Unser Blog soll Ihnen die Gelegenheit geben, rund ums Jahr an den aktuellen Arbeiten auf unserem kleinen Gut in
Südfrankreich teilzunehmen. Unsere Webseite stellt uns zwar bereits in drei Sprachen vor, aber wie viele Webseiten, ist sie eher
statisch aufgebaut. Ein Blog (es gibt ihn schon in Französisch: hier) erlaubt hingegen, viel spontaner, aktueller und
auch weitläufiger über das, was wir tun, was uns bewegt und wofür wir uns sonst noch interessieren, zu schreiben.
Begleiten Sie mich also auf dem Weg durchs Winzerjahr. Hinterlassen Sie Ihre Kommentare oder stellen Ihre Fragen, damit aus diesem Blog ein lebendiges
Kommunikationsmittel wird.
Die Franzosen
verzichten zum Essen immer häufiger auf ihr Glas Wein und trinken statt dessen Wasser oder andere
alkoholfreie Getränke.
So ist der Konsum von 135 L/pro Kopf im Jahr 1960 kontinuierlich auf 75,6 L imJahr
1994/95 und auf 66,6 L pro Kopf der Bevölkerung im Jahr 2005/2006 (in der Altersgruppe über 14 Jahre) gesunken (siehe auch hier).
Während noch 1980 Wein und Wasser bei der Hälfte aller Malzeiten getrunken wurden, ist das heute nach einer aktuellen Studie der Universität von Montpelliernur noch bei einem Viertel
der Fall.
Selbst im Restaurant hat Wasser in Flaschen (früher bestellte man eigentlich immer das kostenlose Pichet, den Krug mit dem Leitungswasser) schon weitestgehend den Platz des Weins eingenommen, Wein gilt als teuer und als ein Risikofaktor bei Alkoholkontrollen. Und selbst zu Hause
ersetzt die Wasserflasche heute den Wein auf vielen Tischen.
Während 1980 noch 47% Leitungswasser und nur 24% Mineralwasser (oft ohne Kohlensäure) zum Essen getrunken wurde und der Wein auf 50%
kam, war dieser Prozentsatz in der letzten Viniflhor Studie von 2005 schon auf 27% gesunken. Gleichzeitig mit dem Wasser ist auch der Anteil der
Erfrischungsgetränke ohne Alkohol (Limonaden, Fruchtsäfte, Cola und Sirup-Getränke) von 5 auf 14% gestiegen. Wenn man dazu noch weiß, dass Wein vor allem
in der Gruppe der über 35 Jährigen als regelmäßiges Getränk geschätzt wird, kann man sich auch vorstellen, welche Geschmacksrichtung in den jüngeren
nachwachsenden Generationen durch diesen Trend gestärkt wird. Selbst die Zahl der Konsumenten, die angeben, regelmäßig alkoholhaltige Getränke zu trinken, ist zwischen 1990 und
2005 von 28% auf 19% gesunken.
Der Anteil der regelmäßigen Weinkonsumenten nimmt von Generation zu Generation ab, schon heute gehören die 30 bis 40 Jährigen nur noch zu den gelegentlichen
Weintrinkern, die 50 bis 60 Jährigen sind die Hauptkonsumenten und die über 70 Jährigen die einzige Gruppe, die noch regelmäßig Wein zum
Essen trinkt.
Studien gehen davon aus, dass sich der Geschmack zwar im Laufe des Lebens wandelt, so dass aus bis 25 Jährigen, die überhaupt nicht
zu den regelmäßigen Weinkonsumenten zählen, durchaus noch gelegentliche Konsumenten werden können, zu regelmäßigem Weinkonsum wurde aber der Grundstein nicht
mehr gelegt.
Immerhin kann man daraus ableiten, dass der Weg in den Alkoholismus nicht durch Weinkonsum bestimmt wird.
