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Les Knödels

Les knödels débarquent
sur la blogosphère
Die Knödel erobern
die Blogosphäre

       l-anim-knoedel.gif 

A l'est du Rhin:
Bretzel & Café Crème  Flo
Cueillir les Étoiles  Laure
Desperate Hausfrau Schatz
Les Joues Roses La Grenouille
Marmite d'un p'tit point Clairechen
Tambouille & Délices Sonia
Tambouille et Gourmandise  Frédée
Tambouille & Pistouille Ellie
Tomaten Quiche Marion
Viaggiodinozze Jeanne
Wie Gott in Deutschland Véronique

A l'ouest du Rhin:
A Moveable Feast  Ulla
Bolli's Kitchen  Katia
Lisson: journal
d'une vigneronne
Iris
Weingut - Lisson:
ein Winzertagebuch
Iris


 

soll Ihnen die Gelegenheit geben, rund ums Jahr an den aktuellen Arbeiten auf unserem kleinen Gut in Südfrankreich teilzunehmen. Unsere Webseite stellt uns zwar bereits in drei Sprachen vor, aber wie viele Webseiten, ist sie eher statisch aufgebaut. Ein Blog  (es gibt ihn schon in Französisch: hier) erlaubt hingegen, viel spontaner, aktueller und auch weitläufiger über das, was wir tun, was uns bewegt und wofür wir uns sonst noch interessieren, zu schreiben.
Begleiten Sie mich also auf dem Weg durchs Winzerjahr. Hinterlassen Sie Ihre Kommentare oder stellen Ihre Fragen, damit aus diesem Blog ein lebendiges Kommunikationsmittel wird.

Ihre Iris Rutz-Rudel

Vendredi 11 mai 2007

Korken-2005-bouchons.jpg

Lange angekündigt,  durch den Schlechtwettereinbruch Ende April verhindert, war es jetzt am letzten Wochenende endlich so weit: Meteo France kündigte uns die Rückkehr des lange erwarteten Nordwindes an: La Tramontane, unsere lokale Ausgabe des Mistral und wie immer Garant für ein Hochdruckgebiet mit klarer Luft dank frischem Wind, wie ich es für die Arbeit mit dem Wein und vor allem für die delikate Periode des Abfüllens bevorzuge.

tramontane-Nordwind.jpg


Am Himmel nur ein paar weiße Wolken, die schnell über uns hinweg ziehen, keine einzige Fruchtfliege weit und breit und ein frischer Hauch für den Keller, der es sogar erlaubt, mit offener Tür  und Tageslicht zu arbeiten, ohne ein Ansteigen der Innentemperatur befürchten zu müssen.

embouteilleuse-Abfuellmaschine.jpg


Nah am Eingang steht unsere kleine italienische Abfüllanlage aus Edelstahl, mit ihren 4 Abfüllstutzen. Links davon stehen die Kisten mit den neuen leeren Flaschen, rechts die Handkorkmaschine aus der Schweiz, alles in Allem wider ein internationales Unternehmen, bei dem jetzt der Saft aus den französischen Trauben von deutscher Hand auf Flaschen gezogen wird.

 

KLaus-pompe-pumt.jpg

Von Zeit zu Zeit pumpt Klaus mit der Luftpumpe wieder etwas Druck ins Barrique, der dann den Wein durch die „canne de soutirage“, den „Abzugsstab“  in das Reservoir der kleinen Abfüllanlage laufen lässt. 

canne-de-soutirage-Abfuellstab.jpg

Wir haben uns im Laufe der Jahre gut aufeinander und aus den Rhythmus, den die vier Stutzen erlauben, eingestellt und so ist ein Barrique in einer dreiviertel  Stunde in der Flasche (knapp 300 Flaschen, je nachdem ob es sich um ein Bordeaux- oder ein Burgunderfass handelt).

