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Les Knödels

Les knödels débarquent
sur la blogosphère
Die Knödel erobern
die Blogosphäre

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A l'est du Rhin:
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Tambouille & Pistouille Ellie
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Viaggiodinozze Jeanne
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A l'ouest du Rhin:
A Moveable Feast  Ulla
Bolli's Kitchen  Katia
Lisson: journal
d'une vigneronne
Iris
Weingut - Lisson:
ein Winzertagebuch
Iris


 

soll Ihnen die Gelegenheit geben, rund ums Jahr an den aktuellen Arbeiten auf unserem kleinen Gut in Südfrankreich teilzunehmen. Unsere Webseite stellt uns zwar bereits in drei Sprachen vor, aber wie viele Webseiten, ist sie eher statisch aufgebaut. Ein Blog  (es gibt ihn schon in Französisch: hier) erlaubt hingegen, viel spontaner, aktueller und auch weitläufiger über das, was wir tun, was uns bewegt und wofür wir uns sonst noch interessieren, zu schreiben.
Begleiten Sie mich also auf dem Weg durchs Winzerjahr. Hinterlassen Sie Ihre Kommentare oder stellen Ihre Fragen, damit aus diesem Blog ein lebendiges Kommunikationsmittel wird.

Ihre Iris Rutz-Rudel

Lundi 5 mars 2007



Los Sonidos del Vino - Die Klänge des Weins
heißt eine Bild-Ton Collage, die ich dank  der Märzausgabe der Zeitschrift Vinum im Internet gefunden habe.

Wenn Sie ein wenig Zeit haben, bietet Ihnen dieser kleine Film der eine Reise durch das Weinjahr - vom Keller über den Weinberg bis zur Ernte und zurück in den Keller. Aber eben nicht nur in Bildern und untermalt von sanften Gitarrenklängen, sondern auch von den "echten" Bodegas Monje auf TeneriffaGeräuschen, die den Winzer durch das Jahr begleiten.

Es gluckert im Keller, sanfter Regen perlt und erfreut das Ohr und das Herz, das Laub raschelt im Herbst, die Rebschere klackt und begleitet uns durch den Winter, Vögel zwitschern im Weinberg, die ersten Insekten brummen im Frühjahr, Frauen versüßen sich die ersten Laubarbeiten mit Gesang, die Traktoren fahren aus, aber auch die Hacke ist noch im Gebrauch, hier wird der Schwefelpuder gegen den Mehltau noch mit der Puderdose ausgebracht - wie auf den engen Terrassen von Lisson zu Beginn der Vegetation.

Die Ernte erfolgt in aller Ruhe mit geflochtenen Körben, die Trauben werden mit den Füßen zerquetscht und man hört das satte schmatzende Geräusch. Die vertikale Presse mit ihrem Klick-Klack und schließlich die Freude beim traditionellem Umzug und der abschließenden Feier.

Bis wieder Ruhe im Keller eintritt, wo der Wein in seinen Fässern dann reift.

Nehmen Sie sich die Zeit, ein paar besinnliche Momente mit Bild und Ton zu verbringen.


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Mercredi 7 février 2007
Ein kleiner Nachtrag zum meinem Artikel über Mangas, Crime and Wine von letzter Woche bietet sich an.

Inzwischen hat mir ein treuer Leser meiner französischen Blogseite den Hinweis gegeben, dass auch in Frankreich der Weinkrimi bereits eine fest installierte Größe ist.

Ein Autorenduo,  Noel Balen und Jean-Pierre Alaux, veröffentlicht seit einigen Jahren bei den Editions Fayard in der Reihe

Le Sang de la Vigne - Das Blut des Weinbergs

Krimis, die bisher in fast allen bedeutenden Weingebieten Frankreichs gespielt haben.

Goldhochzeit in Yquem - ed. Fayard

Ihr Held ist der Verfasser eines berühmten Weinführers namens Benjamin Cooker, dem Namen nach wohl nicht ohne Absicht seinem amerikanischen Kollegen Robert Parker verwandt, vielleicht gekreuzt mit Michel Rolland und Hercule Poirot, der die spannenden Fälle zusammen mit seinem Assistenten löst.


In Flagranti auf der Romanée-Conti, ed. Fayard


Leider habe ich selber noch keinen der Bände gelesen. In einem Interview mit einem der Autoren erfuhr ich, dass die Titel bereits in zahlreiche Sprache, darunter Englisch, Spanisch  und Japanisch, übersetzt sein sollen und auch schon Verhandlungen für eine baldige Verfilmung laufen.

Sollte sich ein deutscher Verlag dafür interessieren, würde ich mich gerne als Übersetzer zur Verfügung stellen - es wäre eine gute Methode, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden!

