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Unser Blog soll Ihnen die Gelegenheit geben, rund ums Jahr an den aktuellen Arbeiten auf unserem kleinen Gut in Südfrankreich teilzunehmen. Unsere Webseite stellt uns zwar bereits in drei Sprachen vor, aber wie viele Webseiten, ist sie eher statisch aufgebaut. Ein Blog  (es gibt ihn schon in Französisch: hier) erlaubt hingegen, viel spontaner, aktueller und auch weitläufiger über das, was wir tun, was uns bewegt und wofür wir uns sonst noch interessieren, zu schreiben.

Begleiten Sie mich also auf dem Weg durchs Winzerjahr. Hinterlassen Sie Ihre Kommentare oder stellen Ihre Fragen, damit aus diesem Blog ein lebendiges Kommunikationsmittel wird.

Ihre Iris Rutz-Rudel



Dimanche 11 novembre 2007
In Köln wird das Rathaus von den Narren gestürmt - in Frankreich wird der Toten des ersten Weltkriegs gedacht. Auch der 11. November ist ein Tag, der, wie der 9. in Deutschland, viele Facetten hat.

Aber heute steht keine Verteidigungslinie mehr am Rhein, wir leben im vereinten Europa und durch die Wellen des WWW sind die Grenzen der Kommunikation noch durchlässiger geworden.

Und so freue ich mich, dass mich eine Gruppe von Bloggerinnen, die als Französinnen in Deutschland oder, wie ich, als Deutsche in Frankreich leben und über ihren Alltag und ihre Erfahrungen schreiben, eingeladen hat, mit Ihnen gemeinsam unter dem schönen Titel:

Les Knödels débarquent dans la blogospère - die Knödel erobern die Blogosphäre 

zu zeigen, wie wir heute das Zusammentreffen unserer zwei Kulturen wahrnehmen. Und da der 11. November vor allem im Rheinland und in Bayern eine durchaus jecke Veranstaltung ist, haben wir unsere Fähnchen in ein für Französen sehr geheimnisvolles Objekt der deutschen Küche gesteckt.

l-anim-knoedel.gif

Katia aus Paris hat das in ihrem heutigen Beitrag - wie immer in unseren zwei Sprachen - gut auf den Punkt gebracht. Die Links zu allen anderen Mitgliedern unseres Clubs finden Sie links (wo das Herz schlägt) in der Randspalte.

Ich verspreche, über die "Mariage mets vin", die "ideale Verbindung von Wein und Gericht", die auf Französisch so viel romantischer eine "Hochzeit" genannt wird, nachzudenken und Sie an meinen Schlüssen teilnehmen zu lassen.

Ideen erfahrenerer Food- und Drink-Blogger (es können auch Männer sein), sind herzlich willkommen!




par Iris Rutz-Rudel publié dans : Strandgut
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Mercredi 7 novembre 2007


Der letzte Bericht über die Kellerarbeit in Lisson berichtete vom Abstich der Tanks und der Arbeit mit dem kleinen Kelter (hier). Inzwischen nahmen wir auch den großen Kelter, noch gut bekannt aus den vergangenen Jahren, wieder in Betrieb, um den Mourvèdre abzupressen.

Dabei "verschwand" der neue Wein durch die alte Klappe im Boden per Schwerkraft im Gewölbekeller, um dort für die nächsten andertalb Jahre zur Ruhe zu kommen. Diesmal haben wir ihm aber ein besonderes Bett bereitet. Ein so guter Jahrgang  2007 verdiente meiner Meinung nach auch ein besonderes Lager. Also bestellten wir bei unserer Haus-Tonnellerie, Maison Boutes, für alle Weine dieses Jahres neue Barriques aus französischer Eiche.