 

bouchonneuse-Korkmaschine.jpg



Klaus füllt und pumpt, ich setzte die Korken ein und räume wieder in Kisten, die ich dann so stapele, dass die Flaschen erst noch aufrecht stehen, um ein Entweichen eventuellen Überdrucks zu erlauben.

degazage-Luft-ablassen.jpg

Nach 2 Tagen werden die Flaschen dann im Flaschenkeller liegend in die Regale eingeräumt. Da unsere Flaschen leicht konisch sind, werden die Reihen immer abwechselnd geschichtet, das ist etwas mühsam, sorgt aber für die richtige Stabilität.

 

 

repos-Ruheposition-copie-1.jpg

Die liegende Lagerung vor dem Aufsetzen der Steuerkapsel ermöglicht es, eventuelle undichte Korken sofort zu identifizieren, bevor die Kapsel alles verdeckt und die Flaschen in den Karton für die Auslieferung kommen. Und wie schon oft erzählt, erfordert erst der Einsatz der Kapselmaschine den Gebrauch von Strom, also den Einsatz unseres Elektroagregats, um die 220 Volt für die kleine Maschine zur Verfügung zu stellen.

Bei den meisten Kollegen sieht das natürlich anders aus. Viele kleine bis mittlere Betriebe greifen auf den ambulanten Dienst von voll ausgerüsteten Abfülllastwagen zurück, in die der Wein auf der einen Seite hineingepumpt wird, und die am Fließband drinnen vom Filtern über das Abfüllen, Korken, Kapseln und wieder Einpacken alles halb- bis vollautomatisch erledigen, bis hinten die Kartons  versandfertig auf die Paletten gestapelt werden.
Ich habe noch auf der Weinbauschule gelernt, dass sich die Anschaffung einer  eigenen Abfüllanlage erst ab 100.000 Flaschen jährlicher Produktion rentiert, eine Produktion, die ein Weingut in einer französischen Appellation, dass sich an die vorgeschriebenen Höchstmengen für eine Qualitätsproduktion hält, wohl so ab 15 bis 20 ha Anbaufläche erreichen wird.  Ich werde wohl in meinem ganzen Winzerleben bei weitem nicht an diese Zahl heranreichen....

Jetzt müssen nur noch die Etiketten auf den neuesten Stand gebracht werden: Jahrgang und Alkoholgehalt der einzelnen Weine werden ja jedes Jahr geändert,  dazu kommt in diesem Jahr zum ersten Mal der Hinweis, dass die Weine Schwefel enthalten, oder auf gut international: „contains sulphites“, um Allergiker zu warnen. Seit Ende 2005 ist dieser Hinweis in Europa Pflicht für alle Weine, die mehr als 10mg/l totalen Schwefel enthalten

Da unsere Weine des Jahrgangs 2005 diesmal mit einem Gehalt von 12 bis 23 mg/l über diesem Wert liegen, werden wir den Satz aufs Etikett nehmen. Schade, dass man nicht vorschreibt, dass dann auch die tatsächlichen Analysewerte aufgeführt werden, denn da gibt es himmelweite Unterschiede. Erlaubt sind für Bio-Rotweine  - auch solche mit Demeterzertifikat - 70mg/l, für Likörweine sogar bis zu 200mg/l – für alle übrigen schreibt Europa 160mg/l bzw. 400mg/l  als Höchstmengen vor. 


Schade, dass die Regelung wieder nicht im Sinne einer besseren Transparenz gefasst wurde.

rincage-spuelen.jpg

Unsere Kellerarbeit endet, wie so oft, mit dem großen Spülen, ehe die Fässer für die nächste Ernte eingelagert werden.


par Iris Rutz-Rudel publié dans : Kellerarbeit commentaires (0)   
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Vendredi 4 mai 2007
Ich hätte meine Eindrücke auch für die dritte Ausgabe der vendredis du vin (die französische Ausgabe des "wine bloging wednesday") Ende Mai, zurückhalten können, die der neue „Präsident für einen Monat“ Emmanuel Delmas von blog Sommelier-Vins.com den „Vins de Femmes“ = Weine von Frauen, gewidmet hat.