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Dimanche 4 février 2007
Gerade erhalte ich wieder den monatlichen Newsletter, den Jean-Pierre Mascaron von Collection Privée tire bouchon (privatsammlung von Korkenziehern) regelmäßig verschickt.

Obwohl ich selber nicht zu den Sammlern gehöre (jedenfalls nicht zu den Korkenziehersammlern...), fasziniert mich seine ausführlich gestaltete und illustrierte Webseite seit dem ersten Besuch.



Sie ist übersichtlich und gut gegliedert, jeder Navigationspunkt bietet neue Aus- und Einblicke in das Thema, viele grundsätzliche Informationen sind nicht nur in Französisch, sondern auch in Englisch erhältlich - und der Newsletter ist eben immer wieder eine wahre Fundgrube und ein Augenschmauß.

Schauen sie doch einfach mal hinein.

Und für Hinweise auf vergleichbare Seiten aus dem deutschen Sprachbereich bin ich natürlich dankbar!

Viel Spaß!

par Iris Rutz-Rudel publié dans : gelesen oder gehört commentaires (0)   
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Samedi 3 février 2007
Während draußen nach einer kurzen, willkommenen Kältewelle der Winterschnitt weitergeht, wobei die Minustemperaturen der letzten Woche den Reben endlich zur dringend notwendigen Winterruhe verholfen haben (im Dezember „weinte“ das Rebholz noch während des Schnitts), nutze ich das ruhige Wochenende, um mich wieder ein wenig im Internet umzusehen.

Der Artikel eines Winzerkollegen aus Frankreich, der erfreut vom Rekordabsatz eines seiner Weine in Japan berichtet, nach dem die Flasche in einem Manga erwähnt wurde,  hat mich nach weiteren Informationen zu diesem Thema suchen lassen.

Wenn ich von der Begeisterung und Treue meiner japanischen Kunden auf die Sensibilität und die Entwicklungsfähigkeit des japanischen Marktes schließen kann, so scheint mir auch diese Form der Publikumsinformation durchaus geeignet, um einen ersten Anstoß für neue Verbraucherschichten zu geben.

Ich bin selber mit dieser Publikationsform nicht sehr vertraut – selbst die hier in Frankreich sehr verbreitete Kultur der „bande déssinée“ (des Comics) hat mich nie voll in ihren Bann ziehen können – ich mag immer noch eher Bücher mit viel Text, um meine Fantasie anzuregen.

Immerhin ist es mir auf diese Weise aufgefallen, dass in Deutschland inzwischen im Rahmen der Diversifizierung der Krimi-Literatur und ihrer regionalen Varianten der Weinkrimi sich wachsender Beliebtheit erfreut. Selbst der Tourismus hat das Thema Crime and Wine für sich entdeckt.



Auch ich habe mir, angeregt vom Angebot in der Kölner Bahnhofsbuchhandlung beim Umsteigen auf Deutschlandreise, schon den einen oder anderen Vertreter dieser Kategorie „reingezogen“ und natürlich vor allem die „fachlichen“ Grundlagen der Handlung genossen.



In unserem täglichen Winzerleben gibt es etwas weniger Leichen, auch wenn ich mir durchaus bewusst bin, dass mit zunehmender Konkurrenz und immer neuen technischen Möglichkeiten, sich den marktgerechten Tropfen mit möglichst geringen Betriebskosten zurechtzumischen, der kriminellen Energie unlauterer Kollegen überall auf der Welt kaum Grenzen gesetzt sind.



Aber natürlich kenne ich in meinem persönlichen Bekanntenkreis niemanden, für den das gilt – und ansonsten spricht man darüber  auch nicht, wie schon der Winzerblogger in einem seiner letzten Beiträge feststellte.

In Frankreich findet man übrigens kaum „Polars“ also romans policiers, die das Thema behandeln. Vielleicht wird es jetzt beliebter, nachdem auch hier die Verfilmung von Peter Mayles „Ein gutes Jahr“  durch Ridley Scott angelaufen ist, die neben dem üblichen provenzalischen Lokalkolorit auch das Thema des „Garagenweins“ noch einmal vulgarisieren könnte.




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Dimanche 3 décembre 2006
Auch in diesem Jahr war die Weinernte in Lisson wieder eine recht polyglotte Veranstaltung. Da es sich um eine Ernte in auseinander liegenden Etappen handelt, bei der die verschiedenen Rebsorten jeweils bei optimaler Reife eingebracht werden, lohnt sich keine feste Erntemannschaft, die sich über 4  bis 5 Wochen für nur 4 bis 5 Erntetage bereithält, sondern wir bringen die Trauben mit der Hilfe unserer Freunde und Nachbarn ein.