bruno-barrique.jpg
Nicht irgendwelche, sondern die schon in der Vergangenheit zu unserer Zufriedenheit getesteten Barriques der Serie "Grande Réserve" wurden also bestellt. Diese Barriques haben zwar ihren Preis, unsere Erfahrungen seit 2000 im Vergleich mit herkömmlichen Barriques vom gleichen Hersteller, aber auch aus anderen Häusern, haben uns davon überzeugt, dass das Versprechen von Boutes, die bewußt an das Vertrauen des Winzerkunden appellieren, kein leeres Gerede ist. Ich habe Ihnen die Produktbeschreibung einmal übersetzt:

Intensität und Respekt der Frucht

Konzeption:
- es handelt sich um ein unkonventionelles Barrique, das nur in beschränkter Stückzahl hergestellt wird.
- Wir haben versucht, die Wahrnehmung von Holznoten im Wein zugunsten von Fruchtnoten und Respekt der Lage zu verringern.
- Wir schlagen Ihnen dieses Barrique ohne Angabe über die Herkunft der Hölzer, ihren Reifeprozess oder den Typ der Röstung vor, die bis heute unser Geheimnis bleiben sollen; vertrauen Sie uns einfach.

Qualitäten und Grenzen:

- das Barrique Grande Réserve ist nicht für einen Ausbau geeignet, der Toast-, Röst- oder Brandnoten zum Ziel hat.
- Die Grande Réserve zeichnet sich durch einen sehr großen Respekt von Frische, Reinheit und Lebhaftigkeit der Frucht aus, gleichzeitig werden Fülle, Geschmeidigkeit und Länge im Geschmack gefördert.
- Dieses Barrique födert auch eine schnellere Integration des Holzes und erhöht das Phänomen der Oxydo-Reduktion (stark vereinfacht: Atmung des Weins, notwendig u.a. für den natürlichen Säureabbau) und erlaubt so, schneller ausgewogenere Weine zu erreichen.

Dieses Barrique entstand auf Nachfrage einiger unserer Kunden, die ihre Weine in neuem Holz ausbauen möchten, ohne dadurch das aromatische Profil zu verfälschen. Sie wünschten einen vom Barrique konstruierten (nicht maskierten) Wein
.

Tonnellerie Boutes
Für uns ist das Holzfass von Anfang an der angemessene Behälter für den Ausbau unserer Lisson-Weine und ihre Reifung während der 18 Monate im Keller gewesen.

Natürlich ist die erste Bedingung für eine gelungene Vermählung von Wein und Fass die Qualität der beiden Partner.  Optimale Reife der möglichst wenig behandelten Trauben, respektvolle Verarbeitung ohne Zusatzstoffe bei der Gärung auf den natürlichen Hefen; lange Maischestandzeiten und sanftes Keltern, Verzicht auf brutale Beförderungen von Maische und Saft (eben Handarbeit und Schwerkraft) verhelfen uns zu naturreinen Weinen von tiefdunkler Farbe mit intensiven Fruchtaromen (den echten, keine englischen Drops).

Die gilt es, nicht mit Holznoten zu erschlagen, sondern in ihrer weiteren Entwicklung sanft zu begleiten. Da ist das Barrique mit seinen 225 L Inhalt ein ideales Gebinde, das auch beim Ausbau weiterhin einen schonenden Umgang mit dem Wein ermöglicht (sanftes Abziehen nach dem ersten Winter, gutes Absetzen der Trübstoffe und damit eine natürliche Klärung im Verlauf der Lagerzeit, die jedes Schönen und Filtern vor der Abfüllung überflüssig machen - eine sehr gemäßigte Zufuhr von Sauerstoff, also eher eine "natürliche Atmung" - alles eben eher slow als fast...


der Küfer
Und das Bild des Küfers im Emblem von Boutes erinnert uns daran, dass auch dies ein altes Handwerk ist, dessen Liebe zum Material und zum Detail, dessen Respekt der Tradition eben auch eine Kunst ist, deren Resultat uns bei unserer Arbeit im Keller unterstützt.

Bretter, die man für die heute so beliebte Aromatisierung in den Tank hängt, Sägespäne in Teebeuteln überlassen wir den Fast Food Kandidaten unter den Weinproduzenten - es gibt schon genug davon.