Denn an der Spitze von Château Coujan, wo ich einen sehr angenehmen Abend mit Verkostung sowohl im Keller als auch während des anschließenden ausgezeichneten Essens verbracht habe, befindet sich seit 1990 eine Frau: Florence Guy, fünftes Glied der Winzerfamilie Guy auf Coujan und Tochter von François Guy, einer der bedeutendsten Persönlichkeiten in der Geschichte des Weinbaus im Languedocfür die letzten 50 Jahre. (Für die, die auch meinen französischen Blog lesen, Sie erinnern sich vielleicht? „François Guy de Château Coujan, grand homme du vin et précurseur des cépages nobles dans la région avec ses Vins de Pays Cabernet-Merlot, ses Mourvèdres de sa propre sélection massale était notre premier idole...“)

So kam ich also Montag am späten Nachmittag über die kleine Straße von Murviel, die durch die sanften Hügel auf die Ländereien des Château führt (100 ha, davon 65 mit Weinreben bepflanzt). Kurz davor überraschten mich wunderschön blühende Felder - diese wogenden lila Blumen, die ich erst für Disteln hielt, stellten sich später als Phacelia heraus, eine schöne Illustration dessen, was man hier Bienenbrachen nennt.

phacelie.jpg

Unter den beeindruckenden Platanen auf dem Vorplatz des Herrenhauses von Coujan wartet schon eine Gruppe von deutschen Weinliebhabern aus Hamburg, die hier auf ihrer 5. und letzten Etappe einer Winzerrundreise im Languedoc angekommen sind. Sie sind in Begleitung von Torsten Tesch, dem rührigen Weinhändler und Traiteur, durch den sie schon viele Weine der Gegend in seiner Weinbar « Guter Wein » in Eppendorf, einem guten Wohnviertel der Hansestadt, kennengelernt haben.

Florence Guy, die ich seit unserer gemeinsamen Zeit auf der Weinbauschule in Béziers in den 80ziger Jahren kenne, hat mich zur Hilfe gerufen, um während der Kellerbesichtigung und Verkostung als Übersetzerin zu fungieren.

Wir folgen François Guy, immer noch so faszinierend und schelmig, trotz seiner fast 90 Jahre, zunächst in die romanische Kapelle des Gutes, wo ein Teil des römischen Mosaiks untergebracht ist, das hier vor Jahren beim Arbeiten auf dem Vorplatz ausgegraben wurde. Dieses Mosaik ist, auch wenn es mit seinen schwarz-grau-weißen geometrischen Formen nicht an Abbilder von Trinkgelagen aus Herkulaneum heranreicht, doch der Beweis, dass hier eine römische Villa, gestanden hat. Man kann sich den römischen Würdenträger vorstellen, der hier, wie im Prospekt von Coujan angedeutet, "verführt von der Landschaft, in der Weinberge, Olivenhaine und Zypreen eine Mittelmeerlandschaft von florentinischem Charme bilden" seinen Wohnsitz wählte..
Ein Teil der Kapelle stammt aus dem 11. Jahrhundert - da sie nicht als Baudenkmal klassifiziert wurde, obliegt die Renovierung den Besitzern.


chapelle-coujan.jpg

Wieder im Freien, empfängt uns der Chor der Pfauen,

paon.jpg

die hier zahlreich frei in Park und Weinberg leben und jeden Gast mit ihren, leider im Vergleich zu ihrer äußeren Schönheit eher abschreckenden Schreien empfangen und begleiten. François Guy erklärt uns vor dem Keller das besondere Terroir des Gutes: eine Insel versteinerter Korallen, ein ehemaliges Atoll des Helvetischen Meeres aus dem Jura, dessen röhrenförmige Struktur dem Boden sein fantastisches Drainagepotential gibt und gleichzeitig hilft, bei großer Hitze genügend Frische aus dem Untergrund wieder hervorzubringen.

