachahmer des Beaujolais Nouveau  oder Primeur anzuschließen, dieses schnellstens vergorenen und abgefüllten Weins, der jahrelang die Pariser Theken begeisterte und dann eine Zeit lang seinen Siegeszug rund um den Globus antrat, bevor er, korrumpiert von seinem Erfolg, durch mittelmäßige Qualität seinen Ruf und damit auch seinen Erfolg verspielte. 

Inzwischen haben sich vor allem im Süden Frankreichs zahlreiche Hersteller von Massenweinen auf eben diese Absatznische gestürzt, eine gute Möglichkeit, die Tanks mit frischem Wein schnell an den Markt zu bringen und so auf ebenso schnelles Geld zu hoffen. Schließlich liest man überall, dass der Kunde - und damit der Markt - nach primärfruchtigen, weniger alkoholisierten und leicht zu trinkenden Weinen dürstet. Da die typische Weinbereitung des Beaujolais, mit der Einmaischung ganzer Beeren und der anschließenden Kohlensäuremaischung in den Kooperativen des Languedoc-Roussillons schon lange auch für weniger eilige Weine praktiziert wird und als Halb-Kohlensäuremaischung auch gemischt mit maschinell geernteten Trauben leicht durchzuführen ist - und auch künstliche Aromahefen, speziell auf den gewünschten Geschmack des Endprodukts (englische Fruchtbonbons) hin entwickelt, dem Markt massenhaft zur Verfügung stehen, griff die Bewegung der "vins nouveaux" schnell um sich.

Lokale Feste, die wie in Olargues, die Kombination von Maronen und Vin Nouveau aus der alten Tradition wieder ausgruben, schossen wie Pilze aus dem Boden. Jede Kooperative und auch so mancher Einzelwinzer sprang auf den Zug, der noch vor ein paar Jahren auf vollem Erfolgskurs schien.

Dabei hatten die südlicheren Weine, immerhin auch bei höheren Ertragsmengen noch mehr von der Sonne verwöhnt als ihre nördlicheren aus der Rebsorte Gamay, die auch nicht zu den farbintensivsten gehört, den Vorteil, dank früherer Traubenreife und meist sehr technologischer Herstellungsweise oft schon 4 Wochen vor dem offiziellen Startschuss am dritten Wochenende im
November  des Beaujolais Nouveau auf den Markt gebracht zu werden also ab Mitte Oktober ...leider keine Qualitätsgarantie.

Auch und gerade beim Wein, einem natürlichen, lebendigen Produkt, der nicht schon im Weinberg mit der Chemiekeule abgetötet wurde, will gut Ding nun mal Weile haben.

Also kein "Lisson Nouveau"  noch vor Weihnachten, aber natürlich seit ein paar Wochen unser neuer Lisson, Frucht des Jahrgangs 2008, auf dem Weg  zu einem hoffentlich wieder großen Wein.


Noch vor zehn Tagen war dabei der Unterschied zwischen den  Mosten unserer zwei Tanks sehr deutlich.



Der zukünftige Pinot - den wir nur der Einfacheit halber so nennen, denn dieses Jahr wird er eine Assemblage aus den beiden Cabernets von Lisson, unserem Côt und dem Petit Verdot sein - eine nach unserer Ansicht glückliche Verbindung zwischen Bordeaux und Burgunder Rebsorten, wie man sie vermutlich nicht sehr oft in Frankreichs Kellern findet - zeigt fürs Auge schon alle Charakteristika eines (fast) fertigen Weins, mit tiefdunkler Farbe und deutlichen Schlieren. Er hat seine Zucker bereits in Alkohol umgewandelt und ist bereit, sponatan in die zweite (malolaktische) Gärung, bei der Apfel in Milchsäure umgewandelt wird und so ein natürlicher Säureabbau stattfindet, einzutreten.


Der Mourvèdre, den wir gut 4 Wochen nach dem Pinot geerntet haben, war noch voller Gäraktivität, als die Bilder genommen wurden, heftig damit beschäftigt, jeden Tag ein paar Gramm Zucker mehr zu transformieren (er hatte immerhin insgesamt gut 255 g/l zu verdauen).

Inzwischen hat er, was die Farbe angeht, den Pinot eingeholt - noch ein paar Tage und beide werden per Schwerkraft und nach einem kleinen Umweg über die alte Korbpresse den Weg in den Keller antreten, wo sie ihr noch junges Leben in aller Ruhe in den Barriques weiterführen werden und wo ihnen ihr erster Winter bevorsteht, der zur weiteren Klärung des Saftes beitragen  wird.

Einen anderen Primeur wird es allerdings dann doch aus Lisson geben: nämlich unser Primeurangebot - das Reservierungsangebot für den Jahrgang 2007, der seinen zweiten und letzten Winter im Keller beginnt - sowie das Verkaufsangebot für die sehr wenigen Exemplare unserer "Cuvée Unique 2006", die seit diesem Frühjahr schon auf Flaschen im Keller weiter reift.

Wer möchte, kann uns bereits jetzt sein Interesse an der neuen Broschüre melden und dann zu den Erstinformierten zählen - von der Cuvée Unique 2006 wird es nur jeweils 3 Flaschen pro Bestellung geben können.
(und die werden sehr deutlich über 5 Euro liegen, fürchte ich...)

Email an: lisson(Klammeraffe)wanadoo.fr genügt.

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Published by Iris Rutz-Rudel - dans Kellerarbeit
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18 octobre 2008 6 18 /10 /octobre /2008 12:25
Theo von gumia hatte es ausgerufen, das neue Ziel-Thema der 16. Weinrallye  : Weingenuss im Restaurant.  

"Welcher Wein kommt auf den Tisch, wenn Ihr ausgeht? Welchen Wein trinkt Ihr, ob nun zum feinem Menü im Restaurant, ob in geselliger Runde im Bistro oder Weinstube?" wollte er von den Teilnehmern wissen - und lange Zeit sah es so aus, als würde mein Beitrag dem von Niko nicht unähnlich eher von meinen Weinleiden in den umliegenden Restaurants handeln....