Einen sehr guten, ausführlichen Artikel über den Barriqueausbau findet man übrigens auf dem Blog des österreichen Winzerkollegen, Bernard Fiedler.


wilder Wein
Und unser Dank gilt auch unseren Kunden, die unseren Vin de "très bonne" Table lieben, sorgfältig behandeln, geduldig im Keller lagern und mit Genuß trinken und unsere Preispolitik nach einer Führung durch Weinberg und Keller ohne "Geiz ist geil" Diskussion akzeptieren - so schließt sich der Kreis.



par Iris Rutz-Rudel publié dans : Kellerarbeit
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Mardi 6 novembre 2007

Immer noch sonniges Herbstwetter im Süden Frankreichs - da sollte man den Tag nicht am Schreibtisch verbringen. Leider lies ich mich aber heute dazu hinreißen, ein paar ganz kleine, formale Dinge in meinem Bloglayout ändern zu wollen - und prompt führte vielleicht ein kleiner Klick meinerseits, vielleicht aber auch mal wieder Murphy's Gesetz in der Blogplatform dazu, dass plötzlich nichts mehr ging.

Erst war die ganze liebe Ordnung auf der Seite hin, dann erstrahlte plötzlich der ganze Blog in leuchtendem Pink, dann ordnete sich alles untereinander statt nebeneinander an. Und so, wie in alten Autoreparaturhandbüchen im entscheidenden Moment immer stand: wenden Sie sich in diesem Punkt doch bitte lieber an einen Fachmann, wurde auch ich von drohenden Hinweisen auf Operationen, die nur erfahrenen Softwarespezialisten vorbehalten bleiben sollten, verschreckt. V1 und V2 (für mich bisher unheilbringende Raketensysteme), CSS und Html sind nicht wirklich meine Domäne - aber schließlich packte mich beim Gedanken an die Verwirrung meiner Leser der Ehrgeiz - und so waren schnell die Nachmittagsstunden vergangen. Schließlich war alles wieder an seinem Platz und auch die Farben stimmten wieder einigermaßen - nur noch ein kleiner Pink-Streifen unter dem Header kündet noch von überstandenem Unheil...

Ein kurzer Gang durch den Weinberg, um das aufgestaute Adrenalin wieder abzubauen, rettete dann den Tag - die Blätter der Reben werden langsam vom Wind verweht, die Oliven reifen und der Blick vom Weinberg auf den Turm von Olargues und die dahinter liegenden Berge im Abendlicht läßt wieder Ruhe einkehren.


Abendlicht ueber Olargues


par Iris Rutz-Rudel publié dans : Strandgut
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Dimanche 4 novembre 2007
Der Herbst erfreut uns immer noch mit einem echten Altweibersommer und so konnte auch in diesem Jahr wieder das nun schon traditionelle Olarguer "Fest der Maronen und des neuen Weins" unter idealen Bedingungen stattfinden.

Affiche-Marron-2007.jpg
Für die zahlreichen Besucher aus dem Umland und auch von weit bis zur Küste  hinunter, war schon die Anfahrt durch das Orbtal ein reiner Augenschmaus. Herbstliche Weinfelder in leuchtenden Farben, wie hier bei Roquebrun strahlten mit dem blauen Himmel und der großzügigen Sonne um die Wette.

vignes-automne-1.jpg
Angekommen in Olargues konnte man den Hauptort des Geschehens leicht  finden, indem man seiner Nase folgte: auf dem Platz vor der Mairie (dem Bürgermeisteramt) hatten die fleißigen Mitglieder des Festkommitees schon Tage vorher große Reisighaufen aufgestapelt, die dann das Feuer, über dem eine in Eigenkonstruktion gebastelte große Trommel gedreht wird, mit kräftigen Flammen und der nötigen Glut nährten.
 
griller-les-marrons.jpg
Die so frisch gerösteten Maronen konnten zwei Tage lang in den klassischen Tüten aus Zeitungspapier gekostet werden, die vom Altenclub L'Oulo in den letzten Tagen gefaltet worden waren. Eine der bekanntesten Sorten der Edelkastanie trägt übrigens  den Namen unseres Dorfes: marron d'Olargues.