Bei den über 25 Jährigen wird Wein eher zu gehobeneren, geselligen Malzeiten im Freundeskreis gewählt (27%), der meiste Wein wird
aber immer noch als Begleiter für die tägliche Mahlzeit erstanden. Dabei ist allerdings zu bedenken, dass auch diese tägliche Mahlzeit im Familienkreis immer
seltener wird – auch in Frankreich sind Fastfood und Fertigprodukte, die sich jeder individuell aus der Tiefkühltruhe in die Mikrowelle schaufelt und dann vor dem Fernseher (oder
Computer) wegschlingt, im Vormarsch.
Der zunehmende Einfluss der Anti-Alkohol-Lobby (ANPAA) , die schon seit
Beginn der 90ger Jahre an Boden und staatlicher Unterstützung gewinnt, wird diese Situation nicht verbessern. Schon Anfang 1991 wurde das
nach seinem Verfasser, Claude Evin, benannte Gesetzt (Loi Evin) zum Kampf gegen Tabak- und Alkoholsucht
verabschiedet, das genau bestimmt, innerhalb welchen Rahmens eine Werbung für Getränke, die Alkoholenthalten, erlaubt ist und alle anderen, nicht ausdrücklich genannten Werbeträger ausschließt. Internet war 1991 noch
nicht populär genug, um in die Reihe der genannten Werbeträger aufgenommen zu werden, was in den letzten Wochen zu einiger
Unsicherheit auch unter Weinbloggern in Frankreich geführt hat, ebenso wie die Verurteilung einer großen Zeitung, die eine
Artikelserie über den „Triumpf des Champagners“ veröffentlicht hatte, die als verbotene Werbung durch Glorifizierung
eingestuft worden war, zu Protesten in der nationalen und internationalenPresse führte.
Schaut man zusätzlich auf die Ausgaben der französischen Haushalte (hier eine Aufstellung von 2004), so sieht man, dass preislich
die Durchschnittsausgaben pro Liter mit 2,69 € auch nicht wesentlich über denen deutscher Konsumenten liegen. Es wird angenommen,
dass dabei Importweine im Preissegment unter 1 € mit 30% zu Buche schlagen, vermutlich handelt es sich um spanische und italienische Importe (was dann auch
wieder erklärt, dass der Zorn der militanten Winzerkommitees aus dem Languedoc sich gerne in Sète (dem Einfuhrhafen für solche Importe in Containern) entlädt...
Soweit zum Thema Alltagsweine in Frankreich. Das sie, wie in Deutschland, hauptsächlich in Supermarkt- undDiskounterketten gekauft werden, wo auch die praktischen BIBs einen immer größeren Marktanteil erreichen, kam ja
schon bei der vorletztenWeinrallye - alles außer Glas - zur Sprache.
Ich gehöre, obwohl nicht mehr unter 25, nicht zu den täglichen Weintrinkern. Mein Geschmack hat sich im Laufe der Jahre immer mehr weg vom leichten, süffigen Wein hin zu körperreicheren Kredenzen hinbewegt . Ich trete gerne in einen Dialog mit dem
Wein ein, der sich in meinem Glas befindet, möchte, dass er mir etwas erzählt, von seiner Herkunft und seinem
Erzeuger, das mich berührt und beschäftigt, zum Nachdenken undTräumen bewegt. Deshalb ist mein Wein immer
ein besonderes Ritual, ein Zusammentreffen mit einem neuen (oder alten) Freund, für das ich mir Zeit nehme, also kein alltägliches Ereignis...
Dass ich damit den Absatz meiner Kollegen nicht unbedingt erhöhe, ist mir klar...
Jetzt bin ich gespannt auf die Ausbeute der Alltagsweinrallye im deutschsprachigen Raum, zu der
Harald Steffens vom Weingut Steffens-Kess uns für heute aufgerufen hat.