Wie schon in meinem Kommentar zu Theos Aufruf erwähnt und von Theo als Augenzeuge auch bestätigt, greife ich rein aus Verzweiflung beim Anblick der meisten Weinkarten unserer Restaurants und Bistros im schönen Orb-Jaur-Tal im Hinterland des Languedoc glatt  zu Gerstensaft, wenn ich nicht gleich bei Wasser bleibe...

Die Auswahl ist zwar lokal, aber sehr bescheiden und meist eher vom für den Gastwirt günstigsten Preis bestimmt, als von Überlegungen, die auf den Genuss des Gastes abgestellt wären.  Auch wenn man hier nur selten oder nie über unerschwingliche Preise für Weine klagen kann - meist übersteigt keiner der angebotenen Weine die 20 bis 25 Euro-Grenze - so läßt es den Fachmann doch verzweifeln, wenn er auf allen Karten die gleichen Weine,findet, die im Einkauf für den Restaurateur wohl selten teurer als 3 bis 4 Euro waren.  Die garantieren dann, auch bei einem Koeffizienten von 3 bis 4 noch eine satte Gewinnspanne für den Wirt, sind meistens auch trinkbar und für das Potemonnaie verträglich, aber mit Genuss haben sie doch meist wenig zu tun.

Und den suche ich nun mal auch, wenn ich ins Restaurant gehe. Gutes Essen und gute Weine gehören ja zu meinem Alltag, auch Freunde und Geselligkeit rund um einen reich gedeckten Tisch  kann ich zu Hause erleben - also erwarte ich beim Restaurantbesuch das kleine "plus", die Überraschung, die Entdeckung für Auge und Gaumen und nicht "the same procedure as everywhere..."!

Soweit also meine Bilanz der letzten Jahre und zahlreicher vergeblich Versuche, ein solches kulinarisches Erlebnis, an das man sich gerne erinnert, unabhängig vom Preis, von dem man anderen erzählt und das Lust auf Wiederholung macht, zu haben.link

Der Tag der Weinrallye sollte aber mein Glückstag sein! Liebe Gäste aus Spanien, die ihre kurzen Urlaubstage mit einem Besuch im Restaurant bereichern wollten - in der seit Ende August hier eingeläuteten Nachsaison der geschlossenen Türen zusätzlich eine echte Herausforderung! - veranlassten mich zu langem Nachdenken und vielen vergeblichen Telefonaten (das Adonis Rouge, von dem ich hier berichtete, hat leider inzwischen Konkurs anmelden müssen, die Auberge nah des Salagou bereitete sich schon auf den Jahresurlaub vor, unsere Winzerfreunde von der Ferme-Auberge Borie de la Vitarèle akzeptieren nur größere Gruppen und auch für die Auberge de la Jasse in Douch war keine aktuelle Telefonnummer mehr zu finden...).

Die Erinnerung an sehr positive Kommentare von Freunden und ein Blick ins Internet ließen dann Hoffnung aufkeimen: da gab es doch seit zwei der drei Jaren eine neues kleines Restaurant, gar nicht so weit weg und schon lange auf der Liste der Orte, die wir mal erkunden wollten: L'Ocre Rouge irgendwo in den schmalen Gassen von Hérépian, dass wir meistens nur schnell auf dem Weg zum Einkaufen in Bédarieux durchqueren und von dem man so, außer seinen drei Kreisverkehren, jedes Jahr ein neuer, nur wenig kennen lernt.

Roter Ocker, der Name klingt vielversprechend, warm, erinnert an die Fassaden der kalkverputzten Häuser in Bédarieux und an eine lange zurückliegende Fahrt zu den Ockerbrüchen von Roussillon nahe Apt... Vielleicht genau der richtige Ort zum Abschluss eines Tages, der uns schon durch die tote Landschaft der "Ruffes" rings um den Lac de Salagou geführt hatte, den die Weinrallyeteilnehmer spätestens seit meinem Beitrag zu den Vulkanweinen 
kennen.


Und so komme ich jetzt endlich zum Genuss... Schon der fürs Auge, denn das Restaurant liegt zwar versteckt in den schmalen Gassen, aber die führen auf einen typischen Dorfplatz vor der Kirche, mit steinerner Fontaine und alten Bäumen. Man tritt in den einzigen Gastraum, ein großes, nicht zu hohes altes Kreuzgewölbe und fühlt sich gleich wohl.

Vielleicht 15 Tische, rund oder oval, großzügig verteilt im Raum, um genug Privatsphäre zu ermöglichen, ohne sich isoliert zu fühlen, weiß gekalktes Deckengewölbe, das durch seine Dichte die Akustik angenehm diskret hält und ringsum bis in Hüfthöhe in warmen Ockertönen gestaltete Wände und sparsame Dekoration, die diese Farben aufnimmt und unterstreicht.

                                                                               

Thierry und Marion Deloulay haben hier den passenden Rahmen zu ihrer Philosophie des Genusses gefunden:

Une philosophie du bien manger...

Eine Philosophie des guten Essens...

Gemeinsam genießen! Genuss, etwas zu entdecken, sich vorzustellen, etwas zu erschaffen und schließlich den Genuss, Sie bei uns zu empfangen, Sie kosten zu lassen...

Etwas miteinander zu teilen.

Und sich Zeit nehmen, seine Zeit, auch die, einmal ein wenig davon zu verlieren.

Selbst wenn die Technik wichtig ist, so sollte sie doch diskret bleiben, durchschaubar, die Küche nicht zum Spektakel machen, sondern sich auf das Wesentliche konzentrieren, das Produkt, von Menschen gemacht, vom Boden genährt und vom Klima geprägt.