Für den Ohrenschmaus sorgte dieses Jahr eine Dudelsackband - was zeigt, dass die Integration der Zuwanderer aus anderen Ländern Europas schon voll bis in die Folklore der Dorffeste durchgeschlagen ist. Ganz so ungewöhnlich waren die Klänge sowieso nicht, denn bis auf die Schottenröcke sind die Einwohner unserer Haut Cantons an den Klang des Dudelsacks gewöhnt, gehören solche Instrumente aus Zigenhäuten doch zum klassischen Repertoire der traditionellen okzitanischen Musikgruppen.



fete-du-marron-Olargues-2007.jpg
Der Vin Nouveau war auch reichlich vertreten. Vor allem die Winzergenossenschaften (Roquebrun und Berlou) haben dieses, lange Jahre dem Beaujolais vorbehaltene Getränk  vor einigen Jahren als gute Marketingidee entdeckt, um einen Teil des Weinüberflusses zügig in den ersten Monaten nach der Ernte in den Umlauf zu bringen. Dabei sind die hiesigen neuen Weine meist von kräftigerer Farbe und intensiverem Geschmack, als ihr Vorbild aus dem Beaujolais - und kommen auch schon einen ganzen Monat vorher auf den Markt.

Aber auch andere Saisonprodukte aus dem Umland finden hier ihre Liebhaber. So gehört der Ail rose de Lautrec, ein Produkt mit einer eigenen AOC = Appellation d'Origin Contrôllée,  die leicht rosa Knoblauchknolle aus dem Nachbardépartement Tarn zur unverzichtbaren Vorratshaltung der hiesigen Küche. Trocken aufbewahrt hält er sich bis lange ins Frühjahr und parfümiert die mediterane Küche der Gegend.

Auch die schwarze Rübe, Navet noir de Pardailhan, so unverzichtbar in einem zünftigen Winterragout, ist ein ganz besonderes Gemüse. Sie wurde von Slow Food ins das Programm der zu schützenden Sentinelle-Produkte aufgenommen. Diese besondere Sorte wächst nur rund um das Dörfchen Pardailhan auf besonderen Böden, die beweisen, dass auch für Gemüse der Begriff des Terroir durchaus an seine Berechtigung hat.


l-ail-rose-de-Lautrec.jpg
Neben den Maronen siind auch die Walnüsse aus neuer Ernte jetzt überall zu finden. Ein Jungbauer aus Olargues, Olivier Lefebvre, von  Les Jardins des 4 Saisons,  hat sie in sein Sortiment der Saisonprodukte aufgenommen und bietet sie nicht nur als ganze Nüsse, sondern auch transformiert zu Walnussöln, Walnusslikör und Nusskernen in Sirup an.

noix-lefebvre.jpg
Unter den zahlreichen Imkern der Gegend gehören Denis Cournol und Evi Montauban vom Rucher de Fiers-Loups zu unseren bevorzugten Produzenten. Ihr Kastanien- und Heidehonig ist ein Gedicht. Erarbeitet nach biodynamischen Methoden, kalt geschleudert, verströmt dieser cremige Honig die Aromen, die ich auch zur Blütezeit der Frühjahrs- , Sommer- und Winterheide, die auf unseren Schieferböden so gut wachsen, bei einem Spaziergang durch die Hügel so schätze. Die Sorte Miel du Maquis vereint in sich die Düfte aller aromatischen Pflanzen und Blüten der Strauchlandschaft an einem Sommertag.


Die beiden geben aber auch gerne Auskunft über die gesundheitsfördernde Verwendung von Pollen und Propolis aus der Produktion ihrer Bienvölker.

