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Unser Blog soll Ihnen die Gelegenheit geben, rund ums Jahr an den aktuellen Arbeiten auf unserem kleinen Gut in Südfrankreich teilzunehmen. Unsere Webseite stellt uns zwar bereits in drei Sprachen vor, aber wie viele Webseiten, ist sie eher statisch aufgebaut. Ein Blog  (es gibt ihn schon in Französisch: hier) erlaubt hingegen, viel spontaner, aktueller und auch weitläufiger über das, was wir tun, was uns bewegt und wofür wir uns sonst noch interessieren, zu schreiben.

Begleiten Sie mich also auf dem Weg durchs Winzerjahr. Hinterlassen Sie Ihre Kommentare oder stellen Ihre Fragen, damit aus diesem Blog ein lebendiges Kommunikationsmittel wird.

Ihre Iris Rutz-Rudel



Vendredi 1 février 2008


undefined   Es stand schon im November 2006 im Wall Street Journal , unsere Nasen sind im Visier der Marketingexperten. Während die Internauten noch von der Umsetzung des USB-Sticks für den direkten Download ihres Lieblingsweins träumten, sind die Duftentwickler einem Teil dieses Traums vielleicht schon auf der Spur. 

Was Weintrinker schon lange wissen, dass nämlich die Nase eine ganz bedeutende Rolle bei dem spielt, was wir von einem Wein wahrnehmen - schließlich ist sie nach dem Auge als nächstes bei jeder Verkostung gefordert - könnte uns bald schon in Form von Duftproben in Werbeanzeigen von Zeitschriften und Winzerbrochüren ins Haus stehen. Die Parfümindustrie - naheliegend - beglückt uns schon seit einigen Jahren mit solchen Seiten, Kraft hat das inzwischen in den USA und Kanada auch für seine Milch- und Käseprodukte entdeckt - bis zum Wein also vielleicht nur noch ein kleiner Schritt.

Weit verbreitet ist die Technik bereits in der Raumaromatisierung, die Suche nach dem verführerischen Duft bleibt schon lange nicht mehr einem fiktiven Jean-Baptiste Grenouille vorbehalten, wie uns inzwischen  schon  diverse Fernsehreportagen gezeigt haben. 

"Düfte halten sich in der Erinnerung länger als jedes Wort, jedes Bild und jede Musik. Die Werbung aktiviert Lustreize im Gehirn. Hypothalamus, Symphatikus, limbisches System sind daran beteiligt. Die ankommenden Sinnesreize werden mit schon gespeicherten Erfahrungen verglichen. Beispielsweise mit einem Duft, den wir seit Kindheitstagen aus Mutters Küche in Erinnerung haben und der in uns Wohlbefinden und Kauflust hervorruft. Angeblich sollen die Verkaufszahlen durch die richtige Beduftung um bis zu 6 % steigen können." erfahren wir da.

Eine interessante Studie von Silke Bochart setzt sich mit zahlreichen Aspekten der neuen Wissenschaft von der Olfaktorik auseinander und läßt in Experteninterviews durchaus auch kritische Stimmen dazu zu Worte kommen.

Winzer sollten schon einmal die Duftprofile ihrer Weine analysieren und deren synthetische Klone in Auftrag geben - einmal rubbeln sagt dann mehr als 50 blumige Worte auf dem Rückenetikett...

Ps:
Die vom Zigarettenrauch befreite Atmosphäre, die uns hier in Frankreich seit Beginn des Rauchverbots am 1. Januar  in Kneipen und Restaurants empfängt und plötzlich ganz merkwürdige Düfte enthüllt (premier nez gestern hier in der Dorfkneipe: feuchter Kalkstein (die Wände sind aus Marmorgestein), kaltes Frittenfett vom Vortag, Weichspüler (die Abtrockentücher in der Küche, der Pullover des Wirts?), künstlisches Blütenaroma (das Pschitt-Pschitt gegen eventuelle Insekten) und kaltes Bier - es stimmt Nichtrauchen macht die Nase empfindlicher - aber wofür?

Ein weites Feld für Olfaktoriker!






par Iris Rutz-Rudel publié dans : Strandgut
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Jeudi 31 janvier 2008
 Eines unserer Nachbardörfer, Roquebrun, petit Nice de l'Hérault, auch bekannt als  eine der Appelation  Villages  aus  dem Gebiet von Saint Chinian,  bereitet sich auf das Mimosenfest am 10. Februar vor.


Um Lisson herum  zeigen sich an geschützten  Stellen auch die ersten Frühlingsblüten.

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Ein kleiner Sonnengruß aus dem sonst auch noch windgebeutelten Süden!


par Iris Rutz-Rudel publié dans : Strandgut
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Dimanche 16 décembre 2007

Auch im Süden Frankreichs  breiten manchmal düstere Wolken ihre Schwingen aus.

schneefl--gel.jpgFoto: Klaus

Schnee fällt über Nacht - aber schon der nächste Morgen bringt wieder wohltuenden Sonnenschein.