Ich bin nur ein Sprachrohr, ein Vermittler des Geschmacks.

Sie werden also hier genährt, wie man eine Freundschaft nährt, möge dabei zwischen Ihnen diese Spur von Menschlichkeit entstehen, die die Zivilisation ausmacht.

Wie kann man Genuss im Restaurant besser definieren, wenn, ohne das Schlagwort zu benutzen, die Definition des Kochen schon die des Terroirs in sich trägt, das auch die Arbeit eines jeden guten Winzers bestimmt.

Und so wird auch die regional orientierte, gut ausgewählte Weinkarte vorgestellt:

Wir haben alle Weine, die wir anbieten, persönlich (in Maßen) gekostet und ausgewählt.
Alle haben einen originellen Charakter, Spiegel der Lage, aus der sie stammen und der Persönlichkeit dessen, der sie macht.
Jeder paßt perfekt mindestens zu einem der Gerichte auf der Karte.


Thierry Deloulay steht in der Küche, Marion empfängt, berät - ebenso gut beim Essen, wie beim passenden Wein und serviert - freundlich, effizient und diskret (und bringt sogar schon mal das Haustelefon an den Tisch, wenn ein Anrufer nach der kleineren der beiden Frauen am Tisch des Mannes mit dem dicken Bart verlangt, die mit der Brille...:-).

Die Menus, von 24 € bis hin zu 42 €, tragen die Namen regionaler Rebsorten, von Cinsault über Grenache zu Syrah.

Die Preise der Weine sind vernünftig, ein roter oder ein weißer im Glas für 2 Euro - auf der Karte eine schöne Auswahl guter Winzer aus dem Orbtal, Faugères und Saint Chinian, von denen meiner Erinnerung nach keiner die 30 € Marke überschreitet. Die Preise im Schnitt nur 10 Euro höher als ab Gut - rechnet man den Restaurateurtarif der Kollegen ein, also höchstens 150%  Aufschlag,  eine sanfte Marge, im Vergleich zu den meisten anderen Etablissements (s.o.).

 

Getrunken haben wir an diesem Abend zwei Weine: der als Aperitif gewählte Viognier , Les Aires 2006, der Domaine Clovallon in Bédarieux überraschte meine Freunde durch seinen vollmundigen Geschmack und seine intensiven, sortentypischen Aromen - er setzte sich auch durch seine gute Säurestruktur erfolgreich gegen die als amuse bouche servierten Oliven in pikanter Knoblauchtunke durch und begleitete dann ebenso elegant das Tartare de poissons du jour, coulis tomates fenouil citron als auch meine Crème brûlée au lait de céleri et tuile parmesan, selbst zum Hauptgericht - Noisettes de porc à la réglisse,compotée de pommes aux épices - hätten wir dabei bleiben können.




Um noch ein wenig Abwechslung in die Weine zu bringen, bestellte ich einen roten 2003 von La Conque,  ein kleines Weingut in 550 Metern Höhe, dessen Besitzer, Nicolas und Manu Chavanne, hier vor ca 10 Jahren Syrah, Merlot und Cabernet Sauvignon anpflanzten. In unberührter Natur und ohne Einsatz von chemischen Spritzmitteln - in manchen Jahren durch das kühle Mikrolima dieser Senke (conque) mitten im Wald gezwungen, sehr (oder zu) lange auf die volle Reife ihrer Trauben zu warten, in guten, warmen Jahren, wie 2003 aber im Vorteil durch eben dieses kühle nächtliche Klima, dass aromatische Reife unter Erhaltung einer eleganten Säurestruktur ermöglicht.


Die Weine werden natürlich ausgebaut, ohne Zusatzstoffe, wenn man die beiden Winzer kennt, versteht sich das von selbst... Die dichte, fast schwarze Farbe im Glas und der komplexe fruchtige Duft bereiten schon auf die Geschmacksexplosionam Gaumen vor: schwarze Johannisbeeren, Pflaumen, würzig und dicht, sehr lang anhaltend, ein Wein mit "mache", also auch etwas zu kauen - nicht süffig sondern raumgreifend - kein idealer Begleiter zur exzellenten Auswahl gereifter Käse (der Roquefort: ein Traum), wie uns Marion ehrlich warnte, aber dann wieder ein idealer Begleiter zum Moelleux de chocolat in der Dessertauswahl à la carte... es handelt sich übrigens um einen Vin de Table.


Resumé: ein Abend, der mich mit der Gastronomie unseres Tals versöhnt hat: ein angenehmes Ambiente, freundliche, kompetente Bedienung, frische, erstklassige Produkte, gut zubereitet und liebevoll serviert, durchgängige Qualität vom Entrée bis zum Dessert und endlich die Möglichkeit, das auch mit einem passenden Wein zu begleiten - was will man mehr!

Eine Adresse, die ich weiterempfehlen kann, aber vor allem ein Ort, an den ich sicher zurückkehren werde - gerne auch mit Kunden, denn ich habe die Hoffnung, dass die Besitzer bereit sein könnten, mir als Winzerin zu erlauben (gerne auch gegen Korkgeld), meine eigenen Weine mitzubringen, um sie hier in einem angemessenen Rahmen beim Essen vorzustellen...

Ps:
Die Weinkarte wurde auf den Tisch gelegt, während wir in der Menukarte wählten, also konnte sie sich der nehmen, der sich dafür kompetent fühlte, unabhängig vom Geschlecht... und nachdem ich die Bestellung übernommen hatte, wurde selbstverständlich auch mir der Probeschluck eingeschenkt -
eine elegante Art, den Gästen die Wahl zu überlassen und jede Diskriminierung zu vermeiden.