Gibt es einen Unterschied zwischen typisch französischen und typisch deutschem Geschmack ? Für den Wein, wage ich es nicht, da
eine Aussage zu machen, mir fehlt eine Untersuchungsgrundlage und ich habe mir diese Frage auch schlicht noch nicht gestellt.
Als kleine Nachlese zur Weinrallye # 8, wo es ja ausdrücklich um die Lieblingsetiketten von Wein- und Foodbloggern ging, möchte ich aber doch die Ergebnisse der
französischen und deutschen Teilnehmer zum Vergleich nebeneinander stellen. Und da sich über Geschmack ja nicht streiten läßt, werde ich mich diesbezüglich auch
jedes Kommentars enthalten.
Hier also die Ausbeute beider Gruppen als kleine Diashow und als Fotoblock:
Und noch einmal herzlichen Dank teilnehmenden allen Bloggern, die mir in Kommentaren, privaten Emails oder sogar eigenen Beiträgen so viele
Blumen geschickt haben. Das geht runter wie Butter!
Ich bin jetzt schon gespannt auf die Alltagsweine, die am nächsten Start sein werden
und dann von Harald Steffens vom Weingut Steffens Kess am 8. März fachgerecht gelagert werden.
So, auch der letzte Rallyeteilnehmer ist
angekommen, Susanne vom SanoViaBlog hat heute mit einem Tag Verspätung ihren Beitrag
eingereicht, sich aber mit einem originellen Etikett freigekauft, das man am besten in seinem Kühlschrank bewundert oder auf der winterlichen Terrasse.
Obwohl, im Norden sind 12°C vielleicht schon Frühling.
Die Teilnehmer waren zum Teil schon im Januar gestartet, für lamiacucina kein Wunder, handelte es sich bei seinem wunderschönen Etikett doch um einen Eiswein!
Auch Martin Barz von
berlinkitchen startete am letzten Januartag mit einem Madiran und Erigone aus der griechischen
Mythologie.Da er früh gestartet ist, findet man den Artikel jetzt, indem man den Namen des Weins Erigone in die Suchmaske seiner Seite
eingibt:-).
Dann kündigte Bernhard Fiedleran, dass die Weinrallye aus Zeitgründen leider ohne ihn stattfinden musste, zumal er auch seinen Opus One 1990nicht opfern wollte, um einen Freund nicht zu vergrätzen, aber vielleicht liefert er uns doch irgendwann einmal die versprochene Abhandlung über die
Entwicklung der österreichischen Etiketten in den letzten Jahrzehnten oder mehr zu seiner Initiative Art Meets Red.
Vinissimusfragt sich ob es eine Korrelation zwischen der Gestaltung und dem eigentlichen Produkt gibt - verweist auf Versuche
aus Österreich und bedauert in der modernen Designlandschaft das Fehlen von Humor und Augenzwinkern. Die findet man reichlich auf seinem Beispiel, dem
Climbing Shiraz 2005 von Cumulus Wines, Orange, Australien.
Bei den Bildergeschichten von Harald vom Weingut Steffens-Keß treffe ich auf einen guten Bekannten, Marc Valette vom Weingut
Canet-Valette, 20 km südlich von Lisson und seinen Wein Ivresses 2006, AOC Saint Chinian. Auch wenn Harald Marcs Konterfei etwas merkwürdig vorkommt, kann ich zur Erklärung
nur sagen, dass Marc wohl eher mit
Freunden am Tresen (zinc) diskutiert, als im Smoking herumzulaufen - und ivresses können eben alle Arten von Räuschen sein.
Sabrina und Simon von
CulinariaCuriosum begeistern sich für die Etiketten von Bonny Doon und stellen uns mitCardinal Zin 2003, Le Cigare Volant 2002 aus
Californien und einem Portugiesen von der Quinta do Passadouro2005 gleich 3 internationale Flaschen und ihre besonderen
Etiketten vor.
