Unser Blog soll Ihnen die Gelegenheit geben, rund ums Jahr an den aktuellen Arbeiten auf unserem kleinen Gut in
Südfrankreich teilzunehmen. Unsere Webseite stellt uns zwar bereits in drei Sprachen vor, aber wie viele Webseiten, ist sie eher
statisch aufgebaut. Ein Blog (es gibt ihn schon in Französisch: hier) erlaubt hingegen, viel spontaner, aktueller und
auch weitläufiger über das, was wir tun, was uns bewegt und wofür wir uns sonst noch interessieren, zu schreiben.
Begleiten Sie mich also auf dem Weg durchs Winzerjahr. Hinterlassen Sie Ihre Kommentare oder stellen Ihre Fragen, damit aus diesem Blog ein lebendiges
Kommunikationsmittel wird.
Heute Nacht sollte man sie wieder sehen, die Mondfinsternis
mit ihrem geheimnisvollen roten Mond.
Leider war die Vorhersage der Wolkenbilder nicht vielversprechend, nach 3 Tagen mildem Dauerregen, war zwar Besserung angesagt, der Himmel aber für heute Nacht noch nicht klar...
Und doch weckte mich meine innere Uhr kurz nach 4 Uhr morgens und ließ mich, noch im Halbschlaf, vor die Tür treten. Und da war er, am Himmel genau gegenüber, klein, aber
deutlich, die Mondfinsterniss hatte begonnen, der Schatten war schon deutlich am Rand zu sehen und auch die rötliche Farbe stimmte!
Schnell zurück, um meine kleine Kamera zu holen - das Licht des Bildschirms blendet mich - wie war das noch mal, mit den nächtlichen Himmelsaufnahmen - der Mond ist weit weg, also
auf die Einstellung mit dem kleinen Berg? - ich brauche sicher eine längere Verschlusszeit - wo war das denn wieder - im Menu rauf und runter, rechts und links tasten, zu dumm, geblendet seh ich
das Rädchen ja gar nicht - aha, 3 Sekunden - nein, das ist nur die Verzögerung - also zurück, manuel, das könnte es sein - und jetzt noch eine stabile Auflage suchen, sonst ist wieder alles
verwackelt. Da geht's nicht, denn dann hab ich bestimmt den Balken der Pergola im Blickfeld - da auch nicht, da steht der alte Kirschbaum - bleibt nur noch das Dach des Autos weiter links -
verflixt, langsam wirds mir auch kalt - so ein dünnes T-shirt ist vielleicht doch nicht die richtige Bekleidung, die Katzen sind auch ganz aufgeregt, ob sie noch etwas Hühnerhaut erwarten, oder
spüren sie die Veränderung im Licht - apropo Licht, jetzt bin ich in Position, aber wo ist jetzt der Mond???
Zu lange herumgestellt - jetzt ist er weg - hinter einer soliden Wolkenbank - auch kein Stern mehr zu sehen und genug Wind, um das schnell zu ändern, gibt's auch nicht - na, ja,
aber er war da der rote Mond - für ein paar Sekunden habe ich ihn gesehen, so wieim vorigen März
durch das Teleskop (aber da war meine Kamera in Reparatur...).
Das Bild im Kopf steige ich wieder ins Bett und schlafe bald ein und träume weiter....
sieh mal, der Mond!
- zum Trost ein Bild von Klaus - schön wie ein Gedicht ....
Kommentare