Dimanche 19 août 2007
Wie in jedem August kurz vor der Weinernte stand auch dieses Jahr wieder eine Kurzreise nach Deutschland, genauer nach Düsseldorf
an. Auch wenn der Zeitpunkt für den Winzer nicht der beste ist (die diesmal sehr schnell fortschreitende Reife regt eher dazu an, den Weinberg besonders aufmerksam zu überwachen, um den
bestmöglichen Erntezeitpunkt sofort zu erkennen und eventuelle Schäden in letzter Minute so gut wie möglich abzuhalten) - ein 80. Geburtstag ist aber Anlaß genug, wieder eine
Ausnahme zu machen.


Die bevorstehende 2. Ausgabe der Weinralley im Hinterkopf, zu der mir noch ein weißer "must-taste Wein" unter 10€ fehlte, freute ich mich schon auf neue Entdeckungen in Düsseldorf - denn mein Keller ist in dieser Kategorie leider nur mit hochpreisigeren Elsaß, Loire- und Jura-Weinen bestückt.
Gleich am ersten Abend , bei einem guten, fast mediteranen Essen glaubte ich fündig geworden zu sein:

Ein frischer, fruchtiger, feinnerviger Weißer, der hervorragend zum Loup de mer mit Anchovis-Knoblauchsauce, herzhaftem Salat und den mit Pilzen gefüllten Crêpes paßte, half, die Strapazen der Reise und den Klimaschock (aus dem Hochsommer rein in den nassen Herbst) zu überwinden.
Preislich hätte der Wein sicher in die Ralley gepaßt, als ich dann aber erfuhr, dass dieser absolut trinkbare Tropfen direkt vom in Deutschland so beliebten Discounter Aldi stammt, kamen mir doch Bedenken, ihn für die Teilnahme an der Ralley auszuwählen. Gerade als Winzer steht man diesen Preisdrückerstrukturen ja nicht gerade voller Begeisterung gegenüber. Um der Wahrheit willen muß ich aber zugeben, dass der Wein, ein grüner Veltliner aus Österreich, dazu offensichtlich noch aus kontrolliertem Anbaugebiet, durchaus seinen Platz bei Tisch verdient hatte und sich auch als besser verträglich erwies, als der offene Veltliner, den ich ein paar Tage später in einem Altstadtbistro für 3,40€ das Glas serviert bekam und mit einem dicken Kopf am nächsten Morgen teuer bezahlte.


Obwohl auch im Café des Altenheims Haus Bavier in Erkrath, Wein durchaus zum Angebot gehört, habe ich es vorgezogen, mich an Kaffee und Kuchen und die beliebten belegten Brötchen zu halten. Immerhin kam hier der Wein aus deutschen Landen: ein Portugieser Weissherbst aus Rheinhessen.
Ein Blick im Vorbeischlendern auf die Rotweinkarte einer gut eingeführten Bierkneipe mit Restaurant bewies einmal mehr, dass die Einbußen der französischen Exporte nicht von ungefähr kommen: auch hier scheint weiter besser - aber auf jeden Fall billiger zu sein.
Weinkarte Postwirtschaft Erkrath, Frankenheim, Sommer 2007

Ein Spaziergang nur wenig abseits von diesem Getümmel zeigte eine andere Seite der Altstadt - und selbst ich hätte nicht gedacht, hier mitten in der Großstadt am Schwanenspiegel dieses idyllische Camp der beiden Karpfenangler zu entdecken (natürlich mit Anglerkarte und Sondergenehmigung!):

Der zweite Teil meines Reiseberichts rund um die Weine, denen man dabei en passant begegnet, folgt - versprochen Und dann geht es wieder hinauf in den Weinberg, wo die Trauben während meiner Abwesenheit weiter sichtbar an Reife zugelegt haben.

Gratulation zum 80. Geburtstag !