Bei Lars von
schreiberswein begegnet uns einer der wenigen deutschenWeine dieser Rallye, wen wunderts, dass er
zwar aus dem Rheingau, dort aber aus Anthony's Garage Winery stammt und auf den schönen Namen Pearls and Roses hört. "Here comes the sun" singt unser Verkoster, damit ist wohl alles gesagt. Christoph Raffelt macht
seinem Gewerbe der visuellen Kommunikation als Augenmensch alle Ehre, indem er sich zwischen Trasch und Anspruch schließlich doch für graphisch
ausgestaltete Etiketten entscheidet, und jede Menge möglicher Kandidaten Revue passieren läßt, um sich
schließlich für den Geol 2005 von Tomas Cusiné aus Spanien zu entscheiden, den er auch mit ins Bett nimmt...
Christian von Wein
Podcast, vermutlich einer der jüngsten Teilnehmer, von der Fachhochschule in Geisenheim ist der einzige Teilnehmer, der das Etikettentrinken im klassischen
Sinn gewählt hat. Dank eines Seminars über Super Premium Weine im Rahmen seiner Ausbildung berichtet er von der Verkostung von 4 dieser Weine, darunter ein Penfold Grange 1999 und ein Antonori
Salaia aus dem gleichen Jahrgang aus der Toscana. Außergewöhnlich fand er sie alle, aber Weltklasse?
Niko von den gleichnamigen
Weinweltenliefert uns the most
sexiest pin up wine mit Sugar Babe, ebenfalls von Anthony Hammond aus dem Rheingau und legt zum Ausgleich noch einen Fabelhaft
2005 von Niepoort aus dem Douro in Portugal dazu, der gleich bei mehreren Teilnehmern als schon klassisches Musterbeispiel eines
originellen Etiketts genannt wurde. Mit Lars teilt er offensichtlich die typisch männliche Vorliebe für Pink:-).
Wolf von Hausmannskost
fand Eiche, innen und außen bei seinem Weinhändler bei diesem herbstlich gewandeten Etikett des Dogajolo IGT 2003 aus Italien, der auch
Thomas, wie man später sehen wird, ins Auge stach.
Peter Kaul vom
Kaulweinblog findet auch Eichenholzflair, obwohl was anderes draufsteht bei einem Unoaked Chardonnay 2005 Montana East Coast aus
Neuseeland und nimmt uns bei dieser Gelegenheit mit auf eine Reise nach Malborough...
Alexander und Juja
Risma von verkostet.deschreiben auch über den äußeren Schein. Zu den
Etiketten und ihren Weinen gibt es gleich die Anekdote der Entdeckung dieser geglückten Verbindung einer verschrobenen Winzerfamilie aus dem Wallis mit einer jungen
Kunststudentin. Heraus kam eine ganze Serie von guten und originell verpackten Weinen der Familie Caldelari aus Salgesch im Oberwallis,
Schweiz.
Charles Buganowski hat uns einen
interessanten Wein gecastet, dessen Etikett sich nicht auf den ersten Blick erschließt. Deep Blue von Tesch ist eine Spätlese trocken von
2006, bei deren Beschreibung man auch seine Allgemeinbildung um die lateinische Bezeichnung von Cassis bereichern kann - auch hier kommt zum Schluss noch Pink ins Spiel, und sei's auch nur mit der zum Wein empfohenen Hörprobe (leider nur mit
i-tunes).
Mathias Metze von
Viva-Vino holt uns (hoffentlich) Biowein aus dem Keller. Er untersucht
drei verschiedene Stile, um zu überprüfen, ob man eine Konkordanz zwischen Wein und Etikett finden kann. Einen Riesling Kabinett feinherb 2006 von Heyl zu
Herrnheim, einen Jasci 2006 Montepulciano D'Abruzzo und eine Syrah der Bodega Ruiz Villoneva 2002 aus der Mancha,
Spanien. Nachdem die Konkordanz zu seiner Zufriedenheit festgestellt werden konnte, widmet er sich in lockererer Umgebung einem guten Bio-Essen.
