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12 janvier 2008 6 12 /01 /janvier /2008 00:00


undefinedEine Frau am Steuer für die 8. Weinrallye, dachte sich Thomas vom frisch gestylten Winzerblog, das muss auch mal sein. Da glaubte er noch, ich bliebe brav in meiner näheren Umgebung und würde den Tross zu einer Tour durchs Languedoc oder doch zumindest durch Frankreich einladen. Aber ich will mir ja nicht gleich den Vorwurf eines dicken Heimvorteils einhandeln.

Also habe ich ein anderes meiner Lieblingsthemen aus den Archiven geholt - eines, dass mich auch in meinem beruflichen Altag durchaus beschäftigt, dass mich aber auch als Weinliebhaber und Weinkäufer immer wieder fasziniert.

Also Aufruf an alle Etikettentrinker: Holt sie hervor, Eure schönsten Flaschen.

Ob es sich um die handelt, die seit Jahren brav auf dem Kaminsimms verstauben oder blank geputzt in der Vitrine der Kellerbar ausgestellt sind. Ja, die, die ein Vermögen gekostet haben, aber die man doch einmal in seinem Leben getrunken haben muss, wenn man in entsprechenden Kreisen mitreden will (oder einfach nur nicht dumm sterben möchte).

Vielleicht haben Sie sie ja mit Ihrem Verkostungsklub getrunken, um sich die Flasche leisten zu können und den Genuß mit anderen zu teilen. Vielleicht war es aber auch das liebevolle Geschenk eines Partners, undefinedder endlich einmal ihrem Affen Zucker geben wollte und sie mit diesem Sammlerstück überrascht hat und jetzt warten Sie auf eine Gelegenheit, um sie in trautem tête à tête zu zelebrieren.  Dann könnte das Etikett diesen beiden ähneln.  undefinedIch muss  zugeben, dass ich nur eine davon probiert habe, aber das habe ich schon ausführlich hier erzählt. Die andere habe ich vor vielen Jahren einmal verschenkt, ein Dankeschön für den einzigen Weinliebhaber, der ich damals kannte - da wollte ich natürlich auf Nummer sicher gehen. 

Oder aber, zweite Chance für weniger orthodoxe Weinfreunde:

Die Flasche, die Sie rein aus dem Bauch heraus gekauft haben - oder vielmehr ganz vom Auge her, weil Sie Ihnen in der endlosen Reihe eines Supermarktregals aufgefallen ist oder bei Ihrem Weinhändler oder beim Stöbern im Internet, weil sie sich von den ewigen Abbildungen von Schlössern und Gütern in diskreter schwarz-weiß-Zeichnung, den altehrwürdigen Familienwappen oder den zeitweilig trendigen schwarzen Labels mit Golddruck abhob. Durch ihre graphische Gestaltung, die Farbe, das Motiv, die Form, den  Namen, den Humor, die Originalität oder einfach dadurch, dass sie besonders gut zur neuen Tischdekoration der Grillparty passte.


swimming poule Wichtig ist in dieser Kategorie, dass beim Kaufentschluss einmal nicht Parker-Punkte oder Sterneklassifizierungen die ausschaggebende Rolle spielten, sondern Ihr ganz subjektiver "Coup de Coeur", der ästhetische Reiz stärker war als die letzte Forumsdiskussion oder die Verkostungsnotizen in Vinum oder das sakrosankte vorher kalkulierte Preis/Leistungsverhältnis


Vielleicht schlummert ja sogar noch eine solche Flasche im Keller, die aus einemundefined  Spontankauf stammt und die jetzt mit gutem Grund geöffnet werden könnte. Wenn Sie bisher noch tapfer den Marketingsirenen widerstanden haben, ist jetzt die Gelegenheit, sich mal zu opfern und sich ganz den optischen Reizen hinzugeben. Wir wissen ja alle, dass inzwischen Flaschen, genau wie alle anderen Produkte, auch danach "angezogen" werden, aus welcher Entfernung man sie im Regal wahrnimmt - 6 Meter sind da durchaus ein Verkaufsargument der Werbefuzzis, das ich schon gelesen habe. 

Wagen Sie Ihr coming-out, wenn Sie schon lange ein heimlicher Liebhaber von 
"critter-labels" sind (gab es eigentlich eine Cuvée Knud?). Die sind ja seit dem Kängeru mit dem berühmten gelben Schwanz überall zu finden, ob sie nun als Wölfe, Schweinchen oder französische Kaninchen daherkommen. 


