Pages

Kalender

Mai 2008
L M M J V S D
      1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 31  
<< < > >>

Kommentare

Unser Blog soll Ihnen die Gelegenheit geben, rund ums Jahr an den aktuellen Arbeiten auf unserem kleinen Gut in Südfrankreich teilzunehmen. Unsere Webseite stellt uns zwar bereits in drei Sprachen vor, aber wie viele Webseiten, ist sie eher statisch aufgebaut. Ein Blog  (es gibt ihn schon in Französisch: hier) erlaubt hingegen, viel spontaner, aktueller und auch weitläufiger über das, was wir tun, was uns bewegt und wofür wir uns sonst noch interessieren, zu schreiben.

Begleiten Sie mich also auf dem Weg durchs Winzerjahr. Hinterlassen Sie Ihre Kommentare oder stellen Ihre Fragen, damit aus diesem Blog ein lebendiges Kommunikationsmittel wird.

Ihre Iris Rutz-Rudel



Mardi 16 octobre 2007
Der Jahreszeit entsprechend ein neues Fotoalbum in der Leiste rechts mit Herbstbildern. Und da sich die Bilder von Jahr zu Jahr oft gleichen, für Liebhaber von Bildern unter neueren Lesern noch der Link zum Album von letzten Jahr (ja, wie die Zeit vergeht), das die nun anstehenden Arbeiten zeigt.


Genussblogs Awards


Meinen Glückwunsch heute auch an Mario Scheuermann vom drink tank zum PopBlog Award  2007 der Genussblogger.  Sein Blog ist wirklich sehr abwechslungsreich und von professioneller Regelmäßigkeit in der Berichterstattung. Auch wenn ich persönlich dem schreiberswein die Daumen gedrückt hatte, die Fahne der Weinblogs auf dem Treppchen zu schwingen, weil ich fand, dass er neben dem drink tank marketingmässig eher unauffällig und damit benachteiligt war - eben "ohne Zusatzstoffe".

Ich bin gespannt, wer die von Lisson gestifteten Weine als Trostpreis bekommt!
par Iris Rutz-Rudel publié dans : Strandgut
ajouter un commentaire créer un trackback

Lundi 15 octobre 2007


action.jpg 

Lebensqualität, dazu gehört auch die Qualität unserer Umwelt. Wenn man,     wie wir hier in Lisson, das Glück hat, in einer relativ intakten Umwelt zu leben und das auch noch in einem landwirtschaftlichen  Beruf, hat man natürlich leicht reden. Strom kommt von der Sonne oder vom Wind, an beidem mangelt es in Südfrankreich nicht und das macht es leicht, auf den französischen „Atomstrom“ zu verzichten. 

energie.jpg

Wasser kommt aus einer hauseigenen Quelle, ohne Zusatzstoffe, geheizt wird mit dem Holz der Bäume, die bei den Pflegearbeiten im umliegenden Wald anfallen und unser „Produktionsmittel“ wächst gleich hinterm Haus: die Reben, die wir nicht nur aus diesem Grund ohne Chemie hegen und pflegen. Also kurze Wege – zu Fuß, denn anders ist es in den schmalen Terrassen und Steilhanglagen sowieso nicht möglich.

Bei der Weinbereitung erlauben uns die so angebauten Trauben, auf Hilfsmittel bei Gärung und Ausbau zu verzichten,  auch hier ersetzten Muskel- und Schwerkraft komplizierte und energieintensive Maschinen. Nur beim Kapseln der Weinflaschen wird kurzfristig „normaler“ Strom benötigt und das Elektroagregat für Notfälle tritt in Aktion.

arbeit.jpg

Niedriger Verbrauch unserer erneuerbaren Energie ist eine Selbstverständlichkeit, nach den schon lange bekannten Sparlampen haben uns da die neuesten Entwicklungen auf dem LED Markt und Klaus erfinderischer Einsatz dieser Technik zu weiteren Einsparungen verholfen  neben dem wichtigen Reflex, nicht benutzte Energiefresser nach Gebrauch  einfach abzuschalten.