corail.jpg

Anschließend treten wir ein in die Kühle des Kellers, der mit seinen zu beiden Seiten aufgereihten Fassreihen schon fast einer Kathedrale ähnelt: Eichenfuder von 210 hl Inhalt, das sieht man selbst im Languedoc nicht mehr oft. Am Eingang steht beiläufig eine alte Kutsche und erinnert an die Zeit der Marquis, der Herzöge. Im Hintergrund eine Ansammlung von merkwürdigen "Öfen", die sich als Geräte für die Fabrikation von heißem Dampf herausstellen, mit dem die Fässer desinfiziert und das Holz feucht gehalten wurde. Alle Fuder werden nicht mehr gefüllt, da für ihre Reperatur inzwischen das notwendige Fachpersonal in der Gegend fehlt (auch Küfer ist ein Beruf, der nicht mehr so vertreten ist, wie noch vor 100 Jahren).

cave-coujan-copie-1.jpg

Auf dem Gut wird eine breite Palette von Rebsorten angebaut : Die der : AOC Saint Chinian - Mourvèdre 17 ha, Grenache 9 ha, Syrah 7 ha, Cinsault 7 ha, aber auch Merlot, Cabernet Sauvignon, Rolle und Sauvignon Blanc für die vins de pays - die Landweine.

gamme des vins Château Coujan

Die Cabernet- und Merlottrauben stammen von echten vieilles vignes - alten Reben, weil François Guy schon vor über 40 Jahren ein Vorreiter des Qualitätsanbaus war, der auf den Böden von Château Coujan, lange bevor die Gurus des örtlichen Weinbaus über qualitätsverbessernde Rebsorten nachdachten und bevor der warme Regen der europäischen Subventionen auch die anderen Bauern ermutigte, das "Risiko" auf sich zu nehmen, etwas anderes als den Massenweinbau zu betreiben, bei dem lange Quantität mehr Ertrag brachte als Qualität.

Dégustation Château Coujan 2007



Wir verkosten also zunächst die Palette der AOC Saint Chinian, aus Syrah, Grenache und Mourvèdre mit der Cuvée Bois Jolie und der Cuvée Gabrielle de Spinola (welch ein Genuß, François Guy aus dem offiziellen notariellen Vertrag rezitieren zu hören, der vor Jahrhunderten zwischen der edlen Marquise de Spinola und ihrem Pächter auf Coujan abgeschlossen wurde und diesen verpflichtete, jedes Jahr ein Fass vom feinsten Rotwein des Gutes nach Murviel zu bringen, wo dieser besondere Wein auch dem König von Frankreich ausgeschenkt wurde, wenn er auf seinen (seltenen) Besuchen beim Landadel, hier Station machte!) Wir kosten Weine voller Frucht, aber auch mit ausgewogenen Tanninen, die uns jetzt schon gut schmecken, obwohl sie auch noch einige Jahre lagern können



Le Divin d'Achille 2006

Anschließend folgen dieVins de Pays, cuvée Kenza-Marie 2003, ein Mischsatz aus Merlot, Cabernet und Mourvèdre, noch etwas eckig und vom Holz des Ausbaus in 600 l Eichenfässern beeinflußt – sein Vorgänger, der Vins de Pays de Coteaux de Murviel 1998, zeigt sich da schon zahmer und macht Platz für den Ahnherrn dieser Cuvée, von dem es tatsächlich noch einige seltene Flaschen zu kaufen gibt, den Jahrgang 1977, ein Wein, der sich hervorragend gehalten hat, wie es sich für einen Wein, der die Zusammensetzung eines Saint Emilion (70% Merlot, 30% Cabernet) hat, gehört, ein Genuß durch seine verschmolzenen Tannine und seine delikaten Frucht- und Tertiäraromen.

