Unser Blog soll Ihnen die Gelegenheit geben, rund ums Jahr an den aktuellen Arbeiten auf unserem kleinen Gut in Südfrankreich teilzunehmen. Unsere Webseite stellt uns zwar bereits in drei Sprachen vor, aber wie viele Webseiten, ist sie eher statisch aufgebaut. Ein Blog  (es gibt ihn schon in Französisch: hier) erlaubt hingegen, viel spontaner, aktueller und auch weitläufiger über das, was wir tun, was uns bewegt und wofür wir uns sonst noch interessieren, zu schreiben.

Begleiten Sie mich also auf dem Weg durchs Winzerjahr. Hinterlassen Sie Ihre Kommentare oder stellen Ihre Fragen, damit aus diesem Blog ein lebendiges Kommunikationsmittel wird.

Ihre Iris Rutz-Rudel



Mercredi 16 janvier 2013 3 16 /01 /Jan /2013 22:45

nach einem sonnigen, strahlend blauen Jahresauftakt, bei dem das Wetter mir erlaubt hat, Riesenfortschritte beim Rebschnitt zu machen, kam heute Morgen die Überraschung: die ersten Flocken fielen vom Himmel !

Eine Fahrt zum Wochenmarkt in Saint Pons stand trotzdem auf dem Programm - mit Mittagstisch bei Freunden, wo eine mitgebrachte Flasche unseres Les Moulenty Merlot 2000 sich als perfekter Begleiter für den Nachtisch aus Orangen, Schokoladentrüffeln und Gewürzkeksen erwies-


accord-parfait-Merlot-2000.jpg

 

Vorsichtige Rückfahrt über schon stark verschneite Straßen nach Olargues - und dort dann die Erkenntnis, dass der Rückweg nach Lisson wohl nur noch zu Fuß zu bewältigen sein würde.

 

Olargues-tour-et-pont-Teillaud.jpg Photo copyright Pierre-Albin Teillaud

 

Ein schöner Marsch durch den unberührten Schnee - nach ein paar hundert Metern nur noch Tierspuren, feenhafte Bäume, Sträucher und Gräser ... und dann endlich, der Blick auf Lisson -

 

Lisson-neige-janvier-2013.jpg

 

es ist schön, zu Hause anzukommen :-)

 

 


Par Iris Rutz-Rudel - Publié dans : Strandgut - Voir les 1 commentaires
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Jeudi 10 janvier 2013 4 10 /01 /Jan /2013 08:18

Wir feiern gerne einen neuen Anfang - und begleiten ihn, wie an jedem 1. Januar, mit unseren besten Wünschen -

 

sonnenaufgang-Montpellier-voeux.jpg

 

und für mich beginnt dann auch kurz darauf immer ein neues Lebensjahr - noch einmal vielen Dank an alle, deren gute Wünsche mich durchs Jahr begleiten werden - 


auch im Weinberg ist es ja die Zeit eines neuen Anfang , der Winterschnitt der Reben , der immer wieder kehrend, einen Teil der nächsten Ernte im Herbst schon jetzt  bestimmt.

Und wie jede Arbeit im Weinberg, ist auch der Rebschnitt (und der Schneider) stark vom jeweils herrschenden Wetter abhängig und beeinflußt....

Und da beschehrte mir das neue Jahr erst einmal ideale Bedingungen - wunderschön, sonnig unter strahlend blauem Himmel, traumhafte Bedingungen, um in die Terassen zu steigen, Rebschere in der Hand (respektive auf dem Rücken) - 

 

veste.jpg

 

Und auch wenn die traditionelle rot-karierte warme Jacke in der Morgenkühle oder an starken Windtagen noch angebracht scheint, landet sie doch bald auf einem Rebstecken - und wenn ich von Zeit zu Zeit den Kopf hebe, um den Rücken zu strecken, ist es wieder eine ungetrübte Freude, den Blick weit über das Tal und die gegenüber loiegenden Berge schweifen zu lassen - eine Aussicht, die sich immer mehr weitet, je höher ich bei meiner Arbeit aufsteige. 