2. Ps
und leiser Seufzer:
Als bekennende Raucherin muss ich hier doch noch ein kleines B-Moll hinzufügen: mir fehlt - so nach dem Käse und vor dem Dessert doch die Genusszigarette, bei der man sich entspannt zurücklehnt und mit den Tischgenossen weiter philosophiert  - über das genossene Essen, den Wein, Gott und die Welt ... die Alternatie, dafür kurz vor die Tür zu gehen und sich dort im Stehen an seiner Zigarette festzuhalten, die man in echter Junki-Manier wegpafft - fröstelnd und mit leichtem Schwindel im Kopfe - ist keine Alternative - also habe ich sie mir verkniffen, aber sie hat mir schon gefehlt... (Schließlich dauert ein Besuch im Restaurant in Frankreich in geselliger Runde selten weniger als 3 Stunden - man ist ja nicht in der Kantine).




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Published by Iris Rutz-Rudel - dans Weinrallye
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4 octobre 2008 6 04 /10 /octobre /2008 18:06
Es ist wieder einmal geschafft: wie haben die letzten Trauben dieses Jahrgangs, vor 4 Tagen geerntet die in den letzten Wochen endlich von einem traumhaften Herbstwetter mit zwar kühlen Nächsten, aber sonnigen, trockenen Tagen profitierten.

Wie üblich handelte es sich um unsere Rebsorte  Mourvèdre, eine spätreife Sorte, die eine lange, trockene Nachsaison mit viel Sonnenschein benötigt, um ihre volle Reife zu erlangen.

Und nach drei Nächten, in denen wir nun wieder ruhiger schlafen konnten als in den Wochen davor, finde ich auch wieder die Ruhe und Muße, über die Ernte 2008 zu berichten.

Selbst wenn sich im Weinberg wie in der Natur kein Jahrgang gleicht, so war 2008 doch ein merkwürdiges Jahr.  Man konnte das ganze Jahr über die Klagen der französischen Winzer lesen (mit Ausnahme derjenigen des Roussillon - das diesmal durch sein extrem trockenes Klima eine Sondrstellung hatte)   die Wechselhaftigkeit und die Kapriolen des Wetters stellten alle auf eine harte Probe.

Und selbst wenn bei uns im Hinterland des Hérault der Beginn der Saison weniger nass und durchtränkt war, als in Bordeaux oder der Champagne, auch wenn wir nicht unter Frost zu leiden hatten, wie im Westen Frankreichs, so war das Klima im Frühling doch feuchter und kühler als normal, was die Blüte teilweise behinderte und bei vielen Rebsorten zu starkem Verrieseln führte.  Daraus resultierten weniger kompakte Trauben, da sich nicht alle Beeren ausbilden konnten - Nachteil: eine geringere Erntemenge - Vorteil: eine bessere Durchlüftung der Trauben, also bei scglechten Witterungsbedingungen geringeres Fäulnisrisiko.

In allen Weinbauregionen Frankreichs war allerdings in diesem Jahr der falsche Mehltau (Perenospona) allgegenwärtig, der durch Regen und anschließend andauernde Durchfeuchtung der Blattzonen gefördert wird. Wir konnten auch bei uns auftretende Herde durch eine Kupferkalkspritzung   im Juli stoppen. Die Pilzkrankheit vernichtete allerding doch   einige Traubengescheine, die im unteren Bereich der Hanglagen  nicht vom sonst in unserem Weinberg üblichen Mikroklima profitierten,  also weniger schnell abtrocknen konnten. Die gute Exponierung in Bezug auf Wind und Sonne am Hang erlaubt es uns normalerweise, das Risiko einzugehen, nur sehr selten zu Kontaktspritzmitteln zu greifen (die immer nur aus Kupferkalk und Schwefel bestehen - da aber auch Kupfer im Boden nur schlecht abgebaut werden kann, versuchen wir, jährlich nicht mehr als maximal 2 kg Kupfer pro Hektar zum Einsatz zu  bringen).  Resultat dieses Problems: da unsere Reben durch den rigorös kurzen Rebschnitt eh nur wenige Trauben tragen, sorgte der zusätzliche Ausfall dazu, dass ein Ausdünnen der Trauben durch die sogenannte "Grünernte", die wir manchmal im Sommer durchführen, nicht notwendig war.

Im Endeffekt erholte sich aber das Weinlaub sehr gut von dem ersten Befall und die Reben entwickelten weiter ein gesundes Wachstum mit viel Grün bis zur Ernte, das wieder eine gute Reife ermöglichte. Regen, der auf unseren kargen Hängen im Sommer sonst eigentlich von Zeit zu Zeit sehr willkommen ist, wenn er nicht zu heftig und weiträumig verteilt fällt, gab es auch weiter im Sommer, zum Glück aber immer gefolgt von kräftigem Nord-Westwind. Da unsere Böden durch ihre natürliche Dauerbegrünung gut vor Erosion geschützt sind, hatten wir keine Schäden - nur etwas mehr Arbeit als sonst, um die Weinstöcke mehrmals durch sorgfältigen Einsatz der Motorsense vor einer zu starken Konkurrenz unserer zahlreichen Kräutern zu schützen, die zwar auch den Reichtum der Lagen ausmachen, bei Gängen durch die Rebzeilen ihren würzigen Duft verbreiten, aber eben auch nicht überhand nehmen sollten.

Wir hatten Glück mit dem Hagel, der im Gebiet von Faugères (30 km Luftlinie) 300 ha kurz vor der Ernte vernichtete. Die Pinottrauben, die wie alle anderen Sorten zunächst einen Entwicklungsrückstand von 10 bis 14 Tagen im Vergleich zum Vorjahr aufwiesen, holten diesen im Laufe des Sommers auf und waren fast zur gleichen Zeit wie sonst erntebereit (Anfang September).

Auch die anderen Rebsorten (die zwei Cabernetsorten, Côt, Merlot und petit Verdot) lagen nach dem schönen Wetter ab 5. September mit ihren Erntedaten in der dritten und der vierten Septemberwoche durchaus im Durchschnitt vergangener Jahre.  Leider hatten hier einige traubenhungrige Dachse den Weg unter dem Elekrozaun hindurch gefunden und richteten doch erheblichen Schaden an. Zum Glück erwiesen sich die Zäune aber als wildschweinfest, so dass diese großen Schädlinge diesmal ihren Frust nur auf den Wegen und in den umliegenden Terrassen austoben konnten - was sie auch ausgiebig taten...

