- jedenfalls Alles, was er jeh über die Bedeutung von Qualität bei den Ingredienzien guten Essens geschrieben hat.
Und dass er das nicht erst seit gestern tut, kann ich als Abonnentin von jetzt wohl locker 38 Zeitjahrgängen beurteilen!
Und so habe ich vermutlich auch schon seine erste Restaurantkritik in der Zeit von 1970 gelesen, selbst wenn ich mich heute nicht mehr daran erinnern kann - imbest-ofvon
Zeit-Online heute nachzulesen.
Ich bin vermutlich nie in einem der von ihm beurteilten Restaurants eingekehrt, habe nie einen von ihm hochgelobten Wein getrunken (zumindest nicht wissentlich) und habe auch
nie eines seiner Rezepte nachzukochen versucht (wohl mal eins gegessen: das Irish Stew dass ein Musikerfreund aus Hamburg uns hier im Süden mal serviert hat, es schmeckte so
gut, dass ich mir das Rezept habe aufschreiben lassen - kein Wunder, bei unseren guten Schafen aus den lokalen kleinen Herden).
Aber ich habe sicher kaum eine seiner Kolumnen verpasst, egal, ob sie im Hauptteil, im Zeit-Magazin oder heute in Zeit-Leben erschienen sind. Und schon viele Male bei meinen
Arbeiten im Weinberg im Kopf einen Leserbrief an ihn verfasst, in dem ich meine Freude über seine Beiträge und häufig meine Zustimmung zu seiner Parteinahme für authentische
Produkte und gesundenHedonismuszum Ausdruck bringen wollte.
Geschrieben wurden die dann nie - er bekommt vermutlich schon genug davon. Aber an seinem 80. Geburtstag war es jetzt Zeit, es einmal öffentlich auszusprechen:
Herr Siebeck, Sie haben mich samt Frau und Katze Frau Hoffmann durch so viele Jahre meines Genusslebens begleitet, mir so viel Freude bereitet, mich oft schmunzeln lassen, Ihre Arroganz
hat mich nie gestört, dass ich Ihre Ansicht über Hausmannskost nicht teile, hat meiner Liebe zu Ihnen keinen Abbruch getan und das seit einigen Jahren bei ihren Kollegen modische Siebeck-bashing
hat das Interesse, mit der ich Ihre Kolumne lese, nicht geschmälert.
Herzlichen Glückwunsch und hoffentlich noch viele Jahre Rendez-Vous in der Zeit!
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