Neben diesen konsumierbaren Schätzen habe ich auf der begleitenden Ausstellung auch diemal wieder eine neue Künstlerin entdecken können, die in Saint Vincent d'Olargues ihre Zelte aufgeschlagen hat. Ihr Name ist Sophie Rèche, von Haus aus auch Restauratorin für Kirchenkunst und Vergoldungen. Der Name ihrer Werkstatt ist entsprechend "Les Atéliers des Mains d'Or" der goldenen Hände.  Neben der Mappe mit Restaurierungsarbeiten in Kirchen und Schlössern haben mich vor allem ihre Zeichnungen und Objekte, wie diese Kombination aus Stofmalerei und alten Holzstücken, beeindruckt.




les-mains-d-or.jpg

Es gibt viele Künstler, die sich hier im Laufe der Jahre angesiedelt haben, zwei von ihnen habe ich schon in der französischen Ausgabe meines Blogs vorgestellt: Els Knockaert, die Malerin aus Belgien und ihre farbenfrohen Bilder von Ernteszenen und Patricia Nénaire, die Fleurographin, deren Bilder aus Blumen und Pflanzenmaterial wohl einmalige kleine Kunstwerke darstellen. Ein Besuch in ihrem Atelier in Olargues ist schon durch den Anblick der "Zutaten"  ein Augenschmaus!


par Iris Rutz-Rudel publié dans : Essen und Trinken
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Dimanche 4 novembre 2007
Eine Reise um die Welt auf den Wellen des WWW ist schnell gemacht und kann zu jeder Tages-und Nachtzeit und bei jedem (für Winzer vor allem bei schlechtem) Wetter unternommen werden.

Delphine und Christophe Dérouet haben es aber nicht dabei belassen, sondern haben eine echte Reise um die Weinwelt unternommen, von der sie auf ihrer Seite wineworldtour.com ausführlich und mit vielen Bildern berichtet haben.


Jetzt ist auch ein Buch dazu herausgekommen - in französischer Sprache heißt es Tour du monde de la vigne et du vin und Philippe Rapiteau, den Französischen Weinbloggern besser als: La Pipette mit dem gleichnamigen Blog bekannt, hatte die gute Idee, es uns in einem kleinen Video durchblättern zu  lassen.

Für mich ist die Weltkarte von Google Maps oft ein Ausgangspunkt für eine imaginäre Reise. Jeder neue Punkt gibt Anlass, sich vorzustellen, welcher Weinliebhaber da wohl wo auf seiner Reise durch die Blogwelt in Lisson gelandet ist.

screen-shot-google-maps-Lisson.jpg

Die französische Ausgabe meines Blogs ist da  internationaler. Auch hier häufen sich die roten Punkte im alten Europa, aber von Zeit zu Zeit tauchen auch unerwartet neue auf - mitten im Ozean manchmal. Ich stellte mir einen Leser in seinem Segelboot vor, der über Satelit die einsamen Nächte zum Surfen im Netz nutzt und sich einen guten Schluck zu seinem frugalen Mal wünscht - aber wer sitzt da mitten in der algerischen Wüste und träumt von Wein  und wer war der erste Leser in Australien - welcher Chinese wandert mit mir über den Hügel von Lisson und welcher Inuit sitzt hoch im Norden am Ufer der Hudson Bay in seinem Iglo und hört durch mich die Grillen zirpen... hoffentlich wurden nicht zu viele meiner Leser in Californien durch die Feuerbrunst aus ihren Häusen vertrieben...

Die Weltkarte, die als Beilage der Zeit vor zwei Wochen hier eintraf, hat mir die Illusion mit dem Boot genommen, schließlich lag an jedem Punkt im Meer eine Insel, La Réunion und Mauritius, Tahiti und wohl auch die Azoren. Dann hatten die Leser vielleicht doch ein Glas Wein neben der Tastatur - der Vorstellungskraft sind keine Grenzen gesetzt.




par Iris Rutz-Rudel publié dans : Strandgut
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