Hier gibt es keinen Laden um die Ecke und kaum öffentliche Nahverkehrsmittel, also gehört ein Auto als Transportmittel schon zur Grundausstattung. Aber auch da hilft etwas Planung bei den zweiwöchentlichen Einkaufstouren in die 20 bis 25 km entfernt liegenden Kleinstädte, dabei, die Tankstelle nur alle 6 bis 8 Wochen anzufahren. Es werden also mehr Schuhsohlen als Reifen abgenutzt – zum Glück gibt es im Dorf noch einen Schuster, der auch arg strapazierte Arbeitsschuhe noch liebevoll neu besohlt.

Mülltrennung, vor Jahren in Frankreich noch ein Fremdwort, wie „Waldsterben“, findet inzwischen in jedem Dorf statt, seit die fast wilden Müllkippen, die oft von den Gemeinden betrieben wurden, den europäischen Regelungen und entsprechenden Subventionen zum Opfer gefallen sind. Das – leider noch weitgehend ungelöste – Problem des Restmülls
lässt auch hier langsam darüber nachdenken, ob nicht die Verringerung/Vermeidung von Müll die wirtschaftlichste Methode zur Kostensenkung ist.

Warum diese Aufzählung? Nun, ich habe die Tipps auf Jans Küchenblog über Umweltschutz in der Küche mit Vergnügen gelesen und mich davon zum Nachdenken über unsere „Küchenpraxis“ anregen lassen.

Aus dem „Küchenfenster“ blickt der Kaulweinblog, dessen „Gastreferent“  Hans Reiner Schultz durchaus Vernünftiges zu den Reaktionsmöglichkeiten von Winzern auf Klimaänderungen (Dauerbegrünung, Wahl der Pflanzausrichtung usw.) zu sagen hat und auch VivaVino  verweist natürlich darauf, dass der Kauf von Bioprodukten außer der eigenen Gesundheit vor allem auch die von den Bauern bearbeiteten Flächen schützt.  (So der Anbau denn auch nicht nur auf die Vermeidung von Chemie, sondern auch auf den verantwortungsbewussten Einsatz von nicht erneuerbarer Energie bei der der Bearbeitung achtet und der Vertrieb auf Vergeudung von Energie beim Transport zum Verbraucher achten würde... es sind eben sehr komplexe Probleme, die sofort wieder auftauchen, sobald man versucht, auch „Bio“ zu industrialisieren und zu globalisieren...). Den Spamfilter gegen Produkte, die außerhalb der Saison und mit weiten Transportwegen in die Auslagen kommen, muss der Verbraucher sich schon selber auf die Einkaufsliste setzen.

Hausmannskost hat immerhin einen Wein aus „vernünftigem Anbau = lutte raisonnée“ aus dem Languedoc verkostet, dessen Winzer zwar keinen Bioanbau betreiben, deren gute Weine man aber immerhin in Deutschland bei einem Franchise-Unternehmen  „gleich um die Ecke“ erwerben kann und das, nach meiner vergangenen Erfahrung, noch wesentlich preiswerter als direkt ab Gut.

Das Schlusswort überlasse ich einem meiner Lieblingsweinblogs, schreiberswein:  „Denn nur wer sich selbst mit allen Fehlern und Eigenheiten voll annehmen kann, tut dies auch bei seinen Mitmenschen. Der Respekt für alles Leben und der achtsame Umgang mit der Natur ist dann eine der "Nebenwirkungen". 

insekten-Kopie.jpg

Zu allen anderen „Nebenwirkungen“ warten wir nicht auf unseren Arzt oder Apotheker, sondern informieren uns selbst und fangen auch außerhalb von Aktionstagen zu Hause und überall da, wo wir Einfluss nehmen können, mit der Arbeit an – es gibt viel zu tun!



par Iris Rutz-Rudel publié dans : Strandgut
ajouter un commentaire créer un trackback

Samedi 15 septembre 2007
Ein Erntetag im Weinberg, wie letzten Sonntag in den kleinen Terassen hinterm Haus, beginnt auch immer mit einem Blick zurück auf die weite Berglandschaft, die man von den "Echelles" aus überblickt, je höher man steigt. Die Wolken , die da in der Ferne aufstiegen, wollten aber nicht zum strahlenden Himmel passen: es handelte sich eindeutig um Rauch und nicht um Morgennebel - ein Feuer!