Die bevorstehende 2. Ausgabe der Weinralley im Hinterkopf, zu der mir noch ein weißer "must-taste Wein" unter 10€ fehlte, freute ich mich schon auf neue Entdeckungen in Düsseldorf - denn mein Keller ist in dieser Kategorie leider nur mit hochpreisigeren Elsaß, Loire- und Jura-Weinen bestückt.
Gleich am ersten Abend , bei einem guten, fast mediteranen Essen glaubte ich fündig geworden zu sein:

Ein frischer, fruchtiger, feinnerviger Weißer, der hervorragend zum Loup de mer mit Anchovis-Knoblauchsauce, herzhaftem Salat und den mit Pilzen gefüllten Crêpes paßte, half, die Strapazen der Reise und den Klimaschock (aus dem Hochsommer rein in den nassen Herbst) zu überwinden.
Preislich hätte der Wein sicher in die Ralley gepaßt, als ich dann aber erfuhr, dass dieser absolut trinkbare Tropfen direkt vom in Deutschland so beliebten Discounter Aldi stammt, kamen mir doch Bedenken, ihn für die Teilnahme an der Ralley auszuwählen. Gerade als Winzer steht man diesen Preisdrückerstrukturen ja nicht gerade voller Begeisterung gegenüber. Um der Wahrheit willen muß ich aber zugeben, dass der Wein, ein grüner Veltliner aus Österreich, dazu offensichtlich noch aus kontrolliertem Anbaugebiet, durchaus seinen Platz bei Tisch verdient hatte und sich auch als besser verträglich erwies, als der offene Veltliner, den ich ein paar Tage später in einem Altstadtbistro für 3,40€ das Glas serviert bekam und mit einem dicken Kopf am nächsten Morgen teuer bezahlte.


Obwohl auch im Café des Altenheims Haus Bavier in Erkrath, Wein durchaus zum Angebot gehört, habe ich es vorgezogen, mich an Kaffee und Kuchen und die beliebten belegten Brötchen zu halten. Immerhin kam hier der Wein aus deutschen Landen: ein Portugieser Weissherbst aus Rheinhessen.
Ein Blick im Vorbeischlendern auf die Rotweinkarte einer gut eingeführten Bierkneipe mit Restaurant bewies einmal mehr, dass die Einbußen der französischen Exporte nicht von ungefähr kommen: auch hier scheint weiter besser - aber auf jeden Fall billiger zu sein.
Weinkarte Postwirtschaft Erkrath, Frankenheim, Sommer 2007
Mein Aufenthalt in Düsseldorf, der Stadt mit der längsten Theke der Welt, ging schnell wieder seinem
Ende entgegen. Die Zeit war zu kurz, um noch weiter auf die Suche nach dem "must-taste Wein" zu gehen. Um dem Touristenblick, mit dem ich meine Heimatstadt inzwischen
betrachte, genüge zu tun, noch ein paar Schnappschüsse.
Was ich von weitem für die Ansammlung eines Volksfestes hielt, erwies sich als ganz normaler Feierabendandrang vor dem Uerigen, einem der noch verbliebenen Brauereihäuser mit Ausschank in der Altstadt.

Neben den traditionellen Holztischen, die von Zeit zu Zeit abgeschmirgelt werden können, entdeckte ich hier auch diese praktischen Konstruktionen für den Non-Stop-Straßenausschank:
Was ich von weitem für die Ansammlung eines Volksfestes hielt, erwies sich als ganz normaler Feierabendandrang vor dem Uerigen, einem der noch verbliebenen Brauereihäuser mit Ausschank in der Altstadt.

Neben den traditionellen Holztischen, die von Zeit zu Zeit abgeschmirgelt werden können, entdeckte ich hier auch diese praktischen Konstruktionen für den Non-Stop-Straßenausschank:

Ein Spaziergang nur wenig abseits von diesem Getümmel zeigte eine andere Seite der Altstadt - und selbst ich hätte nicht gedacht, hier mitten in der Großstadt am Schwanenspiegel dieses idyllische Camp der beiden Karpfenangler zu entdecken (natürlich mit Anglerkarte und Sondergenehmigung!):

Der zweite Teil meines Reiseberichts rund um die Weine, denen man dabei en passant begegnet, folgt - versprochen Und dann geht es wieder hinauf in den Weinberg, wo die Trauben während meiner Abwesenheit weiter sichtbar an Reife zugelegt haben.







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