So gestärkt wechselt er den Hut und liefert uns
in seinem San Lorenzo Blog einen Nicht-Beitrag, mit dem er gerne eine ausführlichere
Diskussion zum Sinn und Unsinn von Etiketten anzetteln möchte.
Ein newcomer, der aus
Yakarta teilnimmt, Rainer Adam, der als themanfrommoselriver blogt, schreibt nicht nur über
Moselwein, sondern besitzt auch Weinberge in Victoria Australien, wo man sich bald auf die neue Ernte vorbereitet. Von ihm erfährt man nicht nur interessantes über den Grund von vorübergehenden Versorgungsschwierigkeiten im indonesischen
Weinhandel, sonden lernt auch - aus seiner Kellerreserve - den Rees Miller Estate 2004 Cotton's Pinch Merlot kennen aus der Upper Goulburn Wine Region. Brush up
your English! Thomas Günther von weinverkostungen widmet sich als einziger ganz den critter-labels, den
tierischen Weinetiketten und wirft die Frage auf, warum so viele Haustiere auf Weinetiketten? Ich glaube, Svetlana hat in ihrem Kommentar die
Lösung schon gefunden!
Thomas vom
Winzerblog hat im Selbsttest Jacques Weindepot durcheilt, um endlich einmal Weine nur nach
Ausstattung zu erwerben. Ihn überkam dabei die Erkenntnis, wie wunderbar das Leben eines Etikettentrinkers doch sein muss, der sich über keine der üblichen Fragen, die den Weinliebhaber
sonst umtreiben, mehr Sorgen machen muss. Er stellt uns 4 Weine in Aussicht, die er, wenn er als rasender Reporter wieder weniger unter Zeitdruck steht, auch zu verkosten
verspricht. Zunächst den Chardonnay 2006 fut de chêne von der Domaine Bosquet aus Frankreich, zu der ich ihm schon den Tip geben kann, dass
bosquet auf deutsch kleines Wäldchen heißt (und vielleicht im Süden aus Eichen besteht), der Fassausbau hat da aber sicher auch Pate gestanden. Wir hören den Fachmann, wenn er über
Nassleimetiketten im Gegensatz zu Selbstklebetechnik dissertiert, bevor ihn der Frank Potts 2005 Bleasdale Longhorne Creek aus
Australien fragen läßt, ob es verkaufsfördernd sein könnte, wenn der Winzer sein Foto auf's Etikett setzt, bevor er sich zu seinem Favoriten, dem schon oben bei
Wolf erwähnten Dagojolo, diesmal 2006 aus Italien bekennt. Seinen 4. Einkauf, ein badischer Weißburgunder von
2002 sollte man selbst entdecken.
In meinem eigenen Beitrag habe ich einen Carignan Rendez-vous avec le soleil 2002 vom Clos du Gravillas in Saint
Jean de Minervois, Vin de Pays aus dem Languedoc vorgestellt, den ich ausschließlich wegen des Etiketts erstanden hatte. Heute war er noch wesentlich
besser, da langsam auf Zimmertemperatur, als während der Verkostung am Computer, die ich Mittwoch Abend auf den letzten Drücker durchgezogen habe:-) Und natürlich ging mir heute
den ganzen Nachmittag im Weinberg das Chanson von Trenet nicht mehr aus dem Kopf.
Svetlana von
myexperience4you hat wie schon beim letzten Mal wieder eine Art kulinarisches Gesamtkunstwerk abgeliefert, in dem nach den Vorworten zum Entrée
ein Mionetto Novello 2007 aus Venetien in Italien als Apetitöffner gereicht wird, bevor der Gracher Himmelreich Riesling Kabinett
aus der Kollektion vom Weingut Heribert Kerpen, MoselSaar-Ruver sich bei Hauptgang und Nachspeise als recht
unterschiedlicher Begleiter erweist. Der Beitrag klingt aus zum brazil-jazz von
Helena Noguerra und wir fühlen uns nach der Conclusio voll befriedigt.