 

jusqu-au-bout.jpg

 

In der Ferne steigen leichte Rauchfahnen auf, da wohnen unsere Freunde, die jetzt in ihren Esskastanienwäldern aufräumen - bald werden diese "Rauchzeichen" auch auf meiner Seite erwiedert werden, wenn es daran geht, die Bündel des Rebholzes vom vorigen Jahr zu verbrennen - und so kann man sich auch auf Entfernung ohne moderne Kommunikationsmittel verbunden fühlen - vielleicht sollten wir uns einen gemeinsamen Kode zulegen... 

 

vue vers l'Espinouse

 

Neuanfang und ewige Wiederkehr - beides verbindet sich im jährlichen Zyklus - und in diesem Jahr, stand der Beginn unter guten Vorzeichen. Möge es so bleiben...für mich, für die Reben und für alle Freunde von Lisson!

Par Iris Rutz-Rudel - Publié dans : Arbeit im Weinberg - Voir les 0 commentaires
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Vendredi 28 décembre 2012 5 28 /12 /Déc /2012 17:02

 

Die letzte Weinrallye des Jahres hat einen ganz besonderen Charme: Thomas Lippert, vom Winzerblog hatte die schöne Idee, uns dazu aufzurufen, Weine zu verschicken und über die jeweiligen Geschenke heute zu schreiben, nach dem Motto: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.

wr-58.jpg

 

Und auch wenn ich mit dem "Wichteln" nicht so vertraut bin (mit fällt zumindest kein französisches Wort dafür ein und in meiner Umgebung kenne ich diesen Brauch nicht - höchtens eine ganz blasse Erinnerung an Schulzeiten in Deutschland kommt da hoch - bloss hieß das damals irgendwie anders), mache ich doch gerne mit.

Besonders gerne vor allem, weil Thomas, der Gründer der Weinrallye, wie so vieler anderer gemeinschaftsbildender Initiativen in der deutschen Weinbloggerwelt - diese Weinrallye-Patronage auch als seinen Abschied vom Winzerblog angekündigt hat.


Und was wären die deutschsprachigen Weinblogger und Winzerblogger wohl ohne Thomas, den unermüdlichen, unbeugsamen und so unendlich liebenswerten Inspirator, Initiator, Organisator?  All seine Initiativen zielten immer auf mehr Austausch, mehr Zusammenhalt, gegenseitiges Kennenlernen - und wenn es so etwas wie die Gemeinschaft der Weinblogger gibt, jenseits von Narzismus und kommerziellem Klickinteresse so vieler Pseudoleitblogs, dann ist es in erster Linie ihm zu verdanken! Dafür schon mal ein dickes  

 

DANKE, Thomas.

Ohne ihn gäbe es weder die Weinrallye noch das Vinocamp, die Genussblogseite, die er mit Theo Huismans seit Jahren betreut - und sicher auch viele Winzerblogs nicht. Zumindest nicht diese deutsche Version von Lisson  - Journal d'une vigneronne. Als ich im September 2005 mit dem Bloggen begann, natürlich auf Französisch, schließlich mache ich Wein in Frankreich und meine Kunden waren mehrheitlich Franzosen, bekam ich einen Kommentar von einem deutschsprachigen Winzerblogger, der mich zu den Fotos beglückwünschte aber bedauerte, dass er leider magels Sprachkenntnisse dem Inhalt nicht folgen könne. Das war die Geburtsstunde dieses Blogs - die ersten Artikel wandten sich an den einzigen deutschen Leser, von dem ich wußte, dass er meine Artikel lesen würde: Thomas Lippert.

Und so bin ich heute auch sicher, dass uns Thomas erhalten bleiben wird - wenn einer das social beim Media immer ernst genommen und konsequent praktiziert hat, dann er - ich bin schon gespannt auf seine nächsten Ideen.