Schnee und Eis sind schnell  abgetaut

tauwetter.jpg
Unser Bergpanorama erscheint wieder klar und reingewaschen.

berg.jpg



par Iris Rutz-Rudel publié dans : Strandgut
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Vendredi 14 décembre 2007
 
In unseren neuen Barriques geht alles seinen, winterlich bedingten, ruhigen Gang. Der Pinot Noir hat seine malolaktische Gärung abgeschlossen, die anderen Weine haben erst mal eine Pause eingelegt, da die Kellertemperaturen inzwischen doch zu niedrig sind und die kleinen Helfer warten jetzt auf den Frühling, ehe sie ihre Arbeit wieder aufnehmen.

Wir werden ein paar von den alten Barriques, die jetzt zu Lagerzwecken nur noch mit geschwefeltem Wasser aufgefüllt sind, aussortieren.  Dann stellt sich wieder die Frage ihrer Weiterverwendung und da ist Kreativität gefragt.

Natürlich kann so ein bebrauchtes Barrique noch als Wassertonne unter einer Regenrinne dienen. Das haben Freunde von uns auch schon damit gemacht, auch halb zersägt als Blumenkübel werden sie häufig auf den Märkten angeboten - ich habe schon Sessel und natürlich die üblichen Bartische aus Barriques gesehen, das ist Geschmacksache... Auch in unserem Keller verkosten wir an einem aufrecht stehenden Barrique, aber im Wohnraum baruche ich das nicht unbedingt, man kann die Rustikalität auch übertreiben.

Kopfplatten (hier) oder auch einzelne Dauben (hier)werden gerne von Künstlern als Untergrund für Bilder benutzt - es gibt sogar Stereoboxen aus dem Holz alter Whisky-Fässer, die einen besonders guten Klang haben sollen. Kein Wunder, immerhin handelt es sich um hervorragende, gut abgelagerte Eiche - bei uns natürlich nur französische:-)

Aber die schönste und originellste Verwendung, die ich bisher gesehen habe, ist die Sammlung von Château Puech Haut, die ich voriges Jahr auf der Vinisud-Messe in Montpellier entdeckte. Der Besitzer des Weinguts konnte moderne Künstler aller Stilrichtungen dazu gewinnen, je ein ihnen zur Verfügung gestelltes Barrique zu gestalten oder transformieren.

Hier ein paar kleine Kostproben. Vielleicht eine Anregung für die nächste Weihnachtsbastelaktion:












Man sieht, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.  Ein paar weitere Kostproben, diesmal von meinem Fassmacher Boutes gesponsert, finden sich hier. Ich frage mich, ob man mit gebrauchten Barrique-Socken (hier) auch so kreativ umgehen wird - obwohl, wenn ich so drüber nachdenke, habe ich auch da schon die eine oder andere Idee...

Aber keine Angst, dafür werde ich meine Kellermethoden nicht extra ändern!

Bruno-Barrique.jpg
In Lisson profitiert erst mal Bruno vom Barrique-Recycling.




par Iris Rutz-Rudel publié dans : Strandgut
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Jeudi 6 décembre 2007

Zwischen zwei Olivenbäumen, die ich "melke", hat mich der taffe Nord-West-Wind, unsere Tramontane, aus den Terrassen vertrieben und Zuflucht im Zimmer suchen lassen. Ich profitiere von dieser Aufwärmphase, um im Internet noch ein paar Informationen über Geologie zusammen zu suchen, die mir helfen sollen, hier bald einen ausführlicheren Artikel über unser "Terroir" zu veröffentlichen. Dabei stieß ich per Zufall auf eine Seite mit wunderschönen Fotos vom Lac du Salagou, den ich Ihnen in der 4. Ausgabe der Weinrallye über Vulkanweine vorgestellt hatte. Die Bilder stammen aus einem Buch über den See, dass beim Verlag Cardabelle herausgegeben wurde. 



cardabelle.jpg

Auf der Webseite von Georges Souche und Sylvie Berger, zwei Autoren und Photographen aus dem Languedoc, finden sich aber noch jede Menge anderer, phantastischer Bilder  aus unserer Gegend.

Vor allem ihre Aufnahmen von unseren Weinlandschaften im Hinterland des Hérault sollten Sie sich unbedingt ansehen. Viele entstanden um Berlou und Roquebrun herum, also in der Appellation Saint Chinian und der  benachbarten AOC Faugère, aber man sieht auch Olargues und den lichtumfluteten Caroux, der auch zu meinen bevorzugten Motiven gehört. 

Klicken Sie sich einmal durch -  es  lohnt  sich !  - und ich wünsche Ihnen so viel Vergnügen, wie ich dabei hatte!


par Iris Rutz-Rudel publié dans : Strandgut
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