Und jetzt hätte ich beinahe vergessen, auch von den Weissweinen zu sprechen, Weiße von lebhafter Frische und voller Bouquet, als AOC die cuvée Bois Jolie aus den Rebsorten Rolle (Vermentino), Grenache blanc und Roussanne und die neue Cuvée Le DiVin d'Achille, die dieses Jahr aus Trauben von Sauvignon und Muscat geboren wurde. Der AOC Saint Chinian rosé mit seinen originellen Noten roter Beerenfrüchte und dem Duft der Garrigue (Strauchheide) erfrischt uns. Schließlich folgt noch ein Süßwein aus edelfaulen Beeren, wie in Sauternes, (Ertragsmenge 5hl/ha), der nicht jedes Jahr eingebracht werden kann und Aromentiefe, Süße und Lebhaftigkeit verbindet, die Dernière Cueillette, letzte Ernte, die im November erfolgte - und die hierzulande nicht als "Spätlese" bezeichnet werden darf, da diese Name nach dem Gesetzt nur den Weinen aus dem Elsass vorbehalten ist - auch eine Form von innerfranzösischem Protektionismus.

derniere-cuillette.jpg


Eine Verkostung eines Löffels mit Olivenöl des Gutes schließt den Aufenthalt im Keller ab und hilft so, die Kehle wieder geschmeidig für das Mahl zu machen, das uns noch bevorsteht. Francois Guy erklärt noch den Unterschied zwischen "jungfräulichem" und "un-jungfräulichem" Öl, bevor wir zurück zum Haupthaus schlendern, um das herum die Pfauen inzwischen ihre Plätze in den Bäumen und auf den Dächern eingenommen haben, wo sie sicher die Nacht verbringen werden.

Wir treten in den von Gewölben überdachten nach innen offenen Hof des Herrenhauses, wo uns weiß gedeckte Tische erwarten, um hier noch einmal während der folgenden Winzermahlzeit mit regionalen Spezialitäten die ganze Palette der Weine des Hauses "in situ" zu testen und zu genießen.

coujan-la-voute-a-table.jpg

Hier wird nicht mehr heldenhaft gespuckt, wie zuvor im Keller, sondern voll genossen produits fermiers de la région regionale Produkte aus dem Umland werden uns mit Charme von Florence Guy und ihrem jungen Sohn Achille serviert.

Florence-et-Achille.jpg

Die Austern kommen aus dem Binnensee von Thau, an der Mittelmeerküste bei Sète und werden vom Rolle begrüßt. Die großzüg servierten Wurstwaren, Bergschinken, Pâté, Boudin( Blutwurst) und Hartwürste, stammen aus Lacaune, einer kleinen Stadt auf der Hochebene der ersten Cevennenausläufer im Hinterland und passen hervorragend zum Rosé, der grüne Spargel und das Mesclun von jungem Salat brauchen nur ein paar Tropfen hauseigenes Olivenöl und ein paar Spritzer Hausessig, um zusammen mit den anderen Weisweinen des Hauses unseren Gaumen zu erfreuen.


feu de grillade

Im Innenhof, vor der rustikalen Sommerküche verglühen langsam ein paar mächtige alte Rebstöcke, um die Glut zu erbringen, auf der dann dicke Scheiben der Lammkeule "à point" gerillt werden, ein "agneau fermier", so zart, so saftig und so geschmackvoll, wie ich es lange nicht mehr auf dem Teller hatte (das letzte Mal vielleicht bei meinem Kollegen Thierry Navarre in Roquebrun bei einem Abschlußessen unter Winzern zum Ende der Weinernte).Ratatouille und in kleine Würfel geschnittene hausgemachte Bratkartoffeln mit würzigen Kräutern runden das Vergnügen ab – und hier sind die Rotweine an ihrem Platz.


plâteau de fromage repas Château Coujan 2007

Die Käseplatten versammeln eine schöne Auswahl von lokalen Ziegenkäsen unterschiedlicher Reife rund um einen "Bauernroquefort", der schön fett und mit dem so köstlichen Pilz durchzogen noch einmal begeistert. – hier ist L’Ile de Corail an ihrem Platz, diese Cuvée, die nur in den besten Jahrgängen erarbeitet wird, und dann ausschließlich aus Mourvèdretrauben, die sich als empfindliche Traubensorte nur unter idealen Bedingungen voll entfalten.