So, und jetzt aber zur heutigen Weinrallye. In Thomas Liste fand ich mich zwischen Weingut Thul und Weingut Arns. Und so ging ein Wein aus Lisson, der mit mir im Fluggepäck zufällig gerade nach Deutschland gereist war, zu Theresa Arns, die heute Nachmittag auch schon von seiner Verkostung in geselliger Runde berichtet hat.

Wie sie richtig schreibt, findet man - fast - Alles, was man über diesen LISSON  Clos des Cèdres 2008 aus 100% Mourvèdre  je wissen wollte, auf meinen Blogs.

Mein Weinpaket, das mich praktischerweise auch noch in Düsseldorf erreichte, enthielt gleich zwei Flaschen deutschen Riesling von der Mosel von Weingut K.J. Thul.

Ich habe davon nur einen verkostet, zusammen mit einem Düsseldorfer Weinfreund, bei dem ich schon so manches deutsche Tröpfchen entdecken durfte, handelt es sich doch um die echte feine "Weinnase"., unermüdlich on the road in Sachen Wein und ein großer Liebhaber des Rieslings, den zweiten ließ ich meinem Gastgeber als Geschenk da, da ermir doch noch zu jung schien, um ihn jetzt schon zu öffenen.

Hier also der Wein, den wir nach einem gemeinsamen kräftig-wärmenden Linsengericht öffneten:

schieferklang.jpg

 

Schieferklang verso

Eine Flasche mit einem sehr ansprechenden Etikett, das mich sicher auch bei einem Weinhändler durch sein schick-schlichtes Design angezogen hätte.

Ein angenehmer Riesling ohne Schnickschnack, weder süße- noch säurebetont, ohne deutliche Mineralik, von dem ich gerne gewußt hätte, ob er sich nach ein paar Stunden etwas komplexer gezeigt hätte, denn er ist natürlich als 2011 ernorm jung aus seiner Flasche geholt worden. Ich bin ja nicht nur aus Gewohnheit in erster Linie Rotweintrinkerin, sondern auch eher an Lagerweine gewöhnt und deshalb immer fasziniert, wie viele Weine schon im Jahr nach der Ernte nicht nur auf die Flasche kommen, sondern sogar ins Glas. Dieser Wein ist sicher dafür gemacht, da er mit einem Schrauber verschlossen ist.

Vielleicht hätte ein einfaches Käsebrot auch einen besseren Begleiterzum Wein abgegeben, als die Räucherwürstchen, die die Linsensuppe so schmackhaft gemacht hatten - und sicher ist er auch ein leichter Wein einfach so, zum Aperitif.

Es hat mir auf jeden Fall Freude gemacht, ihn zu entdecken - und ich bin gespannt, was mir mein Weinfreund irgendwann vom geschenkten Geschenk berichten wird, das sicher heute noch viel zu jung zum Trinken sein dürfte - hier wenigstens schon mal im Bild zu sehen:

Detzemer-Maximiner-Klosterlay-2011.jpg

 

Vielen Dank an die Familie Thul, für diese Entdeckung - und das, was ich über ihr Weingut, die Steillagen, die Straußenwirtschaft und die Gästezimmer gelesen habe, macht wirklich Lust auf einen Besuch!


Par Iris Rutz-Rudel - Publié dans : Weinrallye - Voir les 0 commentaires
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Samedi 8 septembre 2012 6 08 /09 /Sep /2012 09:12

ein paar Bilder - ehe hier wieder regelmäßig über Lisson und die Weine, die hier entstehen, berichtet wird.

 

Jetzt ist die Winzerin noch zu stark mit der laufenden Weinernte 2012 und der Arbeit im Keller beschäftigt, deshalb gilt für meine Leser das, was auch eines der Grundprinzipien aller Lisson-Weine ist:

 

Geduld!


