Pages

Kalender

Août 2007
L M M J V S D
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31    
<< < > >>

Kommentare

Unser Blog soll Ihnen die Gelegenheit geben, rund ums Jahr an den aktuellen Arbeiten auf unserem kleinen Gut in Südfrankreich teilzunehmen. Unsere Webseite stellt uns zwar bereits in drei Sprachen vor, aber wie viele Webseiten, ist sie eher statisch aufgebaut. Ein Blog  (es gibt ihn schon in Französisch: hier) erlaubt hingegen, viel spontaner, aktueller und auch weitläufiger über das, was wir tun, was uns bewegt und wofür wir uns sonst noch interessieren, zu schreiben.

Begleiten Sie mich also auf dem Weg durchs Winzerjahr. Hinterlassen Sie Ihre Kommentare oder stellen Ihre Fragen, damit aus diesem Blog ein lebendiges Kommunikationsmittel wird.

Ihre Iris Rutz-Rudel



Mardi 21 août 2007


Während draußen eine deutliche Abkühlung mit Regenschauern den Staub bindet und die Reben noch einmal erfrischt, habe ich Zeit, beim Morgenkaffee wieder einmal eine meiner Lieblingsseiten im Internet zu besuchen, die auch schon lange in meinen Links zu finden ist: www.wineterroirs.com von Betrand Celce, freier Fotograf aus Frankreich, der nicht nur die besten Winzer Frankreichs sondern auch die Welt bereist und in Bild und Text (auf Englisch) über seine Entdeckungen berichtet.

Diesmal ist er auf Rußlandfahrt und hat dort bisher zwar noch keinen Weinberg, dafür aber eine äußerst originelle Maschine für die Fabrikation von Samogon (moonshine wodka) aufgetrieben und dokumentiert.

Und sagen Sie selbst: wieviel hübscher klingt Moonshine als Schwarzbrennerei!

Hier geht’s zu den Bildern – und wenn sie einmal da sind, stöbern lohnt immer!


distillation.jpg

Und hier handelt es sich natürlich nicht um die Herstellung von Lisson-Wodka, sondern um eine Analyse unseres Weins.... immerhin, das Prinzip scheint mir das Gleiche.... davon auch einmal mehr in einem anderen Artikel!



par Iris Rutz-Rudel publié dans : Strandgut
ajouter un commentaire créer un trackback

Lundi 20 août 2007


Hier also die versprochene Fortsetzung meiner Begegnungen mit Weinen auf der Rückreise von Deutschland nach Südfrankreich.

Die Reise begann vielversprechend auf der Fahrt mit dem Intercity von Düsseldorf nach Köln. Da das ganze noch vor 7 Uhr morgens stattfand, genoss ich  meinen ersten Café im DB Speisewagen (eine angenehme Einrichtung, die es in französischen Hochgeschwindigkeitszügen wie den TGVs leider schon lange nicht mehr gibt).

Sonnenaufgang-im-IC.jpg
Ich teilte meine Aufmerksamkeit zwischen dem romantischen Sonnenaufgang hinterm Fenster und der vielversprechenden Weinkarte, deren Inhalt ich leider wegen der Kürze der Fahrt nicht mehr auf die Probe stellen konnte, deren Stil und Gehalt mich als Winzerin aber durchaus erfreuten.  Auf Nachfrage bei der freundlichen Kellnerin durfte ich sogar ein Exemplar einstecken.


DB-Weinkarte.jpg

Namen wie Künstler, Heger, Bassermann-Jordan und Jakob Kühn, angeboten in 0,25l Flaschen zu angenehmen Preisen lassen in weiß und rot schon Lust zum Probieren aufkommen und das Zitat von Hugh Johnson auf der letzten Seite:

„Wine drinkers are attractive and smart, sexy and healthy.“  schmeichelt dem Weinliebhaber.

vue-du-train-Cologne.jpg

Die Rheinsilhouette von Köln erfreut immer wieder das Auge und ein kurzer Aufenthalt im Kölner Hauptbahnhof, bei dem man noch den letzten Weinkrimi von Sebastian Henn für die Reise erwerben kann, versüßt den Übergang in den Thalys – diesmal zweiter Klasse, also ohne einen neuen Blick auf die Weine des Monsieur Sapin, die ich Ihnen ja bei einer früheren Reise schon ausführlich vorgestellt habe.



