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18 mai 2009 1 18 /05 /mai /2009 20:16
Frauen ans Steuer hieß meine Erinnerung zur heutigen Weinrallye gestern. Nun, die Winzerin, von der heute die Rede sein soll, sitz nicht nur am Steuer ihres geländegängigen R4s, sondern auch schon mal auf dem Trecker, mit dem ihre biologisch geführten Weinberge gepflegt werden.



Die Rede ist von Amy Lillard von der Domaine La Gramière im Côtes du Rhône Gebiet, Frankreich.

Sie erfüllt aber nicht nur im Weinberg alle Kriterien, die ich für die Weinrallye gewünscht habe, sondern arbeitet auch tatkräftig im Keller an der Seite ihres Mannes Mat mit, wenn es gilt, die Trauben in Wein zu verwandeln.



Wie sie als Amerikanerin nach Frankreich und zum Wein kam, kann man hier auf der Seite ihrer alten Uni nachlesen. Alles, was man sonst noch über Amy, die Winzerin wissen möchte - und manches, was man nie zu fragen gewagr hätte, erfährt man seit fast 4 Jahren auf ihrem wunscherschönen Blog. Er steht übrigens schon lange auf meiner Linkliste in der Spalte links:-).

Da kann man seit 2005 die Abenteuer dieser Newcomer in Land und Beruf verfolgen, durch alle Jahreszeiten, mit den Höhen und Tiefen, die die tägliche Arbeit und das Leben im Rythmus der Wettervorhersagen mit sich bringen. 

Zu den Tiefen gehörte sicher der Bescheid, dass die Weine von La Gramière vor zwei Jahren nicht das Agrément der örtlichen Kontrollstelle erhielten. Ihnen wurde also das Recht aberkannt, den vorgestellten Wein als AOC Côtes du Rône auszuzeichnen und auf den Markt zu bringen. Das passiert leider immer öfter, vor allem für Weine, die im Keller nicht den oinzwischen "traditionellen" Methoden unterzogen werden, sprich künstliche Hefen, Nachsäuern, stark Schwefeln und dann noch Schönen und Filtern, das alles möglichst unter Einsatz der von Önologen und Fachhändlern zahlreich angebotenen Zusatzstoffe, die den Wein "sicher" machen sollen und für die Einheitsqualität von Aromen und Mundgefühl so vieler Standartweine verantwortlich sind. 

Zum Glück gab es Trost vom deutschen Importeur, wie Amy damals berichtete:

"I called our German importer Martin Kössler to break the news to him and he said: "Great! That's terrific news, I don't care at all! The whole appellation system is falling apart in France, and some of the most interesting wines are being refused." Well, that made me feel a bit better. Kermit (Lynch) on the other hand was a bit more reticent. Côtes du Rhône sells well in the US, Kermit wanted to talk to his national sales manager Bruce Neyers about it, thinking it may be a harder sell now."

Aber die Etiketten mussten eben doch neu gestaltet werden und so gibt es einen deutlichen Wechsel bei den Flaschen von La Gramière:
 


Alles Interessante steht eh auf dem Rückenetikett und der Erfolg des Flascheninhalts führte dann auch sehr schnell dazu, dass man die grüne La Gramière bald auf dem Titelbild eines deutschen Bioweinführers sehen konnte, wo er stolz zwischen den von Frank Krämer empfohlenen Bioweinen posiert.



Amy, die Winzerin kann also zufrieden sein, auch ihre langjährige Zusammenarbeit mit Kermit Lynch, einem der bedeutendsten Importeure Französischer Weine in die USA und die readktionelle Tätiogkeit an der Seite von Michel Bettane und Thierry Dessause, für die Zusammenstellung ihres in Frankreich als Bibel betrachteten Weinführer der Revue des Vins de France hilft, die Weine immer weiter und internationaler bekannt zu machen und selber im Kontakt mit anderen Winzern dazu zu lernen.

Amy, die Bloggerin hat durch ihre Teilnahme an der ersten Internationalen Weinbloggerkonferenz in Spanien im letzten Herbst als Amerikanerin die Französischen Weinblogger würdig vertreten, so wie Thomas vom Winzerblog die deutsche Weinbloggerszene. Es gibt davon sogar ein Interview mit ihr  in vinus TV:


zum Anschauen auf diesen Link klicken.

Und eine besonders schöne Anerkennung erhielt ihr Blog vor kurzem durch Alice Feiring, die Königin der Bloggenden Weinjournalisten, die einen anderen Stil als die Parker gepunkteten Wettbewerbsweine propagiert, natürliche Weine, die den Charakter ihrer Rebsorte und ihres Terroirs nicht protzig überschminken. Der Blog von La Gramière findet seinen Platz unter den 5 wichtigsten Weinblogs im Weinteil des Wall Street Journal unter der Beschreibung:

"The Perils of Amy! An American transplant, Amy Lillard makes wine in the Rhone and tells all. A real life wine adventure as she and her husband find their way to making wine naturally and what that means to them."

Und so habe ich heute mit viel Vergnügen die Flasche La Gramière 2007 aufgemacht, die mir ein Besucher  aus Marseille vor einer Woche als Geschenk mitbrachte.



Grenache, ergänz durch Syrah und Mourvèdre, 14,5° Alkohol für diesen Vin de Table, der seine Herkunft nicht mehr auf dem Etikett nennen darf. Tiefes, dunkles Rot im Glas, mit öligen Tränen, die lange am Glas herunter gleiten. Ein diskreter Duft von dunklen Beeren steigt aus dem Glas, im Mund voll und elegant zugleich, ebenfalls intensive Beerennoten mit zarter, pfeffriger Würze, noch sehr jung, aber schon ein großer Genuss - sicher ein idealer Begleiter zu vielen Gerichten (ich habe ihn einfach so, vor dem Computer probiert - ein Fehler, den ich immer bedauere, wenn ich Svetlanas Weinrallyebeiträge lese). Vielleicht konnte er die Kommission bei der Zulassung nicht überzeugen, weil er einfach zu gut ist:-)? Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass er in der Appellation Côte Rotie durchaus anerkannt worden wäre:-)...



Aber wie man so richtig sagt: Die Wahrheit ist im Glas - la vérité est dans le verre! und da ist der Gramière 2007 ein wunderschön überzeugender Wein - danke Amy, für diese hervorragende Arbeit!

Ich freue mich schon, diese Winzerkollegin auf dem ersten Winzerbloggertreffen und unserer gemeinsamen öffentlichen Weinverkostung beim VINEXPO OFF Les Vignerons Blogueurs im nächsten Monat in Bordeaux persönlich kennen zu lernen.










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Published by Iris Rutz-Rudel - dans Weinrallye
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