Die einzige Rebsorte, auf die wir in diesem Jahr länger warteten (und aufgrund des guten Wetters auch ruhig warten konnten, siehe oben), war der Mourvèdre. Und so war er es, der am meisten von Sonnnenschein und angenehm kühleren Nächten der letzten drei Wochen profitierte. Die Trauben, die nun im Tank eingemaischt sind, waren von exemplarischer Gesundheit und der Saft, der nach unserer Mostwaage potentielle 15° Alkohol aufwies, wird bald von seinen natürlichen Hefen gesteuert in Gärung treten....

Insgesamt war es ruhig im Weinberg während dieser großräumig verteilten Erntetage 2008. Wir hatten uns dafür entschieden, in ganz kleiner Besetzung zu ernten - zu zweit - da in diesem Jahr zu keinem Zeitpunkt eine besondere Eile aufgrund von Schlechtwetterprognosen geboten war, die sonst oft der Grund sind, die "Hilfstruppen" zu rufen.

Das hat den Vorteil, dass ich die Arbeit der Traubenauslese, die sonst oft erst vor dem Einmaischen im Keller abläuft, diesmal direkt im Weinberg vornehmen konnte, ohne ernst neuen oder unerfahreneren Erntehelfern erklären zu müssen, woran man eine "gute" von einer "schlechten" Traube unterscheidet.  (Normalerweise gebe ich die Devise aus: was man nicht ins "Kröpfchen" tun wollte, sollte man auch nicht ins "Töpfchen" werfen).  Oft haben unsere Helfer angesichts der sowieso meist schon so geringen Erntemengen Skrupel, nicht ganz einwandfreie Trauben einfach zu Boden zu werfen und lange Reihen für einen Eimer oder eine Kiste abzulaufen.

Also diesmal keine zusätzliche Auslese " sur table" wie ich ihn im letzten Jahr beim Pinot durchführen musste.

Beim  Ablauf unserer Handlese in den kleinen 12 kg fassenden Kisten ist der Transport hinunter zum Haus mit dem Rampi-Car (unserer kleinen, handgesteuerten Kettenraupe) immer eine kleine Reise. Der Blick auf die Landschaft und über die Täler ist eine willkommene Erholung, wenn man beim Traubenschneiden mal den Rücken dehnen muss und entschädigt für einige Schmerzen (die Erde  liegt tief  - la terre est basse - wie die Bauern hier sagen - und unsere in ca 35 cm vom Boden geformten Rebstöcke liegen scheinbar noch tiefer...). Für die entsprechenden Bilder kann ich jetzt schon auf die Archive aus drei Jahren Blog von Lisson verweisen. In über 180 Artikeln erzählen sie von unserer Arbeit, unseren Problemen und Freuden und erlauben es, auch die Ernten seit 2005 zurück zu verfolgen.

Die Artikel über die Weinernten der Jahrgänge   2005 und 2007 findet man in der Kategorie : im Weinberg in der linken Spalte dieses Blogs. 

Eine kleine Diaschau mit Bildern der Weinernte 2008 finden sie   hier.


sie können auf das Bild klicken, um es größer zu sehen

Aber doch noch ein Bild zum Abschluss - ich habe es an dem Nachmittag aufgenommen, an dem ich alleine den petit Verdot im Clos des Cèdres geerntet hatte - und versprochen, ich werde auch die Geschichte von dem ganz speziellen Erholungsspaziergang, der mich auf diesen fantastischen Aussichtspunt führte, nachliefern!




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Published by Iris Rutz-Rudel - dans Arbeit im Weinberg
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18 septembre 2008 4 18 /09 /septembre /2008 15:54
Ja, ich muss es einmal aufschreiben:

Ich liebe Wolfgang Siebeck

- jedenfalls Alles, was er jeh über die Bedeutung von Qualität bei den Ingredienzien guten Essens geschrieben hat.

Und dass er das nicht erst seit gestern tut, kann ich als Abonnentin von jetzt wohl locker 38 Zeitjahrgängen beurteilen!

Und so habe ich vermutlich auch schon seine erste Restaurantkritik in der Zeit von 1970 gelesen, selbst wenn ich mich heute nicht mehr daran erinnern kann - im
best-of von Zeit-Online heute nachzulesen.

Ich bin vermutlich nie in einem der von ihm beurteilten Restaurants eingekehrt, habe nie einen von ihm hochgelobten Wein getrunken (zumindest nicht wissentlich) und habe auch nie eines seiner Rezepte nachzukochen versucht (wohl mal eins gegessen: das Irish Stew dass ein Musikerfreund aus Hamburg uns hier im Süden mal serviert hat, es schmeckte so gut, dass ich mir das Rezept habe aufschreiben lassen -  kein Wunder, bei unseren guten Schafen aus den lokalen kleinen Herden).

Aber ich habe sicher kaum eine seiner Kolumnen verpasst, egal, ob sie im Hauptteil, im Zeit-Magazin oder heute in Zeit-Leben erschienen sind. Und schon viele Male bei meinen Arbeiten im Weinberg im Kopf einen Leserbrief an ihn verfasst, in dem ich meine Freude über seine Beiträge und häufig meine Zustimmung zu seiner Parteinahme für authentische Produkte und gesunden
Hedonismus zum Ausdruck bringen wollte.