Auch diesmal blieb genug Zeit für einen erholsamen Zwischenhalt in der Big Ben Bar des Train Bleu im Gare de Lyon in Paris. Das gleichnamige Sandwich aus dem unerreichten Brot von Poilâne,  schon too big für den kleinen Appetit,  konnte ich mit einem Glas Gaillac "Château Adélaïde" blanc begleiten aufmerksam beobachtet vom Kater des Hauses.

chat-train-bleu-2007.jpgein alter Bekannter im Train Bleu

 

Dann ging es weiter mit der Reise drittem Teil: Paris Béziers im TGV. Hier gibt es keinen Platzservice in der ersten Klasse, alle Passagiere teilen sich den eher abtörnenden Barwagen mit wenigen Hockern und vielen Stehplätzen.

Aber selbst hier konnte ich noch eine interessante Entdeckung machen. Seit einiger Zeit wird dort nämlich neben den klassischen kleinen Flaschen Beaujolais von Duboeuf und dem üblichen Bordeaux auch Wein im Glas angeboten.  Das „verre prêt à boire“  hebt sich angenehm von der sonst hier herrschenden Plastikkultur ab. Nach einem besonderen Verfahren wird Wein in kleine Gläser abgefüllt und mit einer Abdeckung versehen, die ihn einige Monate vor Verfall schützt.

 

In drei Farben dekliniert findet man so einen  AOC Bergerac rouge, einen Vin de Pays du Comte Toulosan Gamay rosé und einen VdP Côtes de Gascogne Colombard Chardonnay blanc , die das (möglichst selbst mitgebrachte – hier gibt’s kein Poilâne) Sandwich auch am Platz vorteilhaft begleiten.

Marketingstudien haben ergeben, dass diese Form der Präsentation den Weinabsatz erhöht hat, ohne auf Kosten des  Verkaufs der klassischen kleinen Fläschchen zu gehen.  Offensichtlich spricht sie Kunden an, denen auch 0,25l auf der Reise schon zu viel sind, die so, mit 10cl aber nicht auf ihr gewohntes Glas  zum Essen verzichten müssen.

 

Ich finde, dass sich diese Art der Verpackung wohltuend von den auch schon angebotenen Weinen in Dosen abhebt und bei weitem vorzuziehen ist. Und bei der nächsten Reise mache ich auch den geschmacklichen Selbsttest, versprochen!

 

 

publié dans : Essen und Trinken

Dimanche 19 août 2007
Wie in jedem August kurz vor der Weinernte stand auch dieses Jahr wieder eine Kurzreise nach Deutschland, genauer nach Düsseldorf an. Auch wenn der Zeitpunkt  für den Winzer nicht der beste ist (die diesmal sehr schnell fortschreitende Reife regt eher dazu an, den Weinberg besonders aufmerksam zu überwachen, um den bestmöglichen Erntezeitpunkt sofort zu erkennen und eventuelle Schäden in letzter Minute so gut wie möglich abzuhalten) - ein 80. Geburtstag ist aber Anlaß genug, wieder eine Ausnahme zu machen.

Gratulation-zum-80.-Geburtstag.jpg
Gratulation zum 80. Geburtstag !

weinrallye-200.jpg
Die bevorstehende 2. Ausgabe der Weinralley im Hinterkopf, zu der mir noch ein weißer "must-taste Wein" unter 10€ fehlte, freute ich mich schon auf neue Entdeckungen in Düsseldorf - denn mein Keller ist in dieser Kategorie leider nur mit hochpreisigeren Elsaß, Loire- und Jura-Weinen bestückt.


Gleich am ersten Abend , bei einem guten, fast mediteranen Essen glaubte ich fündig geworden zu sein:

repas.jpg

Ein frischer, fruchtiger, feinnerviger Weißer, der hervorragend zum Loup de mer  mit Anchovis-Knoblauchsauce, herzhaftem Salat und den mit Pilzen gefüllten Crêpes paßte, half, die Strapazen der Reise und den Klimaschock (aus dem Hochsommer rein in den nassen Herbst) zu überwinden.