Zu wissen, dass hinter den Rauchschwaden auch noch Freunde von uns, Fritz und Almuth Schwann aus Dausse, dem Kastanienberghof mitten im Wald, wohnen, läßt mich noch ängstlicher den Fortgang der Ereignisse beobachten.



feu-1.jpg

Aus ihrer Perspektive muß das Ganze noch viel bedrohlicher sein, wie dieses Foto von Dave Widgery zeigt, der mir die Bilder, die folgen, freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Auch wenn sie wissen, dass noch ein schroffes Tal zwischen ihnen und dem brennenden Hang liegt und dass ihr gut gesäuberter Kastanienwald rings ums Haus die unmittelbare Gefahr verringert, so ist doch ein solcher nächtlicher Ausbruch (die ersten Flammen wurden nachts um 2 entdeckt) immer beängstigend. Das Gelände ist unzugänglich, die Feuerwehr der Umgebung ist vor Ort, kann aber auf den steilen, unwegsamen Hängen nicht direkt eingreifen.


feu--flammes.jpg
Aber ehe hier griechische Zustände ausbrechen können, kündigt sich effiziente Hilfe aus der Luft an: das starke Motorenbrummen kommt von der fliegenden Feuereinsatztruppe, die schon manchen verzweifelten Kampf gewonnen hat. 4 Canadair und 2 Tracker donnern über das Tal und kreisen in immer artistischeren Kurven die Hauptbrandherde ein. Es wäre eine spannende Flugschau, wenn der Anlass der Vorstellung nicht so ein ernster wäre.


Canadair


tracker.jpg
Tracker

Weisse Wolken bedeuten Wasser, das vermutlich zwischen den Abwürfen am 40 km weiter gelegenen Lac de Salagou aufgenommen wurde. Zwei Stunden dauern die Einsätze - geleitet von Hubschraubern der Einsatzleitung, die das Gelände überblicken.

lacher-d-eau-1.jpg


lacher-d-eau-3.jpg


lacher-d-eau-4.jpg


lacher-d-eau-5.jpg


lacher-deau-2.jpg
Nicht immer ist die Sicht so klar, die Rauchentwicklung ist beträchtlich und die Flammen greifen nach den schnell brennenden Ginster- und Heideflächen der Kuppen auch auf den angrenzenden Wald über, der ihnen mehr Nahrung verschafft.

feu-David-1.jpg
Die größeren Tracker haben ein Spezialmittel an Bord, dass die Flammentwicklung verzögert und an seiner roten Farbe erkenntlich ist.

retardant-2.jpg


retardant-3.jpg


retardant.jpg
Das atemberaubende Balett, bei dem die Piloten ihre Erfahrung zeigen und auch immer wieder in dieser zerklüfteten Landschaft ihr Leben aufs Spiel setzen, nimmt schließlich ein Ende. Die Sicht wird wieder klarer, Dausse kann aufatmen - und ich auch. Den Rest der Arbeit übernimmt die mobile Spezialeinsatztruppe der Armee aus dem Var, deren Feuerkämpfer mit einem Militärhubschrauber vom Olarguer Sportplatz aus in die Höhe geflogen werden - bestaunt von einer Horde Schüler, die sich die Nasen am Zaun plattdrücken.

feu-5.jpg
Bei unserem Besuch in Dausse, einige Tage später, ist wieder Ruhe eingekehrt. In Sichtweite verbrannte Erde und einsam daraus hervorragende Felsen. Spekulationen über die Brandursache sind sich alle einig über einen kriminellen Ursprung. Ob es wieder eine Fede rivalisierender Jagdgruppen war, die sich ihr Teritorium streitig machen und die Wildschweine neiden oder die Tat eines Feuerteufels, dem das daraus resultierende Spektakel Befriedigung verschafft - beide Varianten sind möglich. Hier braucht man für solchen Wahnsinn keine Mafia oder Imobilienspekulanten.