Geschrieben wurden die dann nie - er bekommt vermutlich schon genug davon. Aber an seinem 80. Geburtstag war es jetzt Zeit, es einmal öffentlich auszusprechen:

Herr Siebeck,
Sie haben mich samt Frau und Katze Frau Hoffmann durch so viele Jahre meines Genusslebens begleitet, mir so viel Freude  bereitet, mich oft schmunzeln lassen, Ihre Arroganz hat mich nie gestört, dass ich Ihre Ansicht über Hausmannskost nicht teile, hat meiner Liebe zu Ihnen keinen Abbruch getan und das seit einigen Jahren bei ihren Kollegen modische Siebeck-bashing hat das Interesse, mit der ich Ihre Kolumne lese, nicht geschmälert.

Herzlichen Glückwunsch und hoffentlich noch viele Jahre Rendez-Vous in der Zeit!

à votre Santé!



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Published by Iris Rutz-Rudel - dans gelesen oder gehört
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17 septembre 2008 3 17 /09 /septembre /2008 16:57
Werbung für Alkohol oder deren Einschränkung oder gar Verbot sind in den letzten Wochen erst in Frankreich und nun auch in Deutschland beliebte Blogthemen.

Dahinter stehen sicher nicht nur die Interessen der Internet-Weinjournalisten, die bei einem Werbeverbot ihre Felle durch entsprechende Werbeeinnahmen ihrer Seiten davonschwimmen sehen, sondern - zumindest in Frankreich, wo entsprechende Verbote die Kommunikation über Wein ja schon seit gut 17 Jahren stark einschränken, auch die Bemühungen einer wachsenden Zahl von Winzerbloggern, die im Internet eine kostengünstige und der Größe ihrer Struktur angepasste Möglichkeit entdeckt haben, in direkten Kontakt mit ihren Kunden und anderen Weininteressierten zu treten, die ja nicht alle im näheren Umkreis der Güter wohnen.

Informationen rund um ein Gut, seine Philosophie, seine Kultur- und Kellerpraktiken und die Menschen, die dahinter stehen, können so kontinuierlicher, weitreichender und direkter vermittelt werden, als auf anonymen Weinmessen mit normierten Ministänden. Die Aussagen sind umfassender und persönlicher als in einer oft zu teuren Anzeigenkampagne und man ist nicht auf die immer seltener werdenden, da nach Aussagen von Branchenvertretern (editorial Geiz ist Dumm) immer schlechter bezahlten Fachjournalisten der wenigen, verbleibenden Weinzeitschriften angewiesen, die oft doch nur den Mainstream der bekannten Namen und Appellationen bedienen.

Und für die Kontakte, die man sich als Winzer wünscht, mit Weinliebhabern, die selbst vorbeikommen und Fachhändlern, die auch mal einen unbekannten Winzer in ihr Sortiment aufnehmen, selbst wenn er sich nicht über die Niedrigpreisschiene in ihr Herz geschlichen hat, ersetzt ein gepflegter Blog alle Newsletter per Post und erlaubt es, ganzjährig "seinen" Wein vom Weinberg über den Keller bis in die Flasche zu verfolgen.

Wenn beim Bloggen noch ein reger Austausch mit Berufskollegen, wie hier in Frankreich, entsteht und auch private Weinund Winzerblogger aus der so viel verschrieenen Anonymität des Webs heraustreten und es zu "echten" Begegnungen kommt - und der Winzer Spass am Schreiben hat - sind alle Parameter vertreten, um trotz der scheinbar immer gleichen Ingredenzien auch nach nunmehr 3 Jahren einen jeweils individuellen Blogjahrgang zusammen zu stellen.

Das alles bewegt sich in Frankreich dank des inzwischen auch in Deutschland bekannten Loi Evin in einer legislativen Grauzone. Der französische Senat konnte sich angesichts der Proteste der Anti-Alkohol-Lobby  nicht dazu durchringen, Kommunikation über Wein im Internet wenigstens für Winzer freizugeben - selbst im Rahmen der stark einschränkenden Bedingungen der für Presse und TV geltenden Regelungen. Das Medium ist zu populär bei der Jugend ist eins der Hauptargumente - ob das auch für Wein- und Winzerblogs gilt, ließe ein Blick in das, was wir im allgemeinen schreiben, mich eingentlich stark bezweifeln - das Thema wurde aber wohl in dieser Hinsicht auch noch nicht untersucht...

Und so stecken viele von uns den Kopf in den Sand, hoffen, dass man sie da nicht sieht und sie so lange weiter machen können, wie es eben geht. Vielleicht wird auch die schleichende Selbstzensur um sich greifen



 - und so wurde ich Ihnen zum Beispiel besser nicht erzählen, wie sehr es mich gefreut hat, vor ein paar Tagen einen  (französischen) Vater mit zwei halbwüchsigen Kindern in Lisson zu Gast zu haben, der nach dem  obliganten Rundgang über den Weinberg (gesunde andertalb Stunden bergauf zu Fuss - viel frische Luft, ungespritzte Brombeeren und Feigen unterwegs - Blick auf eine atemberaubende Landschaft und eine kleine Ahnung davon, wieviel Knochenarbeit in so einem Gelände steckt und nötig ist, um die jetzt noch an den Stöcken hängenden, gesunden Trauben am Ende eines Jahres zu ernten) - einem Blick in Gärkeller und Barriquekeller (was darüber aufklärt, wie gering die Ausbeute einer qualitätsorientierten Produktion im Vergleich zu den Weinfabriken der Küstenebene sein kann), ausdrücklich um eine Verkostung auch für die Teenis bat, die er ihnen als Premiere versprochen hatte. Das erste Mal - ganz schön viel Verantwortung!