Preislich hätte der Wein sicher in die Ralley gepaßt, als ich dann aber erfuhr, dass dieser absolut trinkbare Tropfen direkt vom in Deutschland so beliebten Discounter Aldi stammt, kamen mir doch Bedenken, ihn für die Teilnahme an der Ralley auszuwählen. Gerade als Winzer steht man diesen Preisdrückerstrukturen ja nicht gerade voller Begeisterung gegenüber. Um der Wahrheit willen muß ich aber zugeben, dass der Wein, ein grüner Veltliner aus Österreich, dazu offensichtlich noch aus kontrolliertem Anbaugebiet, durchaus seinen Platz bei Tisch verdient hatte und sich auch als besser verträglich erwies, als der offene Veltliner, den ich ein paar Tage später in einem Altstadtbistro für 3,40€ das Glas serviert bekam und mit einem dicken Kopf am nächsten Morgen teuer bezahlte.

gruener-Veltliner.jpg

Rheinhessen-Portugieser-Weissherbst.jpg





Obwohl auch im Café des Altenheims Haus Bavier in Erkrath,  Wein durchaus zum Angebot gehört, habe ich es vorgezogen, mich an Kaffee und Kuchen und die beliebten belegten Brötchen zu halten. Immerhin kam hier der Wein aus deutschen Landen: ein Portugieser Weissherbst aus Rheinhessen.







Ein Blick im Vorbeischlendern auf die Rotweinkarte einer gut eingeführten Bierkneipe mit Restaurant bewies einmal mehr, dass die Einbußen der französischen Exporte nicht von ungefähr kommen: auch hier scheint weiter besser - aber auf jeden Fall billiger zu sein.

Weinkarte-Postwirtschaft-Erkrath.jpgWeinkarte Postwirtschaft Erkrath, Frankenheim, Sommer 2007

Mein Aufenthalt in Düsseldorf, der Stadt mit der längsten Theke der Welt, ging schnell wieder seinem Ende entgegen. Die Zeit war zu kurz, um noch weiter auf die Suche nach dem "must-taste Wein" zu gehen. Um dem Touristenblick, mit dem ich meine  Heimatstadt inzwischen betrachte, genüge zu tun, noch ein paar Schnappschüsse.

Was ich von weitem für die Ansammlung eines Volksfestes hielt, erwies sich als ganz normaler Feierabendandrang vor dem Uerigen, einem der noch verbliebenen Brauereihäuser mit Ausschank in der Altstadt.

Uerige-in-Duesseldorf.jpg

Neben den traditionellen Holztischen, die von Zeit zu Zeit  abgeschmirgelt werden können, entdeckte ich hier auch diese praktischen Konstruktionen für den Non-Stop-Straßenausschank:

Altbier-vor-dem-Uerigen.jpg

Ein Spaziergang nur wenig abseits von diesem Getümmel zeigte eine andere Seite der Altstadt - und selbst ich hätte nicht gedacht, hier mitten in der Großstadt am Schwanenspiegel dieses idyllische Camp der beiden Karpfenangler zu entdecken (natürlich mit Anglerkarte und Sondergenehmigung!):

Angler-am-Schwanenspiegel.jpg
Der zweite Teil meines Reiseberichts rund um die Weine, denen man dabei en passant begegnet, folgt - versprochen Und dann geht es wieder hinauf in den Weinberg, wo die Trauben während meiner Abwesenheit weiter sichtbar an Reife zugelegt haben.


par Iris Rutz-Rudel publié dans : Essen und Trinken
ajouter un commentaire créer un trackback

Kaleidoskop

im Blog suchen

Zufallsbilder

weiter empfehlen

Cliquez ici pour recommander ce blog

Blogfamilien


 

 

W3C

  • Feed RSS 2.0
  • Feed ATOM 1.0
  • Feed RSS 2.0
 
blog annuaire sur over-blog.com - Contact - C.G.U. - Rémunération en droits d'auteur avec TF1 Network - Signaler un abus