Wieder einmal ein eher originelles Thema von Thomas, dem Winzerblogger, für diese
27. Weinrallye: Wein von der Tankstelle - für ihn scheinbar einfach, für mich, aufgrund meiner geografischen
Lage im Hinterland und der französischen Rechtsprechung in punkto Alkoholgesetzgebung aber wieder mal ein ziemliches Problem.
Er war nur Pächter der Anlage, die auf europäische Sicherheits- und Umweltnormen hochgerüstet werden müsste und konnte sich diese Investition nicht leisten - und auch sein Vermieter war offensichtlich nicht daran interessiert. Für uns hier im dünn besiedelten Land ein großer Verlust - einen "Shop" hatte er zwar nie, die drei verstaubten Flaschen von der örtlichen Kooperative, die da hinter der Kasse vom grellen Sonnenlicht ausgebleicht wurden, waren wohl eher symbolisch gemeint - ich kann mir nicht vorstellen, dass viele davon zum Kauf angeregt hätten... aber wenigstens bekam man an 6 Tagen in der Woche zwischen 7 und 19 Uhr Benzin, Diesel und Fioul, also Heizöl, ohne gleich mehrere Liter auf der An- und Abfahrt zu vergeuden...
Die Öffnungszeiten zeigen schon, dass die Tankstellen hier nicht den gleichen Stellenwert als Einkaufsquelle haben, wie offensichtlich in Deutschland (und vielleicht auch in französischen Großstädten - da kenne ich mich nicht aus.) Zu diesen Zeiten kann man auch im örtlichen Lebensmittelladen oder beim Metzger einkaufen - selbst am Sonntag Morgen sind die geöffnet und bieten eine Auswahl von Flaschen und örtlichen BIB (bag-in box) Weinen an.
Reich sortierte Läden an Tankstellen kenne ich nur von der Autobahn, auf größeren Rastplätzen findet man dann auch die getrennt zugänglichen Pavillons, in denen regionale Spezialitäten - und auch häufig Wein der jeweiligen Region, angeboten werden.
Nun kaufe ich persönlich meinen Wein ja bekanntlich lieber direkt beim Winzer (auf Reisen beim Fachhändler:-), und bei überraschendem Besuch oder einer Einladung hilft mir natürlich der Gang in den eigenen Keller immer aus der Verlegenheit...von daher gehöre ich wohl nicht zur typischen Zielgruppe von Tankstellenshops, selbst wenn es sie in meiner Umgebung gäbe.
Aber es gibt sie hier eben auch nicht. Inzwischen muss ich notgedrungen die Zapfsäule einer Handelskette wie Intermarché oder Super-U nahe der nächsten Kleinstadt in Anspruch nehmen. Das bringt mich aber nicht dazu, in den dazugehörigen Märkten die Weinregale zu durchforsten, die um diese Jahreszeit mit ihren FAVs (foire au vin), den alljährlichen und auch in den Foren, Blogs und allen Weinzeitschriften ausgiebig kommentierten Sonderangeboten (vom großen Bordeaux zum "Schnäppchenpreis" bis zum Billigwein unter 2 €) die Weinfans in Atem halten.
Diese Geiz ist geil Mentalität widerspricht nun mal meiner Grundeinstellung. Da "geize" ich lieber mit den gefahrenen Kilometern - Einkäufe von Frischwaren werden im Dorf gemacht - alle 6 Wochen gibt es dann die "Vorratstour" für lagerfähige Grundnahrungsmittel (bis auf Wein:-)...), da werden dann auch die Kanister für den Treibstoff für unsere landwirtschaftlichen Geräte (Kettenfahrzeug, Kettensäge, Motorsense und das Elektroagregat) gefüllt - der Autotank ist nur so alle 3 Monate dran, denn inzwischen haben wir im Schnitt nur 250 km pro Monat auf dem Tacho - unser kleiner Beitrag zum Energiesparen und zur Verringerung des CO2 Ausstoßes.
Ob solche Strafen schon verhängt wurden, konnte ich im Netz nicht erforschen - eine Umfrage einer Auto-Zeitschrift unter 50 Verkaufsstellen soll eher eine negative Haltung der Tankstellenpächter zu Tage gebracht haben, die sich so einer ihrer bedeutendsten Einnahmequellen beraubt fühlen, auch wenn ein Zeitungsbericht aus dem Loiregebiet eher glauben lässt, dass es auch folgsamere Verkaufsstellen gibt.
Immerhin habe ich zu diesem "Nichtbeitrag" im Sinne der von Thomas ausgebenenen Regel:
"Ich bitte euch also eine Tankstelle eurer Wahl aufzusuchen, dort irgend einen Wein zu erstehen, ihn zu verkosten. einzige Bedingung ist also, der Wein muß aus einer Tankstelle kommen, ansonsten gibt es keine weiteren Regeln."
noch ein Foto gefunden, aufgenommen auf einer Autobahnraststätte im Aude im Juni- eingeordnet in die Rubrik: Wein, den ich nicht gekauft habe - vielleicht gibt's ja mal eine Weinrallye: Wein und Sport

genaue Aufgabenstellung war: 

Hier also die Zusammenfassung der Beiträge zur 23. Weinrallye: Winzerinnenweine - Frauen ans Steuer. Gefragt waren









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