Die Wahl fiel auf einen Jahrgang, der nicht zu taninbetont und damit leichter zugänglich ist. Gelernt haben sie, zunächst die Farbe zu erkunden, dann die gekonnte Drehung des Inhalts im Glas - wobei mir zum ersten Mal bewußt wurde, dass man das sowohl rechts- wie linksrum betreiben kann:-) - dann die Erkenntnis, welche Veränderung das bei der Wahrnehmung der Aromen in der Nase  bringt - für die beiden eine neue Entdeckung, die sie erst mal eine ganze Zeit beschäftigte. Danach ein kleiner Mund voll - auf der Zunge halten, mit den charakteristischen Geräuschen belüften, nach hinten schnuppern - auch beim Geschmack spielt der Geruchssinn ja eine sehr große Rolle - ja und dann riet ich schlicht zum Ausspucken, um sich den Spaß an der Entdeckung nicht durch den ja auch enthaltenen Alkohol zu verderben.

 Die Anregung wurde dankbar aufgenommen - handelt es sich im Mund von Ungeübten ja doch noch um gewöhnungsbedürftige Geschmackseindrücke. Länge kann man auch so noch nachprüfen und der Duft am Boden eines geleerten Glases sagt oft sehr viel über die Qualität eines Weins. Die Zeit reichte nicht mehr für einen zweiten oder dritten Wein, der andere Aromen betont hätte, Fachsprache blieb außen vor. Was sie wohl mitgenommen haben, ist die Erkenntnis, dass Genuss Zeit braucht, alle Sinne beteiligt und guter Wein wohl nicht die passende Droge für's binge-drinking ist.

Käme ich für diesen nicht geschriebenen Bericht jetzt bei der Jugendschutz- und Anti-Alkohol-Lobby auf den Index?  Kann sein - persönlich war ich nach dieser kleinen Episode eher stolz und glücklich - und mitgenommen haben sie für das abendliche Rockkonzert eine Tüte mit Feigen, Tafeltrauben und Weinbergpfirsischen
aus unserem Garten - damit die Vitamine stimmen und die Geschmacksnerven nicht verlernen, was Fruchtcharakter in seinem reinen Ausdruck bedeutet.




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Published by Iris Rutz-Rudel - dans Essen und Trinken
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16 septembre 2008 2 16 /09 /septembre /2008 12:00
  GotoRio - die etwas andere Reiseseite im Internet , die über alle Orte schreibt - außer Rio, hat passend zu ihrem Thema zur 15. Weinrallye aufgerufen:

"Urlaubsweine, Urlaube und Weine, Weine und Urlaub"
und die Blogautoren definieren ihr Thema recht breit:

"Wir wünschen uns aus dem Urlaub mitgebrachte Weine, aber genauso Urlaubserlebnisse, die mit Wein zu tun haben und Weinerlebnisse, die mit Urlaub zu tun haben. Oder vielleicht ein Tropfen, der so gut ist, dass er den Urlaub ersetzt? Auch Berichte von Reisen in Weingebiete würden unser Herz erfreuen."

Wein
ist zwar auch das Thema dieses Blogs, Urlaub kommt aber leider seit Jahren eher selten in Betracht. Natürlich haben in früheren Jahren Kurzreisen auch immer automatisch zum Besuch bei einem Winzer geführt - die letzte liegt aber schon sehr weit zurück, auch wenn ich
hier schon einmal über den Winzer und seine Weine berichtet habe.

Auch Besuche bei regionalen Winzerkollegen sind natürlich auch immer ein wenig wie Urlaub und haben entsprechend schon
Spuren auf meinen Blogs hinterlassen, wie sich leicht an meinen Beiträgen zur französischen Weinrallye, den Vendredis du Vin, ablesen läßt.


Weinerlebnisse, die mit Urlaub zu tun haben
- damit kann ich dann doch noch etwas anfangen.

Auch dieses Erlebnis liegt zwar mit Anfang Mai 2008 schon wieder viel zu weit zurück - aber die Erinnerung frische ich immer wieder gerne beim Anblick meiner mitgebrachten Fotos auf...

Nach Abschluss des
Winterschnitts und  ersten Säuberungsarbeiten im Weinberg und vor einer lange anstehenden Renovierung zu Hause war es Ende April Zeit für einen Tapetenwechsel.

Es war schon lange mein Traum, mal wieder ausgiebig mit Menschen am Tisch zu sitzen, denen ich nicht mit meinem besonderen Verhältnis zum Inhalt meines Glases auf den Geist gehe, die mein Vergnügen, teilen über diesen Inhalt zu reden, über seine Herkunft, seine Geschichte und seine Entwicklungsmöglichkeiten zu spekulieren - ihm eben all die Zeit zu widmen, die er meiner Ansicht nach verdient, wenn er nicht aus der industriellen Massenproduktion stammt...

Und da bot sich - Internet  sei Dank - spontan die passende Gelegenheit. Philippe Rapiteau, in Frankreichs Weinbloggerkreisen bekannt als Autor des Blogs
La Pipette aux quatre Vins rief zur 5. Ausgabe der Re-Ve-Vin Rendez-vous Vendéen du Vin auf.

Eine Veranstaltung in S
aint Jean des Monts, einem  kleinem Badeort an den langen Sandstränden der Vendée, seiner Heimatgegend - absolut ohne kommerziellen Hintergedanken organisiert von zwei Weinliebhabern, wie man sie am liebsten trifft: weltoffen und erdverbunden, engagiert und immer bereit, ihre Entdeuckungen in geselliger Runde  zu teilen.


Unterstützung fand er bei Philippe Gaillard, einem anderen Weinverrückten, der seine Passion als Weinhändler und Restaurantbetreiber im
Chai Carlina zum Beruf gemacht hat und  - selbstlos - seine Räumlichkeiten zur Verfügung stellt und auch gerne für das leibliche Wohl sorgt.









Drei Tage Kommunion mit ca 20 Weinliebhabern, zwei sorgfältig vorbereitete Blindverkostungen  pro Tag von jeweils ca 20 Weinen - zum Tagesabschluss dann ein gemeinsames Essen - thematisch auf eines der Tagesthemen abgestellt, dazwischen die zahlreichen von den Teilnehmern aus ihren Kellern mitgebrachten Flaschen, die es zu entdecken gab.... für mich im Endeffekt ein Marathon für meine Geschmacksnerven und so viel Weinkommunikation, dass ichdie Pause am Nachmittag und vor dem Abendessen dringend brauchte, um mich als einsamer Strandläufer davon zu erholen.





