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Unser Blog soll Ihnen die Gelegenheit geben, rund ums Jahr an den aktuellen Arbeiten auf unserem kleinen Gut in Südfrankreich teilzunehmen. Unsere Webseite stellt uns zwar bereits in drei Sprachen vor, aber wie viele Webseiten, ist sie eher statisch aufgebaut. Ein Blog  (es gibt ihn schon in Französisch: hier) erlaubt hingegen, viel spontaner, aktueller und auch weitläufiger über das, was wir tun, was uns bewegt und wofür wir uns sonst noch interessieren, zu schreiben.

Begleiten Sie mich also auf dem Weg durchs Winzerjahr. Hinterlassen Sie Ihre Kommentare oder stellen Ihre Fragen, damit aus diesem Blog ein lebendiges Kommunikationsmittel wird.

Ihre Iris Rutz-Rudel



Samedi 15 septembre 2007
Ein Erntetag im Weinberg, wie letzten Sonntag in den kleinen Terassen hinterm Haus, beginnt auch immer mit einem Blick zurück auf die weite Berglandschaft, die man von den "Echelles" aus überblickt, je höher man steigt. Die Wolken , die da in der Ferne aufstiegen, wollten aber nicht zum strahlenden Himmel passen: es handelte sich eindeutig um Rauch und nicht um Morgennebel - ein Feuer!

Zu wissen, dass hinter den Rauchschwaden auch noch Freunde von uns, Fritz und Almuth Schwann aus Dausse, dem Kastanienberghof mitten im Wald, wohnen, läßt mich noch ängstlicher den Fortgang der Ereignisse beobachten.



feu-1.jpg

Aus ihrer Perspektive muß das Ganze noch viel bedrohlicher sein, wie dieses Foto von Dave Widgery zeigt, der mir die Bilder, die folgen, freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Auch wenn sie wissen, dass noch ein schroffes Tal zwischen ihnen und dem brennenden Hang liegt und dass ihr gut gesäuberter Kastanienwald rings ums Haus die unmittelbare Gefahr verringert, so ist doch ein solcher nächtlicher Ausbruch (die ersten Flammen wurden nachts um 2 entdeckt) immer beängstigend. Das Gelände ist unzugänglich, die Feuerwehr der Umgebung ist vor Ort, kann aber auf den steilen, unwegsamen Hängen nicht direkt eingreifen.


feu--flammes.jpg
Aber ehe hier griechische Zustände ausbrechen können, kündigt sich effiziente Hilfe aus der Luft an: das starke Motorenbrummen kommt von der fliegenden Feuereinsatztruppe, die schon manchen verzweifelten Kampf gewonnen hat. 4 Canadair und 2 Tracker donnern über das Tal und kreisen in immer artistischeren Kurven die Hauptbrandherde ein. Es wäre eine spannende Flugschau, wenn der Anlass der Vorstellung nicht so ein ernster wäre.


Canadair


tracker.jpg
Tracker

Weisse Wolken bedeuten Wasser, das vermutlich zwischen den Abwürfen am 40 km weiter gelegenen Lac de Salagou aufgenommen wurde. Zwei Stunden dauern die Einsätze - geleitet von Hubschraubern der Einsatzleitung, die das Gelände überblicken.

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lacher-d-eau-3.jpg


lacher-d-eau-4.jpg


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Nicht immer ist die Sicht so klar, die Rauchentwicklung ist beträchtlich und die Flammen greifen nach den schnell brennenden Ginster- und Heideflächen der Kuppen auch auf den angrenzenden Wald über, der ihnen mehr Nahrung verschafft.

feu-David-1.jpg
Die größeren Tracker haben ein Spezialmittel an Bord, dass die Flammentwicklung verzögert und an seiner roten Farbe erkenntlich ist.

retardant-2.jpg


retardant-3.jpg


retardant.jpg
Das atemberaubende Balett, bei dem die Piloten ihre Erfahrung zeigen und auch immer wieder in dieser zerklüfteten Landschaft ihr Leben aufs Spiel setzen, nimmt schließlich ein Ende. Die Sicht wird wieder klarer, Dausse kann aufatmen - und ich auch. Den Rest der Arbeit übernimmt die mobile Spezialeinsatztruppe der Armee aus dem Var, deren Feuerkämpfer mit einem Militärhubschrauber vom Olarguer Sportplatz aus in die Höhe geflogen werden - bestaunt von einer Horde Schüler, die sich die Nasen am Zaun plattdrücken.

feu-5.jpg
Bei unserem Besuch in Dausse, einige Tage später, ist wieder Ruhe eingekehrt. In Sichtweite verbrannte Erde und einsam daraus hervorragende Felsen. Spekulationen über die Brandursache sind sich alle einig über einen kriminellen Ursprung. Ob es wieder eine Fede rivalisierender Jagdgruppen war, die sich ihr Teritorium streitig machen und die Wildschweine neiden oder die Tat eines Feuerteufels, dem das daraus resultierende Spektakel Befriedigung verschafft - beide Varianten sind möglich. Hier braucht man für solchen Wahnsinn keine Mafia oder Imobilienspekulanten.

Die aufgehende Sonne am Morgen nach unserem Besuch, der uns eine kleine Erholungspause vor dem Angriff der letzten Erntetage verschaffte, entflammt den Himmel über einer wieder friedlich daliegenden Landschaft. Der Herbstregen, der für Anfang nächster Woche angekündigt ist, wird uns allen sehr willkommen sein.

lever-du-soleil-2.jpg

par Iris Rutz-Rudel publié dans : Strandgut
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