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Les Knödels

Les knödels débarquent
sur la blogosphère
Die Knödel erobern
die Blogosphäre

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A l'est du Rhin:
Bretzel & Café Crème  Flo
Cueillir les Étoiles  Laure
Desperate Hausfrau Schatz
Les Joues Roses La Grenouille
Marmite d'un p'tit point Clairechen
Tambouille & Délices Sonia
Tambouille et Gourmandise  Frédée
Tambouille & Pistouille Ellie
Tomaten Quiche Marion
Viaggiodinozze Jeanne
Wie Gott in Deutschland Véronique

A l'ouest du Rhin:
A Moveable Feast  Ulla
Bolli's Kitchen  Katia
Lisson: journal
d'une vigneronne
Iris
Weingut - Lisson:
ein Winzertagebuch
Iris


 

soll Ihnen die Gelegenheit geben, rund ums Jahr an den aktuellen Arbeiten auf unserem kleinen Gut in Südfrankreich teilzunehmen. Unsere Webseite stellt uns zwar bereits in drei Sprachen vor, aber wie viele Webseiten, ist sie eher statisch aufgebaut. Ein Blog  (es gibt ihn schon in Französisch: hier) erlaubt hingegen, viel spontaner, aktueller und auch weitläufiger über das, was wir tun, was uns bewegt und wofür wir uns sonst noch interessieren, zu schreiben.
Begleiten Sie mich also auf dem Weg durchs Winzerjahr. Hinterlassen Sie Ihre Kommentare oder stellen Ihre Fragen, damit aus diesem Blog ein lebendiges Kommunikationsmittel wird.

Ihre Iris Rutz-Rudel

Jeudi 31 janvier 2008
 Eines unserer Nachbardörfer, Roquebrun, petit Nice de l'Hérault, auch bekannt als  eine der Appelation  Villages  aus  dem Gebiet von Saint Chinian,  bereitet sich auf das Mimosenfest am 10. Februar vor.


Um Lisson herum  zeigen sich an geschützten  Stellen auch die ersten Frühlingsblüten.

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Ein kleiner Sonnengruß aus dem sonst auch noch windgebeutelten Süden!


par Iris Rutz-Rudel publié dans : Strandgut commentaires (0)   
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Mercredi 30 janvier 2008

undefined  Noch eine Woche bis zum  Ende der närrischen  Saison und auch bis zum Finish der 8. Weinrallye, für die ich diesmal den Startschuss geben durfte. 

Unter den Weinbloggern herrscht schon Aufbruchstimmung, viele sind bereits auf der Pirsch, um ein geeignetes Exemplar (oder gar deren mehrere) zu  entdecken, einer meiner liebsten Foodbloggerlaminacucina - hat sogar schon einen phänomenalen Frühstart  hingelegt, der uns  auf exemplarische Weise den Weg weisen könnte.

Vielleicht schafft das Thema es ja auch, die teilweise noch bestehende Grenze zwischen diesen beiden Komponenten des Genussbloggens noch weiter einzureißen - mich würde es freuen! Wobei mir allerdings aufgefallen ist, dass viele Weinblogger sich durchaus auch für gutes Essen begeistern und häufig darüber bloggen, was sie selber gerne kochen, die meisten Foodblogger aber selten darüber Auskunft geben, womit sie all diese köstlichen Gerichte eigentlich herunterspülen - das kann doch nicht immer nur Wasser sein...

Lars von Schreiberswein hat uns heute als Warm-up schon mal die Etiketten gezeigt, die sich eher für's Gruselkabinett als für die bevorstehende Weinrallye eignen.

Das hat mich daran erinnert, dass ich von meiner Kurzreise nach Deutschland auch noch das eine oder andere dieser Exemplare im Fotogepäck mitgebracht habe. Da ich die Flaschen nicht gekauft und also auch nicht probiert habe, werden sie in meinem Beitrag nicht auftreten können, aber ganz vorenthalten wollte ich sie meinen Lesern dann doch nicht.

