Gestern Abend, zwischen den Wolkenfetzen, die der langsam nachlassende Sturmwind der letzten Tage noch über den Himmel trieb, konnte man dieses schöne « Croissant de Lune » (Mondhörnchen) wie der Franzose dazu sagt, am Himmel sehen. Klaus hat es für Sie aufgenommen.

"Croissant de Lune" Ende März
Welche Überraschung dann heute Morgen – nicht nur hatte die Uhr auf Sommerzeit gewechselt (und diesmal hatte ich gestern nichts davon gehört, obwohl sonst doch immer auch für den letzten „Dummen“ erklärt wird, ob man die Uhr nun eine Stunde vor oder eine Stunde nachstellen soll). Nein, zu allem Überfluss stand da auch keine strahlende Sonne am Himmel, um die Sommerzeit namensgerecht einzuläuten, sondern draußen erwartete mich ein grauer Tag und die Gipfel des Berges gegenüber waren noch einmal schneebedeckt.

„La Femme Couchée – Die liegende Frau“
Ich nenne diesen Berg „La Femme Couchée – Die liegende Frau“ – auch wenn andere diesen Namen eher dem Caroux zuordnen, bestehe ich doch auf meiner Interpretation der großzügigen Rundungen, die ich täglich beim Aufstehen schon an unserem nördlichen Horizont sehe. Nach der Legende handelt es sich um Cebenna, eine Tochter der Titanen, die sich dort aus Liebeskummer niederlegte und zu Fels erstarrte. Und dort, wo sich ihre Haarpracht erstreckt, kann man noch ihren goldenen Kamm finden, den Schatz, der dem bestimmt ist, der am richtigen Tag dem Strahl des Regenbogens folgt. Dort, wo er die Erde berührt, liegt der Schatz.
Hoffen wir also, dass der Frühling bald wieder zurückkommt, mit seiner Sonne und den leichten Schauern, die die Regenbögen an den Himmel zaubern. Und wenn ich beim Abschluss des Winterschnitts oben auf meinem Hügel den Ort sehe, wo einer den Boden berührt, werde ich ein Bild für Sie machen. Beim nächsten Besuch in Olargues nehmen Sie ihr tragbares GPS auf die Wanderung mit, mal sehen, ob Sie nicht mit einem Schatz zurückkommen!
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