Der erste Erntetag ist immer dem Pinot Noir gewidmet. Der Spätburgunder, wie er ja in Deutschland heißt, ist hier im Languedoc eine ganz frühreife Rebsorte, die weit vor allen anderen roten Sorten reift und es auf beträchtliche Öchslegrade bringt – vor allem, wenn, wie in Lisson, nur hochqualitative Klone ausgesucht wurden und auf den eher kargen Böden bei erhöhter Pflanzdichte im Winter so kurz zurück geschnitten werden, dass die Ertragsmenge in den meisten Jahren auch ohne „Grünernte“ in sehr bescheidenem Rahmen bleibt.



Leider war hier der größte Schaden durch unsere eifrigsten Abnehmer, die Wildschweine, zu verzeichnen. Das frustrierte die freiwilligen Helfer fast noch mehr als uns, die wir den Anblick abgefressener Trauben inzwischen schon fast gewohnt sind und gelernt haben, dass es auch nichts mehr nutzt, bei diesem Anblick in Tränen auszubrechen.... Von Zeit zu Zeit wird zwar einer der Schuldigen von den hiesigen Jägern erlegt, angesichts der großen Menge dieser Kreuzungen zwischen Wild- und Hausschwein, die vor Jahren ausgesetzt wurden, um die bescheidenen Bestände zur Freude der immer zahlreicheren Jäger (in Frankreich gilt die Jagd seit der Revolution als „Bürgerrecht“) zu erhöhen, ist das aber ein Tropfen auf den berühmten heißen Stein.



Das Exemplar auf dem Bild wurde im übrigen innerhalb des Elektrozauns, den wir um den Berg gezogen haben, erwischt.


Nach Pinot ist meist Merlot an der Reihe, dicht gefolgt von der Terrasse mit Côt (auch als Malbec bekannt).

Dann folgen meist zwei bis drei Wochen Pause, in denen regelmäßige Gänge durch den Weinberg und Verkostung der Trauben helfen, den idealen Reifezeitpunkt für die beiden Cabernetsorten, Franc und Sauvignon, zu bestimmen. Hier benutze ich zwar auch die Oechslewaage, die in Frankreich Mustimètre heißt, verlasse mich aber fast noch mehr auf den Geschmack der Trauben und die Farbe und Konsistenz der Kerne, die leicht braun sein sollten und zwischen den Zähnen knacken sollten, um später dem Weine keine unreifen Tannine zu vermitteln.

Unsere letzte Rebsorte, die oft erst im Oktober geerntet wird, ist der Mourvèdre, sein Reifezyklus gleicht dem des einheimischen Carignan, er ist der längste. Zum Glück sind die Trauben nicht so empfindlich wie andere Sorten. Auch ein paar Regenstürme, wie sie hier im September immer zu erwarten sind, können den relativ dicken Traubenhäuten wenig anhaben. Und auch hier zeigt sich immer wieder der Vorteil eines rigorosen Schnitts und natürlicher Düngung, die  zu viel üppige Vegetation, die dann schlecht trocknen würde, vermeiden helfen – und auch die Hanglage im Wind verhindert Staunässe und hilft, gesundes Traubengut auch ohne häufiges Spritzen zu erhalten.

Auch in diesem Jahr wurde die Reihenfolge wieder eingehalten – beinahe hätte ich da noch unseren Petit Verdot, diese fast vergessene Bordeauxsorte vergessen, der normalerweise den Mischsatz der Echelles de Lisson komplettiert. Da er seinem Namen „petit“ Ehre macht und wirklich nur winzige Beeren an laschen Trauben liefert, die gerade mal 2 oder drei Kisten füllen, habe ich ihn in diesem Jahr zwei Tage vor dem Mourvèdre ganz alleine geerntet – im Clos des Cèdres, der Arena, in der man sich immer weit weg vom Rest der Zivilisation fühlt, so still kann es hier sein.

An den anderen Erntetagen klang es fröhlich Deutsch – Englisch – Französisch durcheinander.




  

Vielen Dank noch einmal an Dean, Nathanael, Adelaide, Blanche, Fabrice, Heiner und Anja, die unsere „Stammmannschaft“ von Lisson jeweils rechtzeitig und effizient ergänzt haben. 3 Sprachen, 4 Nationalitäten, Künstler, Handwerker und Lehrer, Frührentner und Lebenskünstler – eine bunte Mischung, wie jedes Jahr – und ein Hoch auf die Freundschaft, die all unsere Helfer jedes Jahr wieder zusammenführt!

Thank you! Merci und Danke!


par Iris Rutz-Rudel publié dans : Arbeit im Weinberg commentaires (1)   
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Kellerprobe


 

 

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