Hier also zunächst ein perfektes Beispiel der viel besprochenen Critter-Labels auf einem Australischen Rosé mit dem an Kreuzworträtsel erinnernden schönen Namen: Four Emus gefunden.

Four Emus Australien Rosé 2005
Da ich im Winter eh Schwierigkeiten habe, mich mit Rosé im Glas anzufreunden (im Sommer auch, aber da habe ich schon dazugelernt) und ich auch Sorge hatte, dass der Inhalt eines recht preiswert in einem Laden angebotenen Weins, in dem ich normalerweise meine Unterhosen und Socken kaufe, vielleicht wirklich nur mein Auge erfreuen würde, habe ich ihn stehen lassen.

Aus ähnlichen Gründen fand auch das zweite Etikett nicht seinen Weg in mein Reisegepäck, aber jeder, der den frisch umgezogenen Saublogger Wolfhos von Hausmannskost kennt, wird verstehen, warum ich an dieser Auslage nicht vorübergehen konnte und nachdem er mir sein heutiges Saubloggen am Mittwoch gewidmet hat, freue ich mich besonders,  ihm die folgenden Erinnerungsfotos zu widmen.

Metzgerei Lipgens Erkrath
Gefunden im Schaufenster der Metzgerei Lipgens auf der Bahnstraße in Alt-Erkrath, in der ich schon als Kind immer die obligate Scheibe Fleischwurst gereicht bekam, die mich jedesmal dazu brachte, mein damaliges Vegetariertum vorübergehend auszusetzen.

Metzgersekt
"Die Sinne werden Dir geweckt, trinkst Du ein Glas vom Metzgersekt" - natürlich halbtrocken, man will ja nicht, dass Tante Erna säuerlich die Lippen verzieht!

Nach dieser Einstimmung kann ich nur noch allen, die Lust darauf haben, uns am Aschermittwoch ihre Trouvaillen vorzustellen, die Lektüre der ausführlichen Teilnahmemodalitäten empfehlen, die man  im Winzerblog von Thomas, der die Themen verwaltet, findet .

Hier noch mal die Kurzfassung:

Drei Voraussetzungen: der Wein sollte verkostet - vielleicht sogar getrunken - werden. Es sollte ein Foto der Flasche oder des Etiketts geben und dann sollte, wie immer, der Beitrag auf ihrem Blog vor Mitternacht des 6. Februar (Aschermittwoch) veröffentlicht werden.

Für Teilnehmer, die über keinen eigenen Blog verfügen, besteht die Möglichkeit, mir ihren Beitrag per Email zuzusenden, ich veröffentliche ihn dann gerne mit Bild auf meinem Blog.

Eine kleine Nachricht mit dem Link zum Artikel bitte an lisson at wanadoo.fr schicken.




par Iris Rutz-Rudel publié dans : Weinrallye commentaires (3)   
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Vendredi 25 janvier 2008

undefinedIn den letzten beiden Wochen war es recht ruhig auf dem Blog. Die Winzerin war unterwegs - nicht mit der Rebschere im Weinberg, wo ja die eigentliche Saisonarbeit des Rebschnitts bis Ende März ansteht, sondern mit der Bahn auf den Schnellstrecken zwischen Frankreich und Deutschland. Es war wieder die Zeit für einen Besuch in Düsseldorf gekommen, wo meine Mutter sehnsüchtig auf diese wenigen Tage im Jahr wartet.

