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Les Knödels

Les knödels débarquent
sur la blogosphère
Die Knödel erobern
die Blogosphäre

       l-anim-knoedel.gif 

A l'est du Rhin:
Bretzel & Café Crème  Flo
Cueillir les Étoiles  Laure
Desperate Hausfrau Schatz
Les Joues Roses La Grenouille
Marmite d'un p'tit point Clairechen
Tambouille & Délices Sonia
Tambouille et Gourmandise  Frédée
Tambouille & Pistouille Ellie
Tomaten Quiche Marion
Viaggiodinozze Jeanne
Wie Gott in Deutschland Véronique

A l'ouest du Rhin:
A Moveable Feast  Ulla
Bolli's Kitchen  Katia
Lisson: journal
d'une vigneronne
Iris
Weingut - Lisson:
ein Winzertagebuch
Iris


 

soll Ihnen die Gelegenheit geben, rund ums Jahr an den aktuellen Arbeiten auf unserem kleinen Gut in Südfrankreich teilzunehmen. Unsere Webseite stellt uns zwar bereits in drei Sprachen vor, aber wie viele Webseiten, ist sie eher statisch aufgebaut. Ein Blog  (es gibt ihn schon in Französisch: hier) erlaubt hingegen, viel spontaner, aktueller und auch weitläufiger über das, was wir tun, was uns bewegt und wofür wir uns sonst noch interessieren, zu schreiben.
Begleiten Sie mich also auf dem Weg durchs Winzerjahr. Hinterlassen Sie Ihre Kommentare oder stellen Ihre Fragen, damit aus diesem Blog ein lebendiges Kommunikationsmittel wird.

Ihre Iris Rutz-Rudel

Samedi 15 septembre 2007
Ein Erntetag im Weinberg, wie letzten Sonntag in den kleinen Terassen hinterm Haus, beginnt auch immer mit einem Blick zurück auf die weite Berglandschaft, die man von den "Echelles" aus überblickt, je höher man steigt. Die Wolken , die da in der Ferne aufstiegen, wollten aber nicht zum strahlenden Himmel passen: es handelte sich eindeutig um Rauch und nicht um Morgennebel - ein Feuer!

Zu wissen, dass hinter den Rauchschwaden auch noch Freunde von uns, Fritz und Almuth Schwann aus Dausse, dem Kastanienberghof mitten im Wald, wohnen, läßt mich noch ängstlicher den Fortgang der Ereignisse beobachten.



feu-1.jpg

Aus ihrer Perspektive muß das Ganze noch viel bedrohlicher sein, wie dieses Foto von Dave Widgery zeigt, der mir die Bilder, die folgen, freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Auch wenn sie wissen, dass noch ein schroffes Tal zwischen ihnen und dem brennenden Hang liegt und dass ihr gut gesäuberter Kastanienwald rings ums Haus die unmittelbare Gefahr verringert, so ist doch ein solcher nächtlicher Ausbruch (die ersten Flammen wurden nachts um 2 entdeckt) immer beängstigend. Das Gelände ist unzugänglich, die Feuerwehr der Umgebung ist vor Ort, kann aber auf den steilen, unwegsamen Hängen nicht direkt eingreifen.


feu--flammes.jpg
Aber ehe hier griechische Zustände ausbrechen können, kündigt sich effiziente Hilfe aus der Luft an: das starke Motorenbrummen kommt von der fliegenden Feuereinsatztruppe, die schon manchen verzweifelten Kampf gewonnen hat. 4 Canadair und 2 Tracker donnern über das Tal und kreisen in immer artistischeren Kurven die Hauptbrandherde ein. Es wäre eine spannende Flugschau, wenn der Anlass der Vorstellung nicht so ein ernster wäre.


Canadair


tracker.jpg
Tracker

Weisse Wolken bedeuten Wasser, das vermutlich zwischen den Abwürfen am 40 km weiter gelegenen Lac de Salagou aufgenommen wurde. Zwei Stunden dauern die Einsätze - geleitet von Hubschraubern der Einsatzleitung, die das Gelände überblicken.

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lacher-d-eau-3.jpg


lacher-d-eau-4.jpg


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lacher-deau-2.jpg
Nicht immer ist die Sicht so klar, die Rauchentwicklung ist beträchtlich und die Flammen greifen nach den schnell brennenden Ginster- und Heideflächen der Kuppen auch auf den angrenzenden Wald über, der ihnen mehr Nahrung verschafft.

feu-David-1.jpg
Die größeren Tracker haben ein Spezialmittel an Bord, dass die Flammentwicklung verzögert und an seiner roten Farbe erkenntlich ist.