Florence-Guy-Corail.jpg

Die bauchige Flasche mit dem Siegellack statt einer Kapsel und dem schmalen, eleganten Etikett um den großzügigen Bauch wird von Florence präsentiert, die stolz ist, dass ihr Baby alle Tischgenossen noch einmal begeistert. Es folgt noch eine Auswahl von Tartes, diesen typischen französischen Obstböden, hausgemacht auch sie und begleitet von einem letzten Glas Dernière Cueillette, das die Gesellschaft inspiriert, zu Ehren ihrer Gastgeber und zum Dank ein sanftes deutsches Wiegenlied anzustimmen, bevor ein letzter Café allen wieder genug Schwung gibt, um von diesem gemütlichen Innenhof Abschied zu nehmen, in dem jetzt der betörende Duft der Blüten schwebt, den sie nur nachts verströmen...


Fleur

Der Mond steht schon hoch am Himmel, als drei Großraumtaxis unsere Hamburger zurück nach Beziers zur letzten Nacht in einem Landstrich bringen, wo sie 4 Tage gesehen haben, dass "Leben wie Gott in Frankreich" kein leeres Wort ist!


Ich schlage das freundliche Angebot, auf dem Gut zu übermnachten aus (obwohl ich dabei vielleicht die schöne Ferienwohnung , den gîte rural von Coujan hätte ausprobieren können) und mache mich auf den Rückweg nach Hause, 45 km entlang des Orbtals über Roquebrun nach Tarrassac und nach Olargues, und wieder zurück in unserem verwunschenen Tal von Lisson. Es war schön, einen Abend in angenehmer Gesellschaft an diesem magischen Ort verbracht zu haben, an dem immer noch drei Generationen der Familie Guy vereint zusammenleben und uns die Früchte ihrers Engagements, ihre Weine mit so viel Liebe und Begeisterung nahebringen.

Francois-et-Florence-Guy.jpg




par Iris Rutz-Rudel publié dans : Essen und Trinken commentaires (0)   
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Mardi 24 avril 2007
Raten Sie, welche alten Jahrgänge von Lisson da gestern abend mit so viel Engagement verkostet (und natürlich auch zum Essen getrunken) wurden.

Verkostung.jpg

cliquez ici

Leider fehlt die Tonspur, aber vielleicht könnte man das Ganze mit ein paar Sprechblasen ergänzen...
par Iris Rutz-Rudel publié dans : Essen und Trinken commentaires (0)   
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Dimanche 25 mars 2007

Gestern Abend, zwischen den Wolkenfetzen, die der langsam nachlassende Sturmwind der letzten Tage noch über den Himmel trieb, konnte man dieses schöne « Croissant de  Lune »  (Mondhörnchen) wie der Franzose dazu sagt, am Himmel sehen. Klaus hat es für Sie aufgenommen.

 

"Croissant de Lune" Ende März

Welche Überraschung dann heute Morgen – nicht nur hatte die Uhr auf Sommerzeit gewechselt (und diesmal hatte ich gestern nichts davon gehört, obwohl sonst doch immer auch für den letzten „Dummen“ erklärt wird, ob man die Uhr nun eine Stunde vor oder eine Stunde nachstellen soll). Nein, zu allem Überfluss stand da auch keine strahlende Sonne am Himmel, um die Sommerzeit namensgerecht einzuläuten, sondern draußen erwartete mich ein grauer Tag und die Gipfel des Berges gegenüber waren noch einmal schneebedeckt.

 

„La Femme Couchée – Die liegende Frau“


Ich nenne diesen Berg „La Femme Couchée – Die liegende Frau“ – auch wenn andere diesen Namen eher dem Caroux zuordnen, bestehe ich doch auf meiner Interpretation der großzügigen Rundungen, die ich täglich beim Aufstehen schon an unserem nördlichen Horizont sehe. Nach der Legende handelt es sich um Cebenna, eine Tochter der Titanen, die sich dort aus Liebeskummer niederlegte und zu Fels erstarrte. Und dort, wo sich ihre Haarpracht erstreckt, kann man noch ihren goldenen Kamm finden, den Schatz, der dem bestimmt ist, der am richtigen Tag dem Strahl des Regenbogens folgt. Dort, wo er die Erde berührt, liegt der Schatz.

