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12 décembre 2008 5 12 /12 /décembre /2008 17:52
Kein Schnee auf unseren Bergen, wie  woanders in Frankreich, um uns auf das Weihnachtsfest vorzubereiten, das näherrückt. Aber immer noch ein eiskalter Wind, der mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 95 kmh durch das Tal fegt und mich nicht ermutigt, die Oliven zu pflücken oder den Vorschnitt im Weinberg zu beginnen, wo die Rebstöcke inzwischen auch ihre letzten Blätter verloren haben und jetzt in wohlverdienter Winterruhe auf das nächste Frühjahr warten.

Allerdings war dieses stabile Hochdruckgebiet ideal, um am letzten Wochenende den Jahrgang 2007 auf die Flaschen zu füllen - die drei Cuvées, die es aus diesem Jahrgang gibt, stehen jetzt aufrereiht inm Keller und warten darauf, in einigen Tagen im Flaschenkeller in die Regale gelegt zu werden.  Treue Blogleser haben diese Weine auf ihrem Weg verfolgen können, von ihrer Geburt im Weinberg bis zur Weinernte und über die Arbeit im Keller - ein langer,  friedlicher Weg, auf dem wir den Wein begleiten, pflegen natürlich auch überwachen, ihn aber möglichst zu Nichts zwingen...

Inzwischen macht sich der neue Jahrgang bereit, den Platz im Keller einzunehmen - es fehlt noch eine sanfte, kurze Pressung und der Abstieg mittels Schwerkraft in den Keller, für einen ersten Winter im ruhigen Bett der Barriques unter dem dicken Gewölbe.

Also gönnen wir uns auch eine kleine Pause im Innendienst, im Warmen neben unserem norwegischen Holzofen.



Dabei kam bei mir ein wenig Nostalgie auf. Die Blogaktion zum Kulinarischen Adventskalender weckte Erinnerungen  an die Kalender, die im Dezember uns Kindern mit ihren Schokoladenstückchen das Warten verkürzten - aber es sollte keines der auch hier in Frankreich inzwischen erhältlichen Industrieprodukte sein - also war Kreativität angesagt.



Und so profitierte ich kurzerhand von einem trüben Nachmittag, an dem unser Elektroagregat  für die Solarzellen einspringen musste, um meine Nähmaschine hervorzuholen und aus den Stoffresten, die beim Nähen eines neuen Vorhangs für den Windfang an der Tür übrig geblieben waren, eine Stoffbahn mit 24 kleinen Säckchen zu nähen, natürlich durchnummeriert, wie sich das gehört und anschließend gefüllt mit 24 kleinen Überraschungen für Klaus. Da es sich ja um tägliche Überraschungen handeln soll, wird hier natürlich nur so viel verraten, dass der Empfänger gerne angelt, Fruchtgummiliebhaber ist, oft nach Feuer sucht und Kerzenlicht schätzt - das gab mir schon einige Auswahl bei der Wahl der Kleinigkeiten...


Mein Türchen ist eher die Klappe des Briefkastens, 150 m vor dem Haus am Weg. Einige Überraschung sind natürlich nicht wirklich welche, weil es sich um Geschenke handelt, die ich mir selber per Internetbestellung gemacht habe. So das Buch von Alice Feiring, auf das ich bei der Lektüre ihres Blogs  In Vino Veritas aufmerksam geworden bin.


 

Ihr engagiertes Plädoyer für natürliche Weine konnte mir natürlich nur gefallen, wie man sich leicht vorstellen kann - nach beendeter Lektüre berichte ich gerne mehr davon.


Dann sind da natürlich auch die Pakete mit Wein, nicht nur die vom Weingut Steffens-Kess, die inzwischen schon zu unseren weißen Hausweinen geworden sind, sondern jetzt auch, dank des Tips von Lars Breidenbach anlässlich der letzten Weinrallye zu Weinen aus den neuen Beitrittsländern der EU, eine Auswahl von Spezialitäten aus Zypern, die über den Schweizer Weinhändler Berhard Furler von Paphos-Weine bis nach Olargues gelangten. Und so werde auch ich demnächst entdecken können, wie  Xynisteri, Maratheftiko ou Mavro nun tatsächlich schmecken.

 

Und dann sind da auch die echten Überraschungen - wie das kleine Päckchen einer alten Schulfreundin, die ich fast 40 Jahre nach dem Abitur letztes Jahr wiederentdeckt habe - hausgemachte Weihnachtsplätzchen  (mit ein wenig Meersalz im Heidesand,  wie sie schreibt) und ein Schokoladenweihnachtsmann, der immerhin gerade bei den Testschmeckern durchaus gut abgeschnitten hat.   Und dann kam heute noch dieser wunderschön gestaltete Umschlag, geschmückt mit schönsten Sondermarken und mit Silberstift adressiert -- drinnen eine originelle Weihnachtsgeschichte und ein Beutelchen wundervoll duftender exotischer Maharani-Gewürze - danke  Sonja Graminski, von der Kreativ-Agentur à la carte und als Weinjournalistin beim wunderbar weiblichen Online-Magazin  vinifera mitbeteiligt.

Aber meine schönste Überraschung verdanke ich Klaus - und sie hat sogar noch ihren Platz in unseren 16 m2 gefunden - ein geheimer Wunsch, den ich schon seit meiner Kindheit hatte, wurde jetzt erfüllt  !!!


et voilà:

und vielleicht hört man ja das demnächst in Lisson - around midnight...


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Published by Iris Rutz-Rudel - dans Strandgut
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