retardant-2.jpg


retardant-3.jpg


retardant.jpg
Das atemberaubende Balett, bei dem die Piloten ihre Erfahrung zeigen und auch immer wieder in dieser zerklüfteten Landschaft ihr Leben aufs Spiel setzen, nimmt schließlich ein Ende. Die Sicht wird wieder klarer, Dausse kann aufatmen - und ich auch. Den Rest der Arbeit übernimmt die mobile Spezialeinsatztruppe der Armee aus dem Var, deren Feuerkämpfer mit einem Militärhubschrauber vom Olarguer Sportplatz aus in die Höhe geflogen werden - bestaunt von einer Horde Schüler, die sich die Nasen am Zaun plattdrücken.

feu-5.jpg
Bei unserem Besuch in Dausse, einige Tage später, ist wieder Ruhe eingekehrt. In Sichtweite verbrannte Erde und einsam daraus hervorragende Felsen. Spekulationen über die Brandursache sind sich alle einig über einen kriminellen Ursprung. Ob es wieder eine Fede rivalisierender Jagdgruppen war, die sich ihr Teritorium streitig machen und die Wildschweine neiden oder die Tat eines Feuerteufels, dem das daraus resultierende Spektakel Befriedigung verschafft - beide Varianten sind möglich. Hier braucht man für solchen Wahnsinn keine Mafia oder Imobilienspekulanten.

Die aufgehende Sonne am Morgen nach unserem Besuch, der uns eine kleine Erholungspause vor dem Angriff der letzten Erntetage verschaffte, entflammt den Himmel über einer wieder friedlich daliegenden Landschaft. Der Herbstregen, der für Anfang nächster Woche angekündigt ist, wird uns allen sehr willkommen sein.

lever-du-soleil-2.jpg

par Iris Rutz-Rudel publié dans : Strandgut commentaires (2)   
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Jeudi 6 septembre 2007
weinrallye-200.jpg Es ist wieder so weit, die Weinrallye geht weiter und diesmal wurde das Thema von Mathias Metze vom Blog Viva Vino gestellt: Riesling aus Bio-Anbau.

Ein passender Wein zu diesem Thema fiel mir sofort ein. Da der Winzer aber trotz seiner Praxis bio-dynamischer Methoden im Weinberg und selten schonender Weinbereitung nicht zu dem Kreis der durch staatliche Kontrollen zertifizierten Weinbauern gehört, habe ich mich natürlich erst einmal bei Mathias erkundigt, ob er meiner persönlichen Kenntnis auf diesem Gebiet genug vertraut, um auch einen solchen "Praktiker" ohne AB Stempel vertraut.

Seine erfreuliche Antwort war: "Anders als in meinem Laden, wo eine Art Kontrolle sein muss, denke ich, dass bei der Rallye die Vertrauenswürdigkeit eines Winzers ausreicht.
Also Iris, wenn du ihn kennst und weisst wie er arbeitet - ich freue mich auf einen Elsässer Riesling!"

Eine undogmatische Antwort, die es mir heute erlaubt, einen meiner liebsten elsässer Winzer mit einem seiner Riesling Weine vorzustellen.

Es handelt sich um Bruno Schueller aus Husseren les Trois Châteaux, dem "fils" der Weine, die noch unter dem Domainenamen Gérard Schueller & fils vermarktet werden.

Ich lernte Bruno vor einigen Jahren kennen, auf Anraten von Michel Legris, dem weit über Strasburg hinaus bekannten Weinhändler der Caves Le Vinophile , der eher Wert auf authentische Weine statt auf prestigefördernde Modeweine legt und dessen ausgezeichnete Streitschrift:

Dionysos crucifié
Essai sur le goût du vin à l'heure de sa production industrielle
1999.

leider bisher nur in französischer Sprache vorliegt.


Drei faszinierede Stunden in seinem Keller, umgeben von Fudern und Fässern, aus denen wir probieren konnten und die uns restlos von seinen natürlichen Anasatz, nicht nur im Weinberg, sondern auch in der Weinbereitung überzeugten, folgten und waren die Grundlage einer andauernder Winzerfreundschaft, die Bruno noch durch Gegenbesuche auf dem Hügel von Lisson im nächsten Jahr besiegelte.


Seine enge Freundschaft mit Didier Barral aus Faugères ist für mich nur ein weiterer Beweis für die "Schule" zu der er gehört.

Aber jetzt endlich zum Riesling. Es handelt sich um einen AOC Grand Cru Pfersigberg aus dem Jahr 2005.

Schueller-Riesling-Grand-Cru-Pfersigberg-2005.jpg


Die Lage Pfersigberg gehört zu den Grand Cru Lagen im Elsass. Bei dieser Riesling, der ab Gut für 14 € erhältlich ist, handelt es sich nicht um den in manchen Jahrgängen auch abgefüllten Pfersigberg H, was bedeutet: ungefiltert und ungeschwefelt, sondern um einen der "normalen" Weine Brunos, also vermutlich mit den von ihm praktzierten minimalen Schwefelmengen (oft nicht mehr als 12 mg) - was auch bei ausgiebigerem Genuß vor dem schweren Kopf am nächsten Tag bewahrt.