Die aufgehende Sonne am Morgen nach unserem Besuch, der uns eine kleine Erholungspause vor dem Angriff der letzten Erntetage verschaffte, entflammt den Himmel über einer wieder friedlich daliegenden Landschaft. Der Herbstregen, der für Anfang nächster Woche angekündigt ist, wird uns allen sehr willkommen sein.

lever-du-soleil-2.jpg

par Iris Rutz-Rudel publié dans : Strandgut
ajouter un commentaire créer un trackback

Mardi 21 août 2007


Während draußen eine deutliche Abkühlung mit Regenschauern den Staub bindet und die Reben noch einmal erfrischt, habe ich Zeit, beim Morgenkaffee wieder einmal eine meiner Lieblingsseiten im Internet zu besuchen, die auch schon lange in meinen Links zu finden ist: www.wineterroirs.com von Betrand Celce, freier Fotograf aus Frankreich, der nicht nur die besten Winzer Frankreichs sondern auch die Welt bereist und in Bild und Text (auf Englisch) über seine Entdeckungen berichtet.

Diesmal ist er auf Rußlandfahrt und hat dort bisher zwar noch keinen Weinberg, dafür aber eine äußerst originelle Maschine für die Fabrikation von Samogon (moonshine wodka) aufgetrieben und dokumentiert.

Und sagen Sie selbst: wieviel hübscher klingt Moonshine als Schwarzbrennerei!

Hier geht’s zu den Bildern – und wenn sie einmal da sind, stöbern lohnt immer!


distillation.jpg

Und hier handelt es sich natürlich nicht um die Herstellung von Lisson-Wodka, sondern um eine Analyse unseres Weins.... immerhin, das Prinzip scheint mir das Gleiche.... davon auch einmal mehr in einem anderen Artikel!



par Iris Rutz-Rudel publié dans : Strandgut
ajouter un commentaire créer un trackback

Dimanche 25 mars 2007

Gestern Abend, zwischen den Wolkenfetzen, die der langsam nachlassende Sturmwind der letzten Tage noch über den Himmel trieb, konnte man dieses schöne « Croissant de  Lune »  (Mondhörnchen) wie der Franzose dazu sagt, am Himmel sehen. Klaus hat es für Sie aufgenommen.

 

"Croissant de Lune" Ende März

Welche Überraschung dann heute Morgen – nicht nur hatte die Uhr auf Sommerzeit gewechselt (und diesmal hatte ich gestern nichts davon gehört, obwohl sonst doch immer auch für den letzten „Dummen“ erklärt wird, ob man die Uhr nun eine Stunde vor oder eine Stunde nachstellen soll). Nein, zu allem Überfluss stand da auch keine strahlende Sonne am Himmel, um die Sommerzeit namensgerecht einzuläuten, sondern draußen erwartete mich ein grauer Tag und die Gipfel des Berges gegenüber waren noch einmal schneebedeckt.

 

„La Femme Couchée – Die liegende Frau“


Ich nenne diesen Berg „La Femme Couchée – Die liegende Frau“ – auch wenn andere diesen Namen eher dem Caroux zuordnen, bestehe ich doch auf meiner Interpretation der großzügigen Rundungen, die ich täglich beim Aufstehen schon an unserem nördlichen Horizont sehe. Nach der Legende handelt es sich um Cebenna, eine Tochter der Titanen, die sich dort aus Liebeskummer niederlegte und zu Fels erstarrte. Und dort, wo sich ihre Haarpracht erstreckt, kann man noch ihren goldenen Kamm finden, den Schatz, der dem bestimmt ist, der am richtigen Tag dem Strahl des Regenbogens folgt. Dort, wo er die Erde berührt, liegt der Schatz.

 

Hoffen wir also, dass der Frühling bald wieder zurückkommt, mit seiner Sonne und den leichten Schauern, die die Regenbögen an den Himmel zaubern. Und wenn ich beim Abschluss des Winterschnitts oben auf meinem Hügel den Ort sehe, wo einer den Boden berührt, werde ich ein Bild für Sie machen. Beim nächsten Besuch in Olargues nehmen Sie ihr tragbares GPS auf die Wanderung mit, mal sehen, ob Sie nicht mit einem Schatz zurückkommen!

par Iris Rutz-Rudel publié dans : Strandgut
ajouter un commentaire créer un trackback

Kaleidoskop

im Blog suchen

Zufallsbilder

weiter empfehlen

Cliquez ici pour recommander ce blog

Blogfamilien


 

 

W3C

  • Feed RSS 2.0
  • Feed ATOM 1.0
  • Feed RSS 2.0
 
créer un blog sur over-blog.com - Contact - C.G.U. - Rémunération en droits d'auteur avec TF1 Network - Signaler un abus