Und das war dann wirklich
Urlaub pur - Wind und Wellen, Fundstücke im feuchten Sand, die mein Auge erfreuten und mit der filigranen Kalligraphie der Algen zur Meditation anregten - die mitgebrachte Weinkiste im Koffer war auf der Rückreise mit dem Zug über Bordeaux prall gefüllt mit Muscheln und den bizarren Lochsteinen, die ich in meinen Taschen gesammelt hatte.

Wer sich einen Überblick über die verkosteten Weine machen will, Loire - on und off, Beaujolais Crus, Vins du Monde und Vins de Table und zum Abschluss edelsüße aus Zentraleuropa -  kann das auf dem Blog der
Pipette (in den Tags auf ReVeVin klicken) - oder bei Olif , einem weiteren Champion unter den französischen Weinbloggern, ausgiebig tun.





Meine Lieblingsweine in dieser Fülle:  Edelsüße von Marie-Thérèse Chappaz und Christophe Abbet aus dem Wallis, das auch zu meinen schönsten Weinreiseerinnerungen zählt.  Sollte ich dort noch einmal hinkommen, steht ein Besuch bei ihr schon fest auf der Liste (zumal sie nach Aussage von Kennern auch über eine hervorragende Tomatenkollektion in ihrem Garten verfügt:-)).

Ja, es war alles da im Überfluss: Urlaub und Wein, Wein als Urlaub - und angenehme Zeitgenossen, mit denen viel - aber nicht nur - über Wein geredet werden konnte. Sogar zwei Weltreisende in Sachen Wein hatten sich zu uns gesellt und uns von ihrer
wine world tour berichtet. Und ein kleines Weinbloggertreffen ergab sich so nebenbei auch:-)!

Wenn es eben geht, werde ich wohl auch im nächsten Jahr versuchen,bei den 6. Re-Ve-Vin wieder mit dabei zu sein!




Die Zusammenfassung aller Weinrallyebeiträge zum Thema Urlaubsweine findet man inzwischen übrigens
hier bei gotoRio, die auch einen der originellsten Beiträge "walking wine and wasting time" über Urlaubswein in Köln verfasst hatten.






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Published by Iris Rutz-Rudel - dans Weinrallye
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14 septembre 2008 7 14 /09 /septembre /2008 16:55
da begleitet mich seit ein paar Jahren dieser praktische Beutel bei meinen Arbeiten im Weinberg oder auch auf meinen kleinen "Beutegängen" rings ums Haus - und erst vor ein paar Tagen, bei einer Rast oben am Clos des Cèdres fällt mein Blick auf den Schriftzug:



Da kann ich dem Herrn Geheimrat nur zustimmen!





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Published by Iris Rutz-Rudel - dans Strandgut
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13 septembre 2008 6 13 /09 /septembre /2008 14:41
Was tun Winzerinnen, wenn sie gezwungen sind, sich in Geduld zu üben, ehe sie das nächste Mal die Rebschehre schwingen können und dabei mal was anderes tun wollen als wie ein hypnotisiertes Kaninchen auf die Wettervorhersagen (drei schöne Tage, dann wieder dicker Regen...?) starren wollen?

Lisson liegt unter dem lila Punkt am Golf de Lyon...

Nun, sie backen Kuchen, kochen Brombeergelee ein, erledigen Post, räumen Schränke auf, legen das Ohr an den Tank, in dem es schon munter gärt (Pinot), können auch kurzfristig Besucher empfangen, sehen ihre raumgreifende Fotosammlung durch und bestellen eine größere Festplatte für den Computer, waschen von Hand, weil der deftige Nordwestwind alles so schön trocknet und ein Besuch bei der Waschmaschine im Dorf (der geneigte Leser erinnert sich, nur Sonnenstrom in Lisson - aber dieses Jahr Wasser satt in der Quelle) wieder Sprit für 12 km fressen würde (2 x hin- und zurück) - halten sich gerade noch davon zurück, auszurechnen, wieviel CO2 dadurch gespart wird, um die Ökobilanz aufzumotzen - und surfen schließlich mal im World-Wide-Web, um sich abzulenken.



Neben der neuen Werbekampagne des VdP (links hier), die Frau natürlich etwas perplex läßt, kannte sie das bisher eigentlich nur von Hochprozentigem oder Duftwässern - ist die Umweltstreiterin dann doch etwas aufgebracht, diesen Artikel und die entsprechenden Quellen zu lesen.



Auch wenn Glas immer teurer wird und sicher auch die Transportkosten beinflusst, ist die schamlose Argumentation mit dem Umweltschutz für Wein in Tetra-Packs, PET- und demnächst auch Aluminium-Flaschen schon starker Tobak.

Aber lesen und sehen Sie selbst - hier.

Marketing, si tu nous tiens...
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Published by Iris Rutz-Rudel - dans gelesen oder gehört
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Unser Blog soll Ihnen die Gelegenheit geben, rund ums Jahr an den aktuellen Arbeiten auf unserem kleinen Gut in Südfrankreich teilzunehmen. Unsere Webseite stellt uns zwar bereits in drei Sprachen vor, aber wie viele Webseiten, ist sie eher statisch aufgebaut. Ein Blog  (es gibt ihn schon in Französisch: hier) erlaubt hingegen, viel spontaner, aktueller und auch weitläufiger über das, was wir tun, was uns bewegt und wofür wir uns sonst noch interessieren, zu schreiben.

Begleiten Sie mich also auf dem Weg durchs Winzerjahr. Hinterlassen Sie Ihre Kommentare oder stellen Ihre Fragen, damit aus diesem Blog ein lebendiges Kommunikationsmittel wird.

Ihre Iris Rutz-Rudel


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