Aufbruch diesmal weit vor Morgengrauen, günstige Bahnpreise sind eben auch hier oft an ungünstige Reisezeiten gebunden. Der TGV nach Paris fuhr kurz nach 5 Uhr morgens in Béziers ab und bis dahin ist es erst noch eine gute Stude mit dem Auto über finstere Landstraßen. Immerhin konnte ich kurz vor dem Bahnhof mein 4. gekreuztes Auto zählen!  Die ersten Sonnenstrahlen zeigten sich dann schüchtern irgendwann auf der Schnellstrecke quer durch Burgund zwischen Valence und Paris. Vom Weinangebot in der Bar des TGV gibt es nichts Neues zu berichten, ebensowenig wie von  von dem im Thalys am Nachmittag.  (Nicht, dass ich etwa am frühen Morgen schon Lust auf etwas anderes als einen heißen Kaffee gehabt hätte, aber man muss sich als Erzeuger ja schließlich über den Markt auf dem Laufenden halten...).
undefinedIn Paris  angekommen, galt es, wie üblich den Bahnhof zu wechseln - inzwischen gönne ich mir ein Taxi - die Zeiten, in denen ich mein Gepäck mutig durch Metro-Schächte und über Treppen und endlose Gänge hinter mir her zerrte, sind vorbei. Grauer Himmel und Regen über der Stadt. Die Vélibs, die überall am Straßenrand schnell und günstig zu mietenden Fahrräder von Paris - eine hervorragende ökologische Idee für Großstädte, blieben bei diesem Wetter in ihren Ständern. Inzwischen freute ich mich schon auf ein gemütliches und möglichst reichhaltiges Frühstück vor der Weiterfahrt.

undefinedIch wählte voller Gottvertrauen das bekannte Restaurant - Bistro Terminus Nord, direkt gegenüber dem gleichnahmigen Bahnhof aus.  Na ja, wie konnte ich auch vergessen, dass das in Frankreich wohl ein frommer Wunsch bleiben muss. Wie üblich gab die kompletteste Frühstücksformel neben dem Café nur eine Scheibe Baguette, das übliche Croissant und Butter und ein Töpfchen Marmelade her - meine Bitte um ein Stück Käse verhallte vergebens beim irritierten
Garçon - für ihn war es erst 11 Uhr, man hatte die Küche also noch nicht mit solchen Sonderwünschen zu belästigen - dass ich inzwischen schon seit 8 Stunden auf den Beinen war, konnte er ja nicht ahnen. So nahm ich mit dem vorlieb, was man mir gab und beschloss, mich in Düsseldorf in den nächsten Tagen redlich für diese Enttäuschung zu entschädigen.

 


In meiner Heimatstadt angekommen, erinnerten mich vereinzelte Narren vor dem Bahnhof und vor allem die Dekorationen der Schaufenster daran, dass es ja auf den Höhepunkt des Karnevals zugeht. Selbst der Rosenmontagszug, vor dem ich früher immer geflohen war, ist in diesm Jahr mit seiner kurzen "Saison" ja nicht mehr weit.

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Immerhin mochte ich immer die farbenfrohen Kostüme, und vor dem auf dem rechten Foto, mit dem Namen Weinfass habe ich tatsächlich einen Moment gezögert. Ein kleines Detail am unteren Rand des Fasses, das so gar nicht eder Konstruktion eines echten Barriques entspricht, hat mich dann aber doch davon abgebracht:-).

Ein wichtiger Bestandteil des lokalen Brauchtums ist jede Saison die Wahl des Prinzenpaars. Prinz Karneval und seine Venetia, wie ihr Düsseldorfer Titel ist, die ab dem 11.11. um 11Uhr11 allen Sitzungen und sonstigen Ereignissen vorstehen, waren in diesem Jahr einen besonderen Blick wert. 


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Prinz Josef der 1. und Venetia Barbara die 1. stehen also der Saison 2007/2008 vor - oben im üblichen, traditionellen Ornat - unten in einer eher poppigen Version.

undefinedBilder von folgender Seite

Ich fand die Wahl besonders gut, denn das Prinzenpaar symbolisiert diesmal die geglückte Union zweier Dinge, die mir wichtig sind: Brot und Wein sind hier eine ideale Verbindung eingegangen!