Lisson-collage.jpg

 

 

back-home-kl.jpg

 

c-est-l-ete-kl.jpg

 

vero-elise-iris-cave.jpg

 

grappe-Merlot-2012.jpg

 

Weinernte-Sudfrankreich.jpg

 

Pinot-2012-pese.jpg

 

visiteurs-et-traces-2012-kl.jpg

 

vendanges-Merlot-2012-kl.jpg

 

 

et-le-sport-continu-soutirage-2011-p.jpg

 

Pinot-et-Merlot-2011.jpg

 

und die Geschichten dazu folgen, sobald die Finger nicht mehr auf den Tasten kleben:-)!

Par Iris Rutz-Rudel - Publié dans : weingut-lisson - Voir les 0 commentaires
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Jeudi 24 mai 2012 4 24 /05 /Mai /2012 11:28

Heute keine Weinbergbilder und auch kein Spaziergang durch die Rebterrassen von Lisson. Und das nicht, weil mein Beitrag zum Digital Born Wine Award, dessen Sieger gestern live aus London während der RAW Natural Wine Fair bekanntgegeben wurde, eben nach dem schönen Erfolg, in die Vorauswahl der letzten 5 gekommen zu sein, dann doch nicht auf's rein englischsprachige Siegertreppchen durfte.

 

Nein nichts von alledem, aber nicht, weil ich jetzt traurig enttäuscht in einer Kellerecke schmolle, sondern einfach weil die Winzerin mal wieder auf Reisen gegangen ist. Der Sommerbesuch in Düsseldorf, bei meiner Mutter und alten Freunden stand wieder einmal an. Und das kalte, feuchte und stürmische Wetter der letzten Woche machte den Abschied vom Süden leicht.

Die Ankunft auf dem kleinen Flughafen nahe der holländischen Grenze, der sich stolz "Düsseldorf" nennt, obwohl er bekanntlich noch weit davon entfernt ist, war ein echter Klimaschock. Wie beim letzten Besuch, der von Montpellier nach "Frankfurth" in der Eifel ging, musste ich einen Temperaturunterschied von gefühlten 20 Grad verkraften...nur diesmal in umgekehrter Richtung: war es im November der Schock von 20° beim Abflug und -2°C und Schnee und Eis bei der Ankunft, so konnte ich diesmal die 28° im Schatten, die mich auf der Treppe des Fliegers überfielen, kaum glauben.

Und auch die Reise im Shuttlebus, der wohl über keine Klimaanlage - und leider natürlich erst recht nicht mehr über zu öffnende Fenster - verfügte, kam einem verlängerten Saunabesuch nahe....

Aber dafür erwartete mich bei meinen Gastgebern dann das in Deutschland ja immer schon so beliebte Urlaubsziel: ein Traum von Balkonien in voller Blüte...und nach dem herzlichen Empfang ein entspannter Abend in fröhlicher Runde um eine runde Tafel .

Spargel und Weisswein, mit und ohne Perlen, gab es reichlich und auch die Lichter der Flugzeuge im Landeanflug waren wieder am Himmelzu sehen. Weit genug ab von der Einflugschneise kann man sie hier ohne der Begleitlärm bis nach Sonnenuntergang am Horizont verfolgen (alle 60 Sekunden ein neues...ich hab sie gezählt...) ... das ersetzt dann die Sterne, die ja im lichtverschmutzten Großstadthalo untergehen....


balkonien-2012-kl.jpgSommer auf Balkonien

 

Hier also mein Tagesfoto, alles frisch von mir gegossen - und der Blick in den südlichen Wetterbericht zeigt, dass auch in Lisson wohl langsam die Sonne wieder scheint...und dann sicher auch jemand daran denkt, meine noch vor der Abreise gepflanzten Tomaten zu gießen:-).

 


Par Iris Rutz-Rudel - Publié dans : Strandgut - Voir les 0 commentaires
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