Ich bin neu hier
stellt sich Markus Pflugbeil von weintagebuch ("beta") von pflugblatt.de vor. Und dann holt er aus einer längst vergessenen Kiste im Keller den Tentacão der Casa
Ermelinda Freitas, Pamela DOC aus Portugal vor. Das Etikett spielt wohl mit dem Namen der Rebsorte Tinto Cão und Tentacão = Versuchung , die auf dem Etikett sehr schön umgesetzt ist. Eine amüsant geschriebne online-verkostung
zwischen Scanner und Computer.
3 vor 12 kam dann noch
der Beitrag von Theo von gumina.de - Notizen für Genießer. Bloggen auf den
letzten Drücker stand auch bei ihm an - unterstützt von Kellermeister Thomas berichtet er vom gemeinsamen brainstorming und er erlaubt uns sogar
einen Blick auf sein eigenes kreatives Etikett.
Gerne hätte ich hier jetzt auch noch ein wenig Statistik betrieben und die 8. Weinrallye auch mit Zahlen ausgewertet, (24 Beiträge,
3 neue Teilnehmer, 23 Weine direkt verkostet, 31 Etiketten plus viele Hinweise auf weitere, 3 x Niepoort genannt, also
Spitzenreiter, 2 x Dagojolo - 4 Deutsche, 3 Franzosen, der Rest aus aller, oft der neuen, Welt).
Aber zum Abschluß dieser Zusammenfassung fürchte ich, dass meine verbleibende Energie nicht mehr reicht, um nach journalistisch einwandfreien und unwiderlegbaren Kriterien vorzugehen (und anders
wäre im Moment ja schlecht:-). Auch für den Vergleich mit den Ergebnissen der französischen Blogger der Vendredis du Vin werde ich wohl erst wieder Kraft schöpfen müssen...
Auf jeden Fall möchte ich allen Teilnehmern der 8. Weinrallye, ob alten Hasen oder Neulingen, herzlich danken: es war ein großes Vergnügen, sich durch all diese
Beiträge hindurch zu arbeiten und ich habe viele anregende Gedanken und Fragestellungen darin gefunden. Und auch für's Auge gab es viel zu sehn.
Ich gebe jetzt den Staffelstab weiter an Harald Steffens vom Weingut Steffens-Kess, der hier das Thema für die Weinrallye # 9 verraten wird und begebe mich wieder in meinen Weinberg.
Jetzt müssten auch die letzten Teilnehmer der Weinrallye # 8 ihre Etiketten über die Ziellinie gebracht haben. Hier also die letzten drei, deren Lektüre
mir noch einmal so viel Freude gemacht hat, dass ich sie doch noch gleich für die Frühstücksleser verlinke: notre dame de Berlin (Vorsicht, macht viel Apetit!) hier, unser genussblogwebmasterhier und ein weiterer Erstteilnehmer mit gelungenem Einstieg hier .
Und als Betthupferl zum Entspannen ein Etikett des allerersten Weins von den Terrassen hinter Lisson:
Wie man (gerade noch) erkennt, handelt es sich um die Flasche N° 5 (von 9) des Lisson passe tout grains 1994.
So, ehe ich mich gleich vom anstrengenden Fahneschwenken und der Direkübertragung meines
Selbstversuchs erst mal erhole, noch schnell die neuesten Ankömmlinge: hier
und hier .
Die angemahnten Winzer haben damit gerade noch die Kurve bekommen. Der Beitrag aus Berlin liegt, wie inzwischen mittgeteilt, in den letzten Zügen....
Ich genieße jetzt erst mal meinen Wein zum verspäteten Abendessen und verspreche das letzte update für morgen Früh - wenn der Mond dann vermutlich auf die Sonne wartet:-)
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