Josef 1., Josef Hinkel im täglichen Leben, ist der Besitzer einer Düsseldorfer Traditionsbäckerei, die schon seit über 100 Jahren in Familienbesitz ist und ihre Läden in der Düsseldorfer Altstadt hat. Seine Auslagen inspieren mich immer zu Fotos, ob es nun vor Weihnachten die Auswahl an Weihnachtsgebäck und Spezialitäten ist, oder die breite Palette der Brote und Brötchen, die ich in Frankreich schon von Zeit zu Zeit vermisse.

Auch in diesem Jahr hatte ich die Bilder schon geschossen, ehe ich Kenntnis von seiner neuen Funktion hatte. Zu den zahlreichen Brotsorten auf dem Bild in der Mitte, hat sich eine speziell für den Anlaß kreierte gesellt: ein Brot, das die traditionelle Narrenkappe der Jecken symbolisiert (Bild links). Und natürlich darf in meiner Sammlung das typische Düsseldorfer Röggelchen nicht fehlen, das kross gebackene, doppelte, kleine Roggenbrötchen auf dem linken Bild, dass traditionell erst nach dem Backen getrennt wird und die Unterlage für den berühmten"halven Hahn" auf den Speisekarten der Altstadtkeipen bildet, mit dem Fremde so gerne verwirrt werden (das Brötchen wurde  ursprünglich mit Harzer Käse und Zwiebeln serviert - dazu natürlich ein Altbier - heute hat der neutralere Gauda den Handkäs ersetzt).


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 Die Venetia, Barbara Oxenfort, ist nicht nur sehr fotogen, sondern vor allem bekannt als Mitbesitzerin des Düsseldorfer Restaurants und Weinhauses Tante Anna, ebenfalls mit einer langen Tradition in der Altstadt gelegen. Man kann hier traditionelle und internationale Küche genießen, aber vor allem von der exemplarischen Weinkarte des Hauses profitieren, die mit ihren über 400 Referenzen zeigt, dass hier noch ein echter Weinkeller gepflegt wird. 

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Bilder im Original auf www.tanteanna.de

Die Weinkarte kann man sich hier zu Gemüte führen. Sie weist nicht nur eine hervorragende Auswahl von deutschen Weinen bekannter Winzer aller Anbaugebiete auf, sondern auch eine Liste französischer Weine, u.a. einer grandiosen Auswahl der Grand Crus aus Bordeaux, die zum Teil in 20 Jahrgängen noch im Keller verfügbar sind und dem Liebhaber den Mund wässrig machen. Dazu teilweise zu Preisen, die man sicher auf den Karten französischer Nobelrestaurants mit der Lupe suchen müsste.

Leider war diesmal mein Aufenthalt zu kurz, um meiner Neugier nachzugeben. Sonst hätte ich gerne an einem Dinner rund um die Kombination von Essen und Wein teilgenommen, begleitet von "köstlichen Liedern über den Wein vertont und interpretiert von Heike Beckmann (Komposition und Klavier) und Barbara Oxenfort (Gesang)", denn Barbara ist auch ausgebildete Sängerin. Und auch das Jazz Dinner in Begleitung eines Vokal Jazz Quartetts hätte mich durchaus gereizt, da die Dame auch hierin ausgewiesen ist.

Auch über das jährlich stattfindende Niederkasseler Tonnenrennen wollte ich noch berichten, an dem auch das Prinzenpaar teilnimmt. Meine Recherchen ergaben allerdings, dass es sich ursprünglich dabei nicht um Weinfässer handelte, die auf Schubkarren um die Wette durch die Straßen gekarrt werden, es waren nicht einmal Bierfässer, wie ich erst vermutete, sondern wie ich aus diesem Artikel lernte : "Am Anfang stand eine ruchbare Tonne" - es waren leere Jauchefässer, die die ersten Spaßvögel durch die Gassen von Niederkassel auf der linken Rheinseite karrten...

