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22 mars 2011 2 22 /03 /mars /2011 18:36

 

 

 

Schon wieder das Datum einer Weinrallye knapp verpasst, dabei schien mir diese 43. Weinrallye. weinrallye-200.jpgausgerufen vom Blog Weinkaiser zum Thema Riesling Spätlese gute Chancen zu bieten, etwas passendes in meinem Keller zu finden. Aber dann stellteich fest, dass ich über meine Lieblingsrieslinge von meinen beiden Lieblingswinzern schon bei anderen Weinrallyes ausführlich berichtet habe.

 

Sobei der Weinrallye # 3 Riesling aus Bio-Anbau  über den Riesling meines Winzerkollegen Bruno Schueller aus Husseren-les-trois-Châteaux aus dem Elsass und seinen AOC Grand Cru Pfersigberg aus dem Jahrgang 2005.

 

Schueller-Riesling-Grand-Cru-Pfersigberg-2005.jpg

 

Natürlich ist das keine "Spätlese", sondern "einfach" ein sehr guter Wein aus reifen Rieslingtrauben einer hervorragenden Lage. Spätlese gibt es ja imElsass als "Vendange Tardive" ein geschützer Begriff, der in anderen Appellationen Frankreichs nicht benutzt werden darf und für überreif geerntete Trauben mit so hohem Alkoholgehalt steht, dass auf jeden Fall eine größere Restsüße als sonst auch bei den hierzulande üblichen, trocken ausgebauten Weinen übrig bleibt.

Also bei diesem Wein eine späte Lese, die sicher den Kriterien einer deutschen Prädikats-Spätlese entsprechen würde, die aber nichts mit den in Frankreich darunter verstandenen Süßweinen zu tun hat.

 

Und auch in der Weinrallye # 21: deutscher Riesling von nobler Herkunft ging es nicht um Allerweltsweine, sondern - eben wie im Elsass, eher um die besonders gute Lage, die die Qualität der Trauben begünstigt. Und da wurde ich ja auch mit einem deutschen Riesling von der Mosel, von meinem Lieblingsweingut Steffens-Kess fündig, auf dessen Winzer-Blog Kollege Harald Steffens  bei dieser Weinrallye sehr schön seine Definition von Spätlese beschreibt:

 

"Eine Spitzentraube für eine Riesling Spätlese. Dann braucht man keine Mostwaage oder andere Analysen, sehen, riechen und schmecken reicht aus. Nun noch schonend in kleinen Erntekisten zur Weinpresse bringen und dann darf der Kellermeister ran. Dessen Aufgabe beschränkt sie darauf, die 100% Geschmack, die in der Traube sind, nach Möglichkeit verlustfrei in die Weinflasche zu bekommen."


Und dass er das schafft, der Harald, Steffens hat ihm bei dieser 43.Weinrallye ja auch ein weiterer Kollege und Winzer-Blogger, Bernhard Fiedler aus Österreich bestätigt,der seinen Burger Hahnenschrittchen Spätlese 2009 probierte und für sehr gut befand.


Ich habe 2009 die  Reiler Goldlay Auslese 2007 probiert, also leider keine seiner Spätlesen - und auch vor wenigen Tagen die Version 2009 dieses wunderschönen Weins.

 

http://idata.over-blog.com/0/13/35/04/geologie/bouteille-Steffens.jpg

 

Damit falle ich also auch  aus dem Rahmen dieser Weinrallye, obwohl ich zugeben muss, dass mir die Klassifizierung nach dem deutschen System eh nicht besonders aussagefähig erscheint. Schließlich ist eine Einstufung nach Oechslegraden doch eine etwas dünne Unterscheidung, vor allem in Jahren, in denen die Trauben natürlich reifen und bei Winzern, die durch das Vermeiden von Überproduktion (in Frankreich nennt man das, die Reben "pissen lassen") eh jedes Jahr nach ausgewogen reifem Traubengut streben, das es erlaubt, auch im Keller ohne schönende (und manchmal auch entstellende) Hilfsmittel auszukommen...

Also nicht nur ein verspäteter, sondern eigentlich ein "Nicht-Beitrag" zu dieser Weinrallye, die mir aber erlaubt hat, mir über die unterschiedliche Fokussierung des französischen und deutschen Prädikatssystems etwas klarer zu werden... und gleichzeitig darüber, dass die Arbeitsweise wirklich guter Winzer, die vor allem die Qualität der Arbeit im Weinberg und die ganzheitliche Qualität der Trauben bei der Ernte in den Mittelpunkt stellen, die man eben eher "schmeckt" als "misst", da auch sie  ein komplexes Gebilde ist und mehr als nur ein bestimmter Zuckergehalt....


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Published by Iris Rutz-Rudel - dans Weinrallye
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