 

Hoffen wir also, dass der Frühling bald wieder zurückkommt, mit seiner Sonne und den leichten Schauern, die die Regenbögen an den Himmel zaubern. Und wenn ich beim Abschluss des Winterschnitts oben auf meinem Hügel den Ort sehe, wo einer den Boden berührt, werde ich ein Bild für Sie machen. Beim nächsten Besuch in Olargues nehmen Sie ihr tragbares GPS auf die Wanderung mit, mal sehen, ob Sie nicht mit einem Schatz zurückkommen!

par Iris Rutz-Rudel publié dans : Strandgut commentaires (0)   
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Mercredi 21 mars 2007
Wochenlang konnten wir uns über den "Jackpot" auf der Meteo-Seite freuen: die vielen großen Sommen und die daraus folgenden strahlenden Tage waren ideale Arbeitsbedingungen für den Weinberg.


Der Frühling kündete sich mit Macht an, die Bäume schlugen aus, die ersten Blüten verströmten ihren betörenden Duft, die Igel verbrachten animierte Nächte rund ums Haus, die ersten Eidechsen sonnten sich auf den Mauern und beom Schneiden mußte ich von Zeit zu Zeit einen Marienkäfer verscheuchen, der der Klinge meiner Rebschere zu nahe kam.

Die Kollegen Winzerblogger veröffentlichten die ersten Fotos von sich öffnenden Rebknospen und saftstriefenden Schnittwunden (der Wein "weint" - la vigne pleure).

Und dann, pünktlich zum offiziellen Frühlingsanfang: patatrass!!! Temperatursturz, eisige Winde wehn von Norden, fallen in stürmischen Böen über uns her und bringen von der weiß bedeckten Hochebene gegenüber weiße Flocken und Schneegriesel mit.

Nun, uns kann's recht sein. Wir nutzen die letzten zwei Tage, um schön im Warmen die nächste Flaschenabfüllung vorzubereiten.

Nachdem der Jahrgang 2004 aufgrund der schlechten Witterung im Monat August unseren Qualitätsansprüchen für einen LISSON nicht entsprach, ist es besonders schön, jetzt die Abfüllung des Jahrgangs 2005 ankündigen zu können.


Da müssen die Flaschen bestellt werden, die Korken mit dem Lisson-Logo und dem Jahrgangsstempel, die Kartons. Demnächst werden wir die neuen Etiketten vorbereiten, die dann später aus den Farbfotokopien von Hand ausgeschnitten werden, für's Krönchen am Ende mit der Nagelschere. Und da wir keine Großkunden mit breiten Zufahrten und Verladerampe sind, ist es immer ein rechtes Vabanquespiel, zu wissen, ob die einzelnen "Zutaten" auch alle zusammen pünktlich in Lisson versammelt werden können. Unsere Erfahrungen mit Transporteuren sind lang und kompliziert - 14 Tage bis zur Auslieferung aus der nächsten Großstadt sind keine Seltenheit. Die DHL-Reklame ist für mich nur Spott und Hohn...

Wichtig war es auch, jetzt schnell unsere neue Broschüre mit dem



zusammenzustellen.  Wir bieten sie unseren Kunden nach Wahl entweder als PDF Dokument per Email oder ganz klassisch auf Papier per Post an. Wer vor dem 15. April bestellt und schon zahlt, kann von einem kleinen Rabatt pro Flasche profitieren.
 


Jedenfalls ist es bald vorbei mit dem beschaulichen Leben, dass die Weine während der letzten 18 Monate in den Tiefen unseres Kellergewölbes geführt haben. Ein wenig ähnelt es auch immer einer Geburt.




 


par Iris Rutz-Rudel publié dans : weingut-lisson commentaires (0)   
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Kellerprobe


 

 

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