Bleibt mir also nur noch, ein schallendes  Düsseldorf Helau! - den Schlachtruf der Düsseldorfer Jecken - auszubringen auf die glückliche Wahl einer Verbindung von Brot und Wein - die Spiele können weitergehen.




par Iris Rutz-Rudel publié dans : Essen und Trinken commentaires (1)   
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Samedi 12 janvier 2008

Nach den letzten Artikeln könnte der Eindruck entstanden sein, dass  die Winzerin nur noch auf virtuellen Weinrallye-Reisen unterwegs ist. Eine ganz reale Reise steht zwar unmittelbar bevor - es geht nächste Woche wieder für ein paar Tage nach Düsseldorf - trotzdem ist zu Hause jetzt natürlich die Zeit des Winterschnitts  angebrochen. Eine der arbeitsintensivsten Tätigkeiten im Weinberg, die bis Ende März abgeschlossen sein sollte.

Der Vorteil eines Blogarchivs ist es, dass  man bei solchen immer wieder zu einer bestimmten Saison anstehenden Arbeiten auf eben diese Archive verweisen kann. Alles, was es so im allgemeinen dazu zu sagen gibt, habe ich also hier im November 2006 unter der Überschrift Winterschnitt im Weinberg schon gesagt.

Auch bei den deutschen Winzerkollegen sind natürlich entsprechende, gut dokumentierte Artikel zu finden. So kann ich hier auch wieder auf den Winzerblog verweisen, der hier darüber berichtet und, wie immer,  viele interessante Links zusammengetragen hat.

Der Rebschnitt beginnt mit dem Vorschnitt, das heißt dem Kürzen der inzwischen von ihren Blättern befreiten Triebe des letzten Jahres. Dabei werden diese Triebe erst einmal sommarisch auf ca. 15 cm gekürzt, das macht den Rebstock übersichtlicher für die anschließende Feinarbeit beim eigentlichen Schnitt.

Diese Vorarbeit geht am schnellsten mit der kleinen Rebschere von statten, die nur mit einer Hand geführt wird und so die zweite für das Ziehen und Gruppieren der Reiser freiläßt.

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Man sieht deutlich, dass mir dieses robuste Modell schon seit vielen Jahren gute Dienste leistet.

Bei Drahverspannung erlaubt der Vorschnitt, erst einmal all den Wildwuchs aus den Drähten zu ziehen und auch in unseren Feldern mit den Einzelstöcken und den Gobelets gehört diese Vorarbeit und das anschließende, mühsame Aufsammeln des Rebholzes zu den notwendigen Vorbereitungen, um vor allen weiteren Arbeiten zunächst gründlich im Weinberg aufzuräumen.

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Viele Jahre hindurch habe ich dann anschließend mit der klassischen zweihändigen Rebschere gearbeitet, die für mich immer noch das flexibelste und eleganteste Werkzeug ist. Nur meine wiederholten und immer schlimmer werdenden Handgelenkschmerzen haben mich dazu bringen können, sie durch eine akubetriebene elektrische Rebschere zu ersetzen.

Ähnlich wie an den Komfort im Auto (Servolenkung und ABS) gewöhnt man sich aber auch hier an die neue Technik und inzwischen bin ich stolz, dass das Model meiner Wahl auch in Tests besonders gut abgeschnitten hat. Ich kann die Öffnung der Klingen durch einfachen Knopfdruck größer stellen und so auch dickeres Holz mühelos schneiden. Eine weitere Besonderheit meines Electrocoup-Models besteht  darin, dass es eine Art Verzögerungsstufe beim Abdrücken hat, die es erlaubt, den Schnittansatz fast so gut wie mit der mechanischen Rebschere zu präzisieren und nicht gleich alles im Hauruckverfahren abzurasieren (wie Thomas so schön maliziös berichtet: manchmal inklusive der Finger).