Cuvee A  Nieport  man and wine

        undefined   undefined    undefined  

Die Auswahl ist groß, man kann sich auch auf den Seiten der Önographilie und der Önosemiophilie der Sammler inspirieren lassen (hier, hier und hier), oder - auch ohne Französischkenntnisse - dem Diskussionsfaden über Etiketten und Rückenetiketten auf dem französischen Forum LPV (La Passion du Vin) folgen, der dort seit Weihnachten täglich mit neuen Beispielen bestückt wird.. Oder auch - dazu reichen Englischkenntnisse - den Archivbeitrag unseres großen Bruders vom Wine Blogging Wednesday von vor zwei Jahren durchforsten.

Und irgendwie paßt das Thema ja auch in die Karnevalszeit (ich gestehe: ich bin im Rheinland geboren und großgeworden). Ziehen wir also ein buntes (Narren)-Kleid über unsere grauen Alltagsuniformen

Drei Bedingungen: der Wein sollte verkostet - vielleicht sogar getrunken - werden. Es sollte ein Foto der Flasche oder des Etiketts geben und dann sollte, wie immer, der Beitrag auf ihrem Blog vor Mitternacht des 6. Februar (Aschermittwoch) veröffentlicht werden.
- die 7. Weinrallye  ausgerufen vom Kaulweinblog, war ja schon ein interessantes Training. 

Eine kleine Nachricht mit dem Link zum Artikel bitte an lisson at wanadoo.fr schicken.

Leser, die keinen eigenen Blog haben, aber trotzdem an dieser Rallye teilnehmen möchten, können mir ihren Beitrag nebst Fotos per Email schicken, ich werde ihn dann gerne in der Zusammenfassung des Themas hier veröffentlichen! Alles, was man sonst immer schon über die Idee der Weinrallye, ihre Durchführung, "Teilnahmebedingungen", Logos und schon abgefahrene Strecken wissen muß, findet man sehr übersichtlich bei Thomas im Winzerblog in der neu gestalteten entsprechenden Kategorie.


Ab jetzt also: Augen auf, Platz den großen Verführern, es lebe der Spontankauf - und hoffentlich: wohl bekomms!











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Published by Iris Rutz-Rudel - dans Weinrallye
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commentaires

Lars Breidenbach 15/01/2008 07:36

Liebe Iris, dein Aufruf zu Rallye ist ja schon gar köstlich zu lesen! Ich hoffe auf eine große Beteiligung bei diesem prima Thema. Herzliche Grüsse, Lars.

Swetlana 12/01/2008 16:24

Wow! Was für ein ungewöhnliches Thema! Die Herren werden jetzt aufstöhnen und murmeln...."typisch Frauenthema....die haben es immer so mit der Ästhetik, dabei kommts doch auf den Inhalt an!". Dabei kaufen die Herren ja ebenfalls unbekannte Weine meist nach Optik des Etiketts....je greller und bunter das Etikett, umso unseriöser erscheint der Wein. Mal sehen, ob dieses "Vorurteil" tatsächlich stimmt....Wir werden es dank der 8. Weinrallye bald sehen!!!!

Iris Rutz-Rudel 12/01/2008 19:04

Wenn man sieht, nach welchen Kriterien sie ihre Freundinnen auswählen, sind sie wohl auch eher Augenmenschen:-)) Ich hoffe jedenfalls, dass auch viele Bloggerinnen von diesem Thema inspiriert werden. Immerhin kaufen in den meisten Haushalten die Frauen den Wein "für alle Tage"....

Unser Blog soll Ihnen die Gelegenheit geben, rund ums Jahr an den aktuellen Arbeiten auf unserem kleinen Gut in Südfrankreich teilzunehmen. Unsere Webseite stellt uns zwar bereits in drei Sprachen vor, aber wie viele Webseiten, ist sie eher statisch aufgebaut. Ein Blog  (es gibt ihn schon in Französisch: hier) erlaubt hingegen, viel spontaner, aktueller und auch weitläufiger über das, was wir tun, was uns bewegt und wofür wir uns sonst noch interessieren, zu schreiben.

Begleiten Sie mich also auf dem Weg durchs Winzerjahr. Hinterlassen Sie Ihre Kommentare oder stellen Ihre Fragen, damit aus diesem Blog ein lebendiges Kommunikationsmittel wird.

Ihre Iris Rutz-Rudel


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