Natürlich bedeutet das Öffnen einer solchen Flasche zwei Jahre nach der Ernte einen "Kindermord" - die Rieslinge aus dieser Lage sind ohne weiteres 20 Jahre lagerfähig. Aber wie so oft, konnte ich meine Neugier nicht in Schach halten und kam so nach einer etwas längeren Lüftung des Glases in den Genuß eines Rieslings mit subtilen Noten weißer Früchte und einer sehr schönen Intensität im Geschmack, dessen natürliche Säurestruktur zusammen mit den 13° Alkohol auch diesem Jahrgang wieder die oben erwähnte Langlebigkeit garantieren wird.

Die Grundlage für die ungewöhnlichen und weltweit exportierten Weine der Schueller wird natürlich im Weinberg gelegt. Nicht zuletzt die für das Elsaß durch einen drastischen Winterschnitt niedrig gehaltenen Ertragsmengen ermöglichen die Konzentration der Aromen, denen eine traditionelle (im besten Sinne des Wortes) Weinbereitung im natürlich kühlen Keller ohne Zusatz von Reinzuchthefen oder andere Zusätze noch weiter zur Entfaltung verhilft.

par Iris Rutz-Rudel publié dans : Weinrallye commentaires (0)   
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Mardi 4 septembre 2007
Das Ernten der Trauben im Weinberg ist ja jedesmal erst wieder der Anfang der Herbstarbeit. Danach folgte diesmal erst einmal die Auslese der Trauben. Natürlich von Hand - und "sur table", auf dem Tisch , wie der französische Fachausdruck lautet. Freunde von Lisson werden ihn erkennen, diesen Tisch - und der Schatten des Sonnensegels war bei dieser Arbeit willkommen.


Danach folgt das Einmaischen, also das leichte Zerdrücken der Trauben, das den ersten Saft austreten läßt und auch einen Teil der Beeren von den Stengeln löst, die bei uns mit vergoren werden, wenn sie reif genug sind, um keine grünen Tannine mehr abzugeben, weil das einen klareren Presssaft ermöglicht. Hier kommt wieder der gute alte Holzstampfer zur Geltung, den Klaus und ich abwechselnd schwingen.

Die Saft-Traubenmischung, die Maische, wird dann in den Tank gefüllt und vor Beginn der Gärung wird der Gesamtzuckergehalt der Mischung gemessen (mit einem schwimmenden Dichtemesser traditioneller Art, dem Mustimeter "nur original von Dujardin", wie auf der grünen Papphülle steht) und der erste Saft kann verkostet werden.



par Iris Rutz-Rudel publié dans : Kellerarbeit commentaires (0)   
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Samedi 1 septembre 2007


Gestern war es so weit: die Manschaft der Freunde - Erntehelfer erklomm mit uns den Hügel von Lisson bis hoch  zum "Clos du Curé" (die obersten 5 Terrassen hinter dem Haus), um bei strahlendem Wetter den Pinot Noir zu ernten, unsere frühreifste Sorte.

Hier schon einmal ein paar Bilder von diesem ersten Tag. Sollte dass klare, sonnige Wetter mit leichtem, erfrischendem  Nord-West-Wind uns treu bleiben, werden wir bald die Echelles (die kleinen, leiterähnlichen Terrassen) mit den Cabernets ernten können - und am Ende, wie immer, den Mourvèdre, diese spätreife Sorte, die in diesem Jahr besonders davon profitiert zu haben scheint, dass der Sommer mild und nicht zu trocken war, so dass es keinen Trocken-Stress gab.

par Iris Rutz-Rudel publié dans : Arbeit im Weinberg commentaires (0)   
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Mardi 21 août 2007


Während draußen eine deutliche Abkühlung mit Regenschauern den Staub bindet und die Reben noch einmal erfrischt, habe ich Zeit, beim Morgenkaffee wieder einmal eine meiner Lieblingsseiten im Internet zu besuchen, die auch schon lange in meinen Links zu finden ist: www.wineterroirs.com von Betrand Celce, freier Fotograf aus Frankreich, der nicht nur die besten Winzer Frankreichs sondern auch die Welt bereist und in Bild und Text (auf Englisch) über seine Entdeckungen berichtet.

Diesmal ist er auf Rußlandfahrt und hat dort bisher zwar noch keinen Weinberg, dafür aber eine äußerst originelle Maschine für die Fabrikation von Samogon (moonshine wodka) aufgetrieben und dokumentiert.

Und sagen Sie selbst: wieviel hübscher klingt Moonshine als Schwarzbrennerei!

Hier geht’s zu den Bildern – und wenn sie einmal da sind, stöbern lohnt immer!


distillation.jpg

Und hier handelt es sich natürlich nicht um die Herstellung von Lisson-Wodka, sondern um eine Analyse unseres Weins.... immerhin, das Prinzip scheint mir das Gleiche.... davon auch einmal mehr in einem anderen Artikel!



par Iris Rutz-Rudel publié dans : Strandgut commentaires (0)   
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Kellerprobe


 

 

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