Leider gibt es zu dieser Arbeit immer noch keine Livebilder der Winzerin. Aber auf dieser Seite des Herstellers kann man das Model studieren und sogar hier ein Flash-Video sehen, das die Schere in Aktion zeigt. Ich muss aber zugeben, dass ich nicht halb so schnell bin, die der Herr in dem Film!

Sollte mich Klaus nach meiner Rückkehr aus Deutschland einmal mit dem Fotoaparat in den Weinberg begleiten, liefere ich die Bilder meiner Performanz aber gerne später nach.

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Hier nun zum Abschluss das Bild eines Weinstockes (Mourvèdre für den Clos des Cèdres) nach vollendetem Winterschnitt: 3 Äste mit je einem Pfropfen, an dem ich ein freies Auge gelassen habe. Im Idealfall ergibt das 6 neue Rebtriebe für das neue Jahr, an denen maximal 6 Trauben wachsen sollten.

Was darüber hinausgeht, wird im Frühjahr beim Austrieb als "Geiztrieb" behandelt und abgestreift oder, falls das Jahr wirklich zu wuchskräftig großzügig ist, später als Grünernte ausgedünnt.



par Iris Rutz-Rudel publié dans : Arbeit im Weinberg commentaires (1)   
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Samedi 12 janvier 2008


undefinedEine Frau am Steuer für die 8. Weinrallye, dachte sich Thomas vom frisch gestylten Winzerblog, das muss auch mal sein. Da glaubte er noch, ich bliebe brav in meiner näheren Umgebung und würde den Tross zu einer Tour durchs Languedoc oder doch zumindest durch Frankreich einladen. Aber ich will mir ja nicht gleich den Vorwurf eines dicken Heimvorteils einhandeln.

Also habe ich ein anderes meiner Lieblingsthemen aus den Archiven geholt - eines, dass mich auch in meinem beruflichen Altag durchaus beschäftigt, dass mich aber auch als Weinliebhaber und Weinkäufer immer wieder fasziniert.

Also Aufruf an alle Etikettentrinker: Holt sie hervor, Eure schönsten Flaschen.

Ob es sich um die handelt, die seit Jahren brav auf dem Kaminsimms verstauben oder blank geputzt in der Vitrine der Kellerbar ausgestellt sind. Ja, die, die ein Vermögen gekostet haben, aber die man doch einmal in seinem Leben getrunken haben muss, wenn man in entsprechenden Kreisen mitreden will (oder einfach nur nicht dumm sterben möchte).

Vielleicht haben Sie sie ja mit Ihrem Verkostungsklub getrunken, um sich die Flasche leisten zu können und den Genuß mit anderen zu teilen. Vielleicht war es aber auch das liebevolle Geschenk eines Partners, undefinedder endlich einmal ihrem Affen Zucker geben wollte und sie mit diesem Sammlerstück überrascht hat und jetzt warten Sie auf eine Gelegenheit, um sie in trautem tête à tête zu zelebrieren.  Dann könnte das Etikett diesen beiden ähneln.  undefinedIch muss  zugeben, dass ich nur eine davon probiert habe, aber das habe ich schon ausführlich hier erzählt. Die andere habe ich vor vielen Jahren einmal verschenkt, ein Dankeschön für den einzigen Weinliebhaber, der ich damals kannte - da wollte ich natürlich auf Nummer sicher gehen. 

Oder aber, zweite Chance für weniger orthodoxe Weinfreunde:

Die Flasche, die Sie rein aus dem Bauch heraus gekauft haben - oder vielmehr ganz vom Auge her, weil Sie Ihnen in der endlosen Reihe eines Supermarktregals aufgefallen ist oder bei Ihrem Weinhändler oder beim Stöbern im Internet, weil sie sich von den ewigen Abbildungen von Schlössern und Gütern in diskreter schwarz-weiß-Zeichnung, den altehrwürdigen Familienwappen oder den zeitweilig trendigen schwarzen Labels mit Golddruck abhob. Durch ihre graphische Gestaltung, die Farbe, das Motiv, die Form, den  Namen, den Humor, die Originalität oder einfach dadurch, dass sie besonders gut zur neuen Tischdekoration der Grillparty passte.


swimming poule Wichtig ist in dieser Kategorie, dass beim Kaufentschluss einmal nicht Parker-Punkte oder Sterneklassifizierungen die ausschaggebende Rolle spielten, sondern Ihr ganz subjektiver "Coup de Coeur", der ästhetische Reiz stärker war als die letzte Forumsdiskussion oder die Verkostungsnotizen in Vinum oder das sakrosankte vorher kalkulierte Preis/Leistungsverhältnis


Vielleicht schlummert ja sogar noch eine solche Flasche im Keller, die aus einemundefined  Spontankauf stammt und die jetzt mit gutem Grund geöffnet werden könnte. Wenn Sie bisher noch tapfer den Marketingsirenen widerstanden haben, ist jetzt die Gelegenheit, sich mal zu opfern und sich ganz den optischen Reizen hinzugeben. Wir wissen ja alle, dass inzwischen Flaschen, genau wie alle anderen Produkte, auch danach "angezogen" werden, aus welcher Entfernung man sie im Regal wahrnimmt - 6 Meter sind da durchaus ein Verkaufsargument der Werbefuzzis, das ich schon gelesen habe. 

Wagen Sie Ihr coming-out, wenn Sie schon lange ein heimlicher Liebhaber von 
"critter-labels" sind (gab es eigentlich eine Cuvée Knud?). Die sind ja seit dem Kängeru mit dem berühmten gelben Schwanz überall zu finden, ob sie nun als Wölfe, Schweinchen oder französische Kaninchen daherkommen. 


Cuvee A  Nieport  man and wine

        undefined   undefined    undefined  

Die Auswahl ist groß, man kann sich auch auf den Seiten der Önographilie und der Önosemiophilie der Sammler inspirieren lassen (hier, hier und hier), oder - auch ohne Französischkenntnisse - dem Diskussionsfaden über Etiketten und Rückenetiketten auf dem französischen Forum LPV (La Passion du Vin) folgen, der dort seit Weihnachten täglich mit neuen Beispielen bestückt wird.. Oder auch - dazu reichen Englischkenntnisse - den Archivbeitrag unseres großen Bruders vom Wine Blogging Wednesday von vor zwei Jahren durchforsten.

Und irgendwie paßt das Thema ja auch in die Karnevalszeit (ich gestehe: ich bin im Rheinland geboren und großgeworden). Ziehen wir also ein buntes (Narren)-Kleid über unsere grauen Alltagsuniformen

Drei Bedingungen: der Wein sollte verkostet - vielleicht sogar getrunken - werden. Es sollte ein Foto der Flasche oder des Etiketts geben und dann sollte, wie immer, der Beitrag auf ihrem Blog vor Mitternacht des 6. Februar (Aschermittwoch) veröffentlicht werden.
- die 7. Weinrallye  ausgerufen vom Kaulweinblog, war ja schon ein interessantes Training. 

Eine kleine Nachricht mit dem Link zum Artikel bitte an lisson at wanadoo.fr schicken.

Leser, die keinen eigenen Blog haben, aber trotzdem an dieser Rallye teilnehmen möchten, können mir ihren Beitrag nebst Fotos per Email schicken, ich werde ihn dann gerne in der Zusammenfassung des Themas hier veröffentlichen! Alles, was man sonst immer schon über die Idee der Weinrallye, ihre Durchführung, "Teilnahmebedingungen", Logos und schon abgefahrene Strecken wissen muß, findet man sehr übersichtlich bei Thomas im Winzerblog in der neu gestalteten entsprechenden Kategorie.


Ab jetzt also: Augen auf, Platz den großen Verführern, es lebe der Spontankauf - und hoffentlich: wohl bekomms!











par Iris Rutz-Rudel publié dans : Weinrallye commentaires (2